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Rezension: Leila Pfister / Judit Polgar Songs of a new era

19. Juli 2010 (HL-Red-RB) Die Aufnahme des Labels OehmsClassics stellt an den Zuhörer nicht geringe Anforderungen. Nicht nur, weil das Kunstlied auf unseren Konzertpodien nur noch selten vertreten ist. Die junge Schweizer Mezzosopranistin Leila Pfister – derzeit am Theater Aachen engagiert – und ihre ungarische Klavierpartnerin Judit Polgar fühlen sich besonders zeitgenössischer Musik verpflichtet. Der Titel dieser CD „Songs of a new era“- Lieder einer neuen Zeit- sind Programm. Denn hier sind Tonschöpfungen von Arnold Schoenberg, Alban Berg,Arthur Honegger und Claude Debussy zu hören.

Mit seinen „Fünfzehn Gedichten aus dem „Buch der hängenden Gärten“ von Stefan George op 15 hat sich Schoenberg erstmals komplett zur Atonalität bekannt. Er selbst hat dazu geschrieben, dass er hier einem Ausdrucks und Formideal nahe komme, dass ihm seit Jahren vorschwebe. Sein Schüler Alban Berg folgt ihm mit seinen „Vier Lieder“ op 2 nach. Arthur Honeggers „Quatre Chanson pour voix grave“ sind in schwerer Zeit während der deutschen Besatzung in Paris und gleich nach dem Kriege entstanden. Die von deutscher Tradition völlig abweichenden “Chaonson de Bilitis “sind in diesem Zusammenhang ein Kurisoum.

Das Bemühen der beiden jungen Künstlerinnen zeigt, wie sehr die Zeit fortgeschritten ist. Sicher galten diese Lieder zu ihrer Entstehungszeit als kaum sangbar. Heute verstehen wir sie als bemerkenswerten Beitrag zur Erinnerung an eine Zeit, die nun auch schon rund hundert Jahre zurück liegt. Diese Komponisten sind heute Klassiker, die niemand mehr aufregen. Nur Schöngesang im herkömmlichen Sinne darf der Hörer nicht erwarten

Leila Pfister / Judit Polgar Songs of a new era, OC 818, OehmsClassic


Horst Schinzel
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