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Hannelore Kohl – Die Heiligen aus Oggersheim

08. August 2011 (HL-Red-RB) Das Leben hat es nicht gut gemeint mit Helmut Kohl – dem Kanzler der deutschen Einheit. Nicht nur, dass der Achtzigjährige seit Jahren schwer krank ist und sich nur mit Mühe artikulieren kann. Nicht nur, dass ihn bei seinem Abtritt von der politischen Bühne Verfehlungen als Parteivorsitzender in der Spendenaffäre eingeholt haben und er sein eigenes Denkmal als ein Vierteljahrhundert zwar umstrittener, aber doch anerkannter Führer der CDU gestürzt hat. In den letzten Monaten sind zwei Veröffentlichungen erschienen, die sein Bild als Mensch schwer beschädigt haben.

Sein Sohn hat den Vater Helmut Kohl als einen Mann gekennzeichnet, der seine hochtalentierten Söhne praktisch gar nicht wahr genommen hat, an ihrer Entwicklung zum Erwachsenenwerden nicht teilgenommen hat. Nun ist sicher Helmut Kohl nicht der einzige Vater, von dem die Kinder glauben, dass er in der Erziehung versagt habe. Und nun tritt der Rundfunk –un Fernseh-Journalist Heribert Schwan auf und zeichnet ein Bild der ersten Frau Hannelore des Altkanzlers, das zu tiefst erschüttert und verschreckt. Einerseits ist dieses Buch schlicht Hagiographie – Beschreibung des Lebens einer Heiligen. Nun war Hannelore Kohl ihrer Herkunft nach Protestantin, wenngleich der Vater – ein fanatischer Nazi – im Dritten Reich aus der Kirche ausgetreten war und Mutter und Tochter zeitlebens keine konfessionelle Bindung gesucht haben. Insofern eignet sich Hannelore Kohl dem Grunde nach nicht zur Heiligen.

Hannelore Kohl hat sich selbstlos in den Dienst ihres Mannes gestellt. Sie hat seinen Aufstieg zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, zum Parteivorsitzenden der CDU, zum Bundeskanzler begleitet und gefördert. . Dem war seine Frau offenbar nur glanzvolles Aushängestück. Das schreckliche Ergebnis: Die Flucht in die Krankheit. Der Autor deutet an, dass die angebliche Falsch-Therapie im Jahre 1993 mit einem Medikament der Penicillin-Gruppe ein Suicid-Versuch war. Und die vorgebliche Lichtallergie – wegen der ungezählte Ärzte konsultiert worden sind – das Ergebnis einer schweren psychischen Störung An welcher Krankheit auch immer diese Frau gelitten haben muss: Sie war psychosomatisch bedingt und wurde durch die Spendenaffäre abgrundtief verschlimmert. Und nun tue die zweite Frau des Alt-Kanzler Maike Richter-Kohl alles, um das Andenken der Hannelore zu zerstlören. sogar deren Kostüme trage se auf,
Eine traurige Abrechnung mit einem Mann, der doch wohl um die deutsche Geschichte beträchtliche Verdienste hat.
Heribert Schwan, Die Frau an seiner Seite – Leben und Leiden der Hannelore Kohl, München 2011, Heyne Verlag.

Horst Schinzel
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