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Buchvorstellung: Der Opfergang der Lübecker Geistlichen

18. November 2010 (HL-Red-RB) Am 10. November 1943 wurden im Hamburger Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis die katholischen Kapläne Hermann Lange, Eduard Müller und Johannes Prassek und der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink aufgrund eines Schandurteils des Volksgerichtshofes hingerichtet. Im Sommer 2011 sollen die Kapläne in einer Zeremonie – zu der ungewöhnlicher Weise zwei Kardinäle aus Rom anreisen werden- selig gesprochen und des Lutheraners Stellbrink in würdiger Weise gedacht werden. Damit wird eine Entwicklung ihren Abschluss und Höhepunkt finden, deren Anfänge in die allererste Nachkriegszeit zurückgehen. Schon bald nach dem Schweigen der Waffen war es für die Katholische Kirche klar, dass ihre Geistlichen als Märtyrer gestorben waren. Ein Martirium, das den Protestanten Stellbrink einschloss. Und so wurde über Jahrzehnte hinweg – die Ökumene war auf
Katholischer Seite noch lange kein Begriff – aller vier Geistlichen gedacht, bis dann zu Beginn unseres Jahrtausends der Seligsprechungsprozess eingeleitet worden ist.

Auf evangelischer Seite hat es weit länger gebraucht, ehe der gemeinsame Todesweg dieser vier Geistlichen in seiner Zusammengehörigkeit begriffen worden ist. Denn mit Karl-Friedrich Stellbrink hatten Lübecks Lutheraner noch lange ihre Probleme. Und dies nicht nur, weil dieser Pastor auch nach Auffassung Gutwilliger in schwerer Zeit gegen das Paulinische Gebot, dass der Christ der Obrigkeit, die Gewalt über ihn habe, untertan sein müsse, verstoßen hatte. Ohnehin hatte sich die NS-treue Lübecker Amtskirche eilfertig von ihm getrennt. Der glühende Nationalist – und anfänglich auch Nationalsozialist – war als Mann der Deutschen Christen nach Lübeck gekommen. Von denen hatte er sich abgewandt, ohne dass er deshalb ein Anhänger der Bekennenden Kirche geworden wäre Und seine Annäherung an die katholische Gemeinde und deren Kapläne hatte nun viele Amtsbrüder vollends vor den Kopf gestoßen. Es hat ein halbes Jahrhundert gedauert, bis sich „seine“ Luthergemeinde an der Moislinger Allee zu ihm bekannt hat Und zu der bürglichen Ehrung in den Rathaus-Arkaden im sechzigsten Todesjahr ist es bekannter Weise überhaupt nur auf Veranlassung des in Lübeck – und bei seiner Kirche-. Arg umgstrittenen vormaligen Gastwirtes Lothar Fauth gekommen…
Das vorliegende – in zwei katholsichen Verlagen erschiene – Buch würdigt überaus ausführlich Werde- und Opfergang aller vier Theologen. Und legt überdies umfassend deren schriftliches Vermächtnis vor. Überdies auch die Schande, dass jene Juristen, die für das Schandurteil verantwortlich waren, über Jahrzehnte hinweg in Lübeck ein unverdientes Gnadenbrot bezogen haben. In Schleswig-Holstein nicht nur die….
Das Buch stellt überdies den nach katholischer Lehre erforderlichen Nachweis, dass die Kapläne selig gestorben sind.




Cover ü/Verlag


Peter Vosswinckel, "Geführte Wege – Die Lübecker Märtyrer in Wort und Bild", Kevelaer / Hamburg, Verlag Butzon & Bercker und Sankt Ansgar Verlag,

Horst Schinzel
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