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Premieren-Lese im größten Weinanbaugebiet Schleswig-Holstein

21. Oktober 2010 (HL-Red-RB) Diese Eingangsmail hat gestern die Lübeck-TeaTime Redaktion ganz besonders erfreut. So stellt die Freie Journalistin Kerstin Emma Ahrens aus Bad Malente-Gremsmühlen ihrer Pressemitteilung voran: "Im Auftrag des Weingutes Ingenhof übersende ich Ihnen eine Pressemitteilung und Fotos (hfr) mit der Bitte um Veröffentlichung." Dem kommt Lübeck-TeaTime mehr als gerne nach, will aber damit vor allem den neuen Tag begrüßen - so, wie es in Lübeck-TeaTime üblich ist: "Vor gut einem Jahr setzte das Diplom-Argarier-Paar, Melanie Engel und Frank Thiedemann, rund 4500 Rebensetzlinge auf Schleswig-Holsteins größtem Weinanbaugebiet, am „Kleinen Gröndahlberg“ in Malkwitz. Nach der Lese des weißen „Solaris“, Mitte September, steht nun der „Regent“ vor dem ersten Schnitt und ist landesweit der einzige Rotwein der nördlichsten Anbaugebiete. Das Besondere auf dem Weingut Ingenhof ist die hauseigene Verarbeitung des Rebensaftes.

Heute, am 20.10.2010 - nicht nur ein besonderes Datum für Hochzeitspaare - wurden die prallvollen Rebenreihen von rund 30 Helfern, darunter viele Feriengäste des Hofes, gelesen. Die extreme Hanglage mit 30 Metern Höhenunterschied und bis zu 30 Prozent Steigung ist optimal. Der Wein ist in der Südhanglage von Knicks geschützt, so dass Frost und kalte Luft in das tiefer gelegene Tal abfließen. Der holsteiner Wind verhindert zudem eine erhöhte Schimmelbildung an den Trauben.

„Wir sind ganz begeistert, dass wir schon in diesem Jahr die erste Lese hatten“, freut sich Thiedemann. Denn normalerweise dauert es drei Jahre bis ein Rotwein gelesen werden. Durch die besondere Lage wuchsen die Trauben so optimal, dass die Jungwinzer zur qualitätiven Erhöhung sogar etliche Reben entfernte. Das Ergebnis spricht mit 75 bis 83 Grad Oechsel für sich und lässt einen vollmundigen Roter erwarten.

Zwei Jahre beschäftigten sich Engel und Thiedemann, die einen Obsthof betreiben, mit dem Weinanbau und bewarben sich um Rebrechte. Das Land Rheinland-Pfalz trat zehn Hektar an Schleswig-Holstein ab. Drei davon, die größte Fläche, erhielt der Ingenhof. Auch nach Sylt, Föhr, Amrum, in den Kreis Rendsburg-Eckernförde und nach Grebin wurden Rebrechte vergeben. Aber nicht nur Trauben für die Weinproduktion, sondern auch Tafeltrauben pflanzte das Paar an und sorgte für die erfolgreiche Eigenvermarktung. Trotz hoher Investitionssummen nahmen die Nordwinzer keine Zuschüsse in Anspruch.

Der „Regent“ ist ein tiefroter und kräftiger Rotwein. „Wein ist wie eine Frau, man muss ihn mit viel Gefühl behandeln“, sagt Frank Thiedemann. Das gilt auch für die Verarbeitung. Die Nordwinzer schafften für das hauseigene Keltern alle Gerätschaften an: In einer soge-nannten Abbeermaschine werden die Trauben vom Stilgerüst getrennt und anschließend in einer computergesteuerten Tuchpresse der edle Saft gewonnen. Durch Zugabe von Hefe gärt der Most bis etwa Ende Dezember. „Das erste Plopp aus dem Gärbehälter, ungefähr zwei Tage nach der Abfüllung, wird ein echtes Erlebnis“, weiß das Paar aus der Erfahrung ihrer ersten Weißweinproduktion.

Die Vorstellung der ersten Wein-Prinzessin „Lene I“ des Weingutes Ingenhof (Lene Haas, fünf Jahre, aus Malkwitz) symbolisiert den Beginn der schleswig-holsteinischen Weinkultur und wird zur alljährlichen Tradition.

Voraussichtlich im April 2011 wird auf dem Weingut Ingenhof zum ersten Mal Wein verkostet. Die 1500 Liter Weißwein versprechen schon jetzt ein guter Jahrgang zu werden. Das ergaben die wöchentlichen Auswertungen in einem Weinlabor in einem württembergischen Labor. Und auch bei den voraussichtlich 500 bis 1000 Litern „Regent“ sind Melanie Engel und Frank Thiedemann zuversichtlich. Sie haben sich „mit der Winzerei einen Lebenstraum erfüllt“ und freuen sich auf die Verkostung ihres ersten eigenen und selbstgekelterten Rotweins aus Schleswig-Holstein und gestehen: „Wir ganz schön aufgeregt.“

Namen für die Weine gibt es noch nicht, weil die neu zu erstellende schleswig-holsteinische Weinmarktordnung noch nicht fertig ausgearbeitet ist. Dafür gibt es aber schon Kaufanfragen, darunter zwei Sterne-Restaurants aus Hamburg, die den Nordwein in ihre Weinkarte aufnehmen wollen."


Alle folgenden Fotos © Weingut Ingenhof / Kerstin Emma Ahrens:




„Ingenhof Engel-Thiedemann“: Die Jungwinzer Melanie Engel (links) und Frank Thiedemann lesen ihren ersten Rotwein.




„Ingenhof Trio“: Zusammen mit der Weinprinzessin „Lene I“ lesen die Jungwinzer Melanie Engel (links) und Frank Thiedemann Schleswig-Holsteins ersten Rotwein.




„Ingenhof Oechsle messen“: Mit dem Refraktrometer bestimmt Frank Thiedemann den Oechsle-Grad.




„Ingenhof Weinprinzessin“: Auch die Weinprinzessin „Lene I“ erntete fleißig den ersten Rotwein."


Quelle:
Kerstin Emma Ahrens, Freie Journalistin
im Auftrag
Weingut Ingenhof



Lübeck-TeaTime bedankt sich sehr herzlich für die Übermittlung dieses auch für das ganze Schleswig-Holstein überaus bemerkenswerten Beitrages.



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