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An der Prager Hochschule wurde einst auf Deutsch gelehrt

20. August 2010 (HL-Red-RB) Peter Alexander hat es einst besungen: Lange Zeit war Böhmen ein wichtiger Bestandteil der Habsburger Monarchie. Aber schon dieses Königreich an die Habsburger fiel, ha es wichtige Beiträge zur Kultur des Heiligen Römischen Reiches geleistet. Kaiser Karl IV. jener, der der Rat von Lübeck zu dessen Erstaunen mit „Ihr Herren“ anredete – hat ^1348 die Prager Universität als erste im deutschen Sprachraum gegründet. Sie ist zur Mutter vieler Universitätsgründungen geworden. Anfänglich wurde hier auf Latein, dann auf Deutsch gelehrt. Und dies sollte fünfhundert Jahre so bleiben.

Die Universität selbst, ihre Lehrer und Studenten haben bis in die jüngste Zeit aufs Engste Anteil genommen an den Auseinandersetzungen des tschechischen Volkes mit den das Land Regierenden – angefangenen von den Hussitenregieren über die Fensterstürze, den Sprachenkampf bis zum Prager Frühling. Wobei in den letzten Jahrzehnten des Neunzehnten Jahrhunderts ein gleichberechtigtes Nebeneinander der beiden Sprachen wie der Ethnien selbst herausbildete. Die überstand sogar noch die Selbständigkeit der jungen tschechoslowawischen Republik und fand eigentlich erst durch den Naziterror ihr Ende.
Deshalb ist diese Geschichte für Historiker wie Linguisten ein Faszinosum. Die vielen Seiten dieser Entwicklung haben bereits 2006 deutsche und tschechische Forscher bei einem Symposium in Berlin dargelegt. Die damals gehaltenen Vorträge sind jetzt in einem Sammelband des Deutschen Kulturforums Osteuropa herausgegeben worden. Eine durchaus spannende und kurzweilige Lektüre.

Blanka Mourlová(Hrsg). Die Prager Universität Karls IV – Von der europäischen Gründung bis zur nationalen Spaltung,Deutsches Kulturforum Östliches Europa, Potsdam, 2010.


Horst Schinzel
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