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Das „Wolgalied“ war mit Richard Tauber einst ein Welterfolg

09. August 2010 (HL-Red-RB) In den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts waren Theaterstücke sehr beliebt, in denen ein Fürst des Staatswohl und des seiner Untertanen wegen auf seine Liebe verzichtete. Es war eine Zeit, in der ein blaublütiger Herr – von Damen war in dieser Zeit noch nicht die Rede – nicht so ohne weiteres eine Olympiahostests, Fernsehmoderatorin oder lebenslustige Studentin heiraten konnte. Inbegriff solcher Schmarren war das Singspiel „Alt-Heidelberg“. Aber auch Franz Lehárs (1870 – 1948) Operette „Der Zarewitsch“ gehört in diese Gattung.

Dem damals so überaus populären Tenor Richard Tauber hatte Lehár das „Wolgaleider“ in die Kehle geschrieben. Der Rundfunk kam gerade aus den Kinderschuhen, als die Operette 1927 uraufgeführt wurde. Vor allem aber das junge Medium der Schallplatte hatte wesentlichen Anteil an diesem Erfolg. Noch mehr ein heute völlig aus der Mode gekommener Theaterbrauch: Der Star-Tenor wiederholte das Lied mit einigen Veränderungen bis zu sechsmal.
Das Werk mit der Geschichte des frauenscheuen künftigen Zaren begeisterte das damalige Publikum. Er Erfolg hielt trotz Hitlers Bedenken gegen den Ungarn Lehár bis in die Zeit des Zweigen Weltkriegs – und sogar noch danach – an, als wirklich deutsche Soldaten am Wolgastrand standen Mit dem Dahinsiechen der Operette wird auch „Der Zarewitsch“ kaum noch gespielt
Im Jahre 2009 haben der Bayerische Rundfunk und das Münchner Prinzregetentheater unter der Musikalischen Leitung von Ulf Schirmer das Werk neue herausgebracht. Die Hauptrollen singen Alexandra Reinprecht, Christina Landshammer, Matthais Klink und Andreas Winkler. Es spielt das Münchener Rundfunkorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks ergänzt das Ensemble.
Ein Mitschnitt einer Aufführung am 8. März 2009 ist jetzt bei cpo herausgekommen (777 523-2) Ein seliger Melodienreigen.
Franz Lehár, Der Zarewitsch, cpo 777 523-2


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