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Agentur für Arbeit Lübeck

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"Stadtgespräch Jugendarbeit" - was steckt wirklich dahinter?

20. April 2010 (Kiel/HL-Red-RB) Lübeck-Lupe/Meinung: Vorweg - eine sehr gute Initiative nun. Aber man sollte sich erinnern, was es "früher" gegeben hat. Für Mädchen und Frauen "geschlechtsspezifisch" das "Haus an der Untertrave" - für Jungen/Männer nichts (Vergleichbares). Eine damit wohl unbestritten stärkere Lobby für Mädchen (und Frauen). Denn dort hatten "Jungs" nicht einmal Zutritt zum Disko-Nachmittag. Guten Willen zeigte aber immer wieder "mixed pickles", die sich zumindest "stundenweise" für "alle" öffnete. Sie haben aber auch ihre - ihnen gegönnte - geförderte Villa in der Schwartauer Allee.

Sicherlich versuchten Initiativen, auch für die "aufwachsenden Männer" ein Refugium zu schaffen. Aber in solcher "Szene" bestand da vor allem lange keine politische Chance. Keine Überraschung also, eine derart einseitige Einrichtung wie das an der Untertrave dem Rotstift zum Opfer fallen lassen zu müssen. Denn irgendwann war solcher nicht nur räumlicher "Luxus" nicht mehr zu vertreten - wenn auch "hinter verschlossener Tür" erst erkannt.

So überrascht durchaus in angenehmer Weise das gestern vorgestellte Stadtgespräch "Geschlechterbewusste Jugendarbeit", das - wenn auch unter der Prämisse "Gemeinsam sind wir stark" - endlich erkannt hat, das es nicht nur "pubertierende Mädchen" gibt, die unter sich bleiben wollen. Jungen haben auch und längst ihre Lobby verdient. Und wenn man gewissen und absolut unerfreulichen (sogar bis kriminellen) Entwicklungen endlich einmal entgegen treten will, muss das schnellstens "Gleichberechtigung" und keinesfalls konkurrierende Lobby haben. Ehrlich gesagt - mir scheint diese Stadtgesprächs-Aktion "Mittel zum Zweck" - also nur zur Not auch mit "Männers"?

Seien Sie mir nicht böse – aber diesem „Schulterschluss“ glaube ich (noch) nicht so ganz. Und es gibt nicht wenige, die zwischenzeitlich nach einem „Männerbeauftragten“ fragen. Frauenhäuser gibt es immerhin deren zwei in Lübeck. Und für Männer? Man muss ja nicht wegen einer durchaus beiderseitig ausgelösten „Entfernung aus der Wohnung“ nicht Obdachlosen/Alcos zugewiesen werden, wobei die „Ehefrau oder Partnerin“ in der Regel in der gemeinsamen Wohnung verbleiben darf. Auch die zunächst stundenweise "Parkbank" als Schlafplatz als Ersatz kann der Einstieg zum absoluten Ausstieg bedeuten.

Damit nicht auch diesen Handlungsbedarf vergessen – nämlich „aus der Wohnung entfernten Männern" vorübergehend eine ähnlich seriöse Alternative wie zu der der Frauen zu ermöglichen. Bei aller Anerkennung - aber die "Heilsarmee" sollte das nicht gleich sein.

Zwei unterschiedliche „Paar Schuhe“? Nein – denn auch dies ist erneut die Frage der bisher einseitigen Lobby in dieser Stadt. Gewünscht sind dazu Nachdenklichkeit - und Fairness. Die Frage ist also auch, wer da mehr "Nachholbedarf" hat: Jungen u n d Männer - so könnte/müsste man (berechtigt?) reagieren,

Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime

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