Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

PD Lübeck: Menschenverachtende Flucht vor der Polizei

19.10.2008. Meinung: Polizeinachrichten spielen in Lübeck-Teatime nur dann eine gewichtige Rolle, wenn Zeugen gesucht oder von der Behörde Fragen zu Vorfällen gestellt werden. Etwa wie heute – bei dem Fall es „Porsche-Fahrers“ - wenn ein solch unglaubliches Verhalten festzustellen ist.

Was hätte da alles passieren können. Es kann nur gehofft werden, dass bei diesem Menschen das Strafrecht zu voller Anwendung kommt. Im Grunde muss an dessen Verstand gezweifelt werden, wenn er nicht ohnehin unter „Alkohol oder Drogen“ gestanden hat. Eine Entschuldigung kann das allerdings auch nicht sein.

Nun der Wortlaut der Polizeimeldung:
"Menschenverachtende Flucht vor der Polizei

Am Sonntagvormittag flüchtete ein dunkler Porsche-Cayenne mit schwedischen Kennzeichen gegen 11.10 Uhr vor einer Polizeikontrolle in der Possehlstraße. Der Fahrer raste mit weit überhöhter Geschwindigkeit mitten durch Lübeck, wich jedem sich zeigenden Streifenwagen aus und verschwand zeitweise in Mecklenburg-Vorpommern. Zeugen sprachen von Geschwindigkeiten jenseits der 100 km/h. Der Porsche fuhr dabei absolut rücksichtslos in den Gegenverkehr oder auch mehrere hundert Meter über Fußwege. Wären die Autofahrer, Fußgänger oder Radfahrer nicht ausgewichen, dann wäre es unweigerlich zu schweren Zusammenstößen gekommen. In der Wesloer Landstraße erfasste der Porsche das Fahrrad eines fünfjährigen Mädchens, das nicht schnell genug reagieren konnte. Der Porsche dürfte gegen das Stützrad des Kinderrades gestoßen sein. Das Kind stürzte und wurde mit einem Schock in die Uniklinik Lübeck gebracht. Die Lübecker Polizei verfolgte den Wagen 55 Minuten lang mit allen verfügbaren Fahrzeugen. Dabei wurde sie von den Kollegen aus Mecklenburg-Vorpommern tatkräftig unterstützt. Häufig verloren die Kollegen den Porsche aus den Augen, eine Befragung entgegenkommender Autofahrer half aber immer weiter, der Porsche war aufgefallen. Die Einsatzleitstellen „Schwan“ in Schwerin und „Trave“ in Lübeck koordinierten ihre Fahrzeuge und besetzten neuralgische Punkte. Dadurch wurde der Kreis um das Fluchtfahrzeug immer enger, bis schließlich bei Harkensee, nördlich von Dassow der Wagen gestellt werden konnte. Ein Streifenwagen des 2. Polizeireviers Lübeck fuhr in das Heck des Porsche und verkeilte sich dort. Dadurch war eine weitere Flucht unmöglich. Kollegen aus Mecklenburg Vorpommern nahmen den Fahrer gegen 12.10 Uhr ohne weiteren Widerstand fest. Bei dem Auffahrunfall verletzte sich ein 24 jähriger Lübecker Polizist am Knie und musste in einer Klinik behandelt werden. Insgesamt beteiligten sich 20 bis 25 Streifenwagen beider Länder an der Fahndung.

Fahrer des Porsche Cayenne war ein 52 jähriger Schwede, warum er vor der Polizei flüchtete ist zur Stunde noch unbekannt, in Deutschland liegt gegen den Mann nichts vor, ein internationaler Haftbefehl besteht nicht. Mittlerweile befindet sich der Tatverdächtige im Lübecker Polizeigewahrsam. Der Mann soll am Montag wegen Straßenverkehrsgefährdung in mehreren Fällen in Lübeck einem Haftrichter vorgeführt werden. Dazu ist es wichtig, dass alle diejenigen, die sich vor dem dunklen Porsche Cayenne in Sicherheit bringen mussten, auch bei der Polizei melden. Jede einzelne Gefährdung muss schriftlich dokumentiert und dem Richter vorgelegt werden. Betroffene melden sich bitte bei der Polizei Lübeck unter 0451-1310."

Impressum