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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Flughafen HL: Verletzt SH-Radiosender Nachrichten-Neutralität?

08. April 2010 (HL-Red/RB). Meinung: Es ist gerade grotesk, wie manche Medien mit ihrer Prämisse, „überparteilich und unabhängig“ umgehen. Das gilt leider nicht nur für „Papier“, sondern in diesen Stunden für einen Radiosender dieses Bundeslandes, der nun ständig ausschließlich einen bestimmten lübschen Parteivertreter zu Wort kommen lässt, warum er gegen die Fortführung des Lübecker Flughafen ist und davon ausgeht, dass sinngemäß „die leeren städtischen Kassen den Wähler zum Nein“ veranlassen werden.*) Eine Partei, die genauso wie alle anderen hier über Jahrzehnte Geld ausgegeben hat in politischen (auch Mit-)Entscheidungen, das nicht da war. Aber darum geht nun auch nicht. Wenn dieser Radiosender g l e i c h z e i t i g Gelegenheit zu gegenteiliger Auffassung gäbe, wäre das kompetent. Aber genau das entspricht dem Verhalten dieser "Gruppe", von der Lübeck-TeaTime zunächst Pressemitteilungen „ge m a c h t“ bekam, auf die dann von mir verzichtet wurde, da eine ähnliche Stimmungsmache im Gerangel Carstensen/Dr. Stegner zugunsten des SPD-Politikers getrieben wurde. Das Nachrichten-Niveau allerdings von heute passt dazu.


Vielleicht sollte man Radio Dänemark abrufen – das klingt wie „Urlaub“, und die sollen reden was sie wollen. Die sind in der Regel nicht zu verstehen. Aber in anderem Sinne, als solch unerträgliche Einseitigkeit.

Man kann ja gerne seine Meinung kundtun. Aber dazu gehört die journalistische Grundregel, dieses dann deutlich voran zu stellen. Für Nachrichten muss besagte Regel „überparteilich und unabhängig“ gelten. Oder für wie blöde halten Redakteure eigentlich Hörer, Seher und Leser? Ich bin gerne bereit das Wort „blöde“ an andere Stelle zu setzen. Dann allerdings, ungeschätzte KollegInnen, setze ich selbstverständlich den Zusatz „gewisse“ dazu. Obwohl diese „Blödheit“ bestimmt „Absicht“ wäre. Denn eine solche liegt auf jeden Fall vor – nämlich undemokratische Beeinflussung einer Wahl. - Außerdem muss Lübeck nicht haben, was Kiel auch nicht (mehr) hat. Auch wenn die nahe Autobahn hier auf "Styropor" gebaut wurde und bald nicht mehr zur Verfügung steht. Früher hieß das auf "Sand". Vielleicht verbiegen dann im nächsten Sommer wieder die DB-Schienen um Lübeck herum. Dann geht hier nichts mehr...

*) Was wäre denn, wenn ein „Ja“ zum Flughafen beim Bürgerentscheid herauskommt? Rücktritt von politischen Führungskräften – oder Neuwahlen? Der Ortsverein Travemünde ist ja schon geschlossen zurückgetreten wegen der politischen Unverantwortlichkeiten dort: Flucht vor – rückblickend - eigenem Versagen oder ein ehrliches Zeichen der Aufgabe gegen Großkopferte ihrer „Stadtpartei“? Man könnte in Lübeck zwischenzeitlich davon ausgehen, auf die Bürgerschaft verzichten zu können. Warum? Nun, die Großkopferten machen das schon alleine. An Basis orientierte Parteiarbeit erinnert oftmals nur noch wenig. Diese Tugenden scheinen aber bis „Berlin“ hin im „Küstennebel“ zu entschwinden.

Schlimm, dass die demokratische Gewaltenteilung (längst) von drei auf vier angewachsen ist. Nämlich die dazu Gekommene ist die der Medien. Noch schlimmer – an welcher Stelle stehen dieser von 1 – 4?

Einen guten Abend wünscht
Reinhard Bartsch,
Herausgeber Lübeck-TeaTime,
und zu solchem „un-demokratischen“ Radio-Verhalten „gute Nacht“ - im negativen Sinne des Wortes



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