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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Flughafen: Hohnlachen von Kiel bis Rostock, HH - Kopfschütteln

27. November 2009 (HL-red.) Lübeck-Lupe/Meinung: Nicht ohne Grund war es gelungen, für den Flughafen Lübeck sogar einen DB-Haltepunkt zu erwirken. Immerhin hat sich die Deutsche Bahn einmal überzeugen lassen, dass da nicht nur wieder ein "Haltepunkt" mit Bahnübergang ausreichend ist, sondern Brücke und Fahrstuhl im Interesse wohl in erster Linie von gehbehinderten Fluggästen liege. Auch die direkte Verbindung Lüneburg-Lübeck-Travemünde stand schon im Gespräch. Heute - wie ein Beitrag in HL-live zu sehen - wurden die Arbeiten an just diesem Fahrstuhl fortgesetzt.
Zum Zeitpunkt der Entscheidung über weitere Infrastruktur-Maßnahmen von Bund und Land konnte man sich mit Sicherheit dort in keiner Weise vorstellen, was nun in der heutigen "Polit-Provinz Lübeck" möglich wurde mit einem Beschluss, der auch nur im Entferntesten mit historischer Weitsichtigkeit einer Hanse - und Lübeck war nicht zufällig der "Kopf" dieses über Jahrhunderte erfolgreichen Zusammenschlusses - nachkommt. Der abgesprungene Investor ist verständlicherweise seinen Problemen aus der Weltwirtschaftskrise verpflichtet. Kein Wunder, dass der sieht, wo er sich „sein Geld“ zurückholt - ja froh ist, dass dies juristisch geht. Vielleicht ist er trotzdem unglücklicher darüber, als er zugibt.

Ryanair hat sich m. E. noch nicht dazu geäußert. Aber bei solcher Wankelmütigkeit einer Bürgerschaft kann allem ganz einfach aus dem Weg gegangen werden - und der erste „Zeh des Fußes“ wurde dort bereits „aufgesetzt“ - Rostock. Man kennt sich gut oder auch - frau. Denn ohne Lübeck ergibt sich plötzlich für diesen Nachbarn genau das, was zuvor für die Travestadt entscheidend punktete. Berlin ist weit, Hamburg weit genug – Skandinavien ein tolles „Hinterland“ wie die baltischen Staaten. Wann also steigt Ryanair da ein – mit sofort einer Base? Und welche Verpflichtungen hätte HL, wenn Ryanair Lübeck-Blankensee „verliert“? Nicht vergessen – wie ich gestern schon bemerkte – hier agieren Hobby-Politiker. Die Profis sitzen leider auf der „anderen Seite“!

...ach und noch eines: Was gilt da für Lübeck noch in Sachen „HanseBelt“? Die Infrastruktur kann man auch umleiten – direkt von der Brücke nach Hamburg. Dann hätte im übrigen auch die DB-Eingleisigkeit Kiel-Lübeck weiter ausgereicht. Und auch HL Richtung Lüneburg.

Ganz „ehrlich“: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Rot-Rot-Grün wirklich „nur“ weiteren Investitionen nicht mehr nachkommen will. Ich will einmal ganz „clever“ sein: Die haben ein Ass im Ärmel, was sie "überraschend" ausspielen werden. Denn so politisch-bieder kann man wirklich nicht sein. Wenn aber alles wirklich so gemeint ist, wie „beschlossen“, wird eines leider dann auch nicht folgen: Köpfe werden nicht rollen; denn dafür bräuchte man kompetente(re)n Ersatz. Und die nächsten HL-Wahlen sind auch noch fern.

Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime

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