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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Zu katholischer Grundschule, Ökumene bis Minarett und Muezzin...

14. Oktober 2009 (HL-red.) Meinung: Bei aller Toleranz und Wertschätzung gegenüber verschiedensten Religionen dieser Welt fällt es mitunter schon sehr schwer zu verstehen, dass in manchen Ländern immer noch "Mittelalter" angesagt zu sein scheint. Das Christentum hat sich in den Kreuzzügen nicht besser als ihre moslemische Gegenseite gezeigt. Sie haben sich – dabei Frauen und Kinder – gegenseitig umgebracht. Luther verursachte mit dem Denken um die Freiheit des Christenmenschen einen Umbruch zumindest im Christenglauben. Heute biedert sich "seine" protestantische Kirche in der Ökumene Vergangenem an und die eigenen Glaubensschwestern und -brüder vermögen das oftmals nicht zu verstehen. Hat sich aus besagtem 16. Jahrhundert daraus doch durchaus selbst die Demokratie auf heute entwickelt. Nostradamus sprach in seinen "drohenden" Weissagungen vom Kamel, das aus dem Rhein trinken würde. Das hat sich - wie andere Vorhersagen längst bestätigt. Übrigens hat er auch Hitler „gesehen“ - oder die Atombombe.
Am Rhein soll schon der Muezzin die Gläubigen zum Gebet rufen. Wir im Norden wissen das im Grunde nicht so genau. Ist ja auch weit weg. Lautstark mittels Lautsprechern, obwohl die moderne Armbanduhr am Handgelenk sagen könnte, wann das eben fünf Mal am Tag sein soll. Zugegeben: Anfang der 60er habe ich in Bonn selbst erlebt, dass sich „Zugezogene“ oder Andersgläubige erfolgreich gegen das Glockengeläut zur katholischen Frühmesse gewehrt haben. Aber ist es nun „moderne“ Toleranz, wenn im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf der Muezzin von seinem „Turm“ zum Gebet rufen darf? Könnte es sein, dass man sich dadurch im eigenen Glauben "verhöhnt" fühlt. Denke man an die Gewalt anderer.

Religion, Glaube findet im Innern des Menschen, in seinem Herzen, in seinem Denken statt. Zumeist im Stillen also. So, wie es Jesus beschrieben hat. Ohne also „Andersdenkende“ zu berühren – weder optisch noch akustisch. Das Grundgesetz wird nicht verletzt, wenn das erwartet wird; denn die strittigen Dinge etwa um Minarett und Gebetsruf sind absolute Äußerlichkeiten, die damit nichts zu tun haben. Es geht nicht darum, in islamischen Ländern die christlichen Glocken eines neu zu bauenden Gotteshauses läuten lassen zu wollen – etwa als „Test, was dort denn dazu passiert“.

Man sollte endlich das „Schwert“ aus der Hand nehmen, den Finger nicht auf andere richten – denn gerichtet wird eines Tages durch Gott – wie er sonstwo heißen sollte. Auch Hass zu säen gehört zu den Sünden – wie Bomben zu werfen und Unschuldige zu töten, ja - im Glauben nur zu "ärgern".

Mut also zur geistigen Weiterentwicklung, Mut, in der Stille „zu glauben“ - das schafft Toleranz. Fassen wir in diesen Tagen an die Lübecker "Nase": Auf der einen Seite werden „gleich machende Schulen“ etwa für die ersten sechs Jahre gefordert. Nun kommt die katholische Kirche Lübecks und fordert eine katholische Grundschule. Kompliment – das passt nun „wirklich“ gerade jetzt. In der Schule soll gebetet werden. Gerne – aber was ist zu Hause bei den Schülerinnen und Schülern? Wer ist so naiv zu glauben, da betet man oftmals anders – wenn überhaupt – als im Geplapper einer unaufmerksamen, oberflächlichen Schulklasse?

Liebe Eltern: Geben Sie ihren Kindern mit, selbst zu Hause die Hände zu falten und zu beten – etwa „lieber Gott, mach die Mama wieder gesund“. Auch im Stillen, im Bett(chen), vor dem Schlafen. Und nicht sagen, das hätte Zeit, bis Kinder 14 Jahre alt sind und selbst entscheiden können. Wenn das mitgegeben wird, „erledigen“ sich manche „Rückschritte“ von selbst, zumal die Kirchentüren weit offen sind – auch für Eltern und Kinder. Jeden Tag...

Noch einmal: Weniger Äußerlichkeiten, mehr im Innern, mehr Seele. Denn da schaut Gott hinein. Verlassen Sie sich darauf.

Autor: Reinhard Bartsch


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