Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Gedanken zur Vor-Vor-Vor - Advents- und Weihnachtszeit...

17. November 2018 (HL-Red-RB) Meinung: Vor den nun kommenden "Stillen Sonntagen" wie "Volkstrauertag" und "Totensonntag", dazwischen der einseitig gegenüber den evangelischen Christen zugunsten der Einführung der Pflegeversicherung "für alle" des als gesetzlicher Feiertag geopferten "Buß- und Bettages", mag Verständnis bestehen, wenn bereits auf adventliche oder vorweihnachtliche Termine und Veranstaltungen , ja sogar den Jahreswechsel, hingewiesen wird. Mit dem "Weihnachtsschmuck" in der Stadt kann sicherlich nicht erst nach dem 26. November (Totensonntag) begonnen werden. Das ist wohl "arbeitstechnisch" dann nicht mehr termingerecht zum ersten Adventssonntag zu schaffen. Steht im übrigen in keinem wirklichen Verhältnis wie zum adventlich-weihnachtlichen Warenangebot bereits im September. Vielleicht sollen dann auch nur die prall vollen Produktionslager für den Nachschub geräumt werden.

Soll von Lübeck-TeaTime bemerkt werden, wenn auch deher zum "Überdernken". Denn damit geht uns leider ein Hauch von dem verloren, was uns eigentlich die Advents- und Vor-Weihnachtszeit vermitteln möchte. Der - auch evangelisch - geprägte Weihnachtsmann, auch eine Abkehr vom Nikolaus, tritt etwa ab dem 19. Jahrhundert auf. Immerhin hat sich offenkundig ein wenig "Reformation" auch im katholischen Bayern durchgesetzt zu haben: Der Weihnachtsmarkt nicht nur in München jedenfalls heißt "Christkindlmarkt"...

Sicherlich auch weniger geläufig, dass der Reformator Dr. Martin Luther die weihnachtliche Bescherung von über den St. Nikolaus zuvor, also am 6. Dezember, auf den 24. verlegte und das dem Christkind als Geschenkebringerin überließ.

In der vormaligen DDR übrigens war es zwar die Politführung nicht selbst, die die „geflügelte Jahresendfigur“ als Synonym für Weihnachtsengel einzuführen versuchte. Die hatte vielmehr das DDR-Satire-Magazin „Eulenspiegel“ veräppelnd erfunden, was aber im Sprachgebrauch des Normalsbürgers akeinen wirklichen Einzug fand. Wenn nun Schoko-Weihnachtsmänner in unserem Lande umgestaltet zusätzlich im Angebot stehen, mag das eine eher klägliche Idee sein. Denn auch andere „Religionsgemeinschaften“ feiern, wenn auch auf ihre eigene Art, Feiertage und Ver- wie Beschenken längst mit. Das ist sicherlich keine entscheidende Frage der Kopfbedeckung...,

schmunzelt
Reinhard Bartsch
Herausgeber Lübeck-TeaTime

Impressum