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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Mit Dichter Josef Weinhebers Versen in den September - und mehr.

01. September 2018 (HL-Red-RB) Meinung: Auch zur Begrüßung des Monats September stellt Lübeck-TeaTime die Verse des Dichters Josef Weinheber (1892 - 1945) aus dem "Kalendarium für Landleut" vor. Dort heißt es "Flurfeuer glimmt, Rauchnebel schwelt. Nach Hause zu gehen, ist wohl getan".
Jetzt ist also die Zeit gekommen, sich's auch zu Hause gemütlich zu machen - so hatte ich im vergangenen Jahr den ersten September-Tipp gegeben. Nicht ahnend dagegen im Laufe des bisherigen Klima-Jahres, dass bereits einige Monate auf ihre sonst "üblichen" Eigenheiten alles andere als eingehalten haben. Zu nass, zu trocken, zu kühl bis kalt und auch dazwischen zu warm. Eine Katastrophe geradezu vor allem auch in unserem "echten Norden" die mit ungewöhnlichen und andernd hohen Temperaturen verbundene Trockenheit, wenn wir auch von Waldbränden wie in anderen Regionen der Republik, die wohl auch noch in Teilen andauern, hier verschont geblieben sind. Da kann man nur "Gott sei Dank" sagen, wenn dies in der Liebe zum Nächsten fragwürdig erscheint, müssen diese - wie in der Landwirtschaft - um ihre Existenzen fürchten müssen.
Leider scheint die Politik mehr Sorgen um andere Dinge zu haben als den Betroffenen Sicherheit zu geben, dass ihnen geholfen wird. Unerwartete Milliarden mehr im Bundesetat - aber nun diese Chance zu nutzen, den Menschen eigenen Lande, und damit - wie bei den Landwirten auch deren Tieren - unverzüglich zu helfen, scheint sich die Bürokratie durchzusetzen. "Typisch deutsch"? Nun, nach diesem Ausflug in eine zusätzliche Meinung spare ich mir Weiteres zu diesen Gedanken. Zumindest dieser noch: Je später die "Wintervorräte" aufgefüllt werden können über finanzielle Hilfen, umso erfolgreicher werden Spekulanten sein mit überhöhten Verkaufspreisen. Stellt sich die Frage, welche Lobby da nun - wieder einmal - dahinter steckt...

Nun aber zurück zum September, der um den nun auch noch aktuellen Wirbel um Winter- und Sommerzeit und Klärung, ob abzuschaffen oder nicht, zumindest stimmt mit dem Vers des Poeten "...Sankt Michael zünd die Lampe an!" - es wird doch schon frühabends merklich schneller dunkel! So jedenfalls genannter Poet vor über 70 Jahren bereits:

"September
Ägyd bläst in des Herbstes Horn.
Die Beere schwankt am Brombeerdorn.
Der Apfel fällt mit leisem Laut,



Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck

Großauf am Bach die Distel blaut.
Die Schwalbe zieht, der Wanderschuh
Treibt dunkel einer Heimat zu.
Gekühlte Tage, klar und schön,
Mit braunem Laub und weißen Höhn':
Wie lange noch? Der Abend fällt,
Flurfeuer glimmt, Rauchnebel schwelt.
Nach Hause zu gehen, ist wohl getan.
Sankt Michael zünd die Lampe an!"


Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck

Großauf am Bach die Distel blaut.
Die Schwalbe zieht, der Wanderschuh
Treibt dunkel einer Heimat zu.
Gekühlte Tage, klar und schön,
Mit braunem Laub und weißen Höhn':
Wie lange noch? Der Abend fällt,
Flurfeuer glimmt, Rauchnebel schwelt.
Nach Hause zu gehen, ist wohl getan.
Sankt Michael zünd die Lampe an!"

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