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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Eifersucht & Neid fördern Morde - leider auch falsches Ehrgefühl

26. August 2018 (HL-Red-RB) Meinung: Auch heute sind die Gedanken von HL-live.de Pastor Heinz Rußmann zum Wochenende eine gute Quelle, Lübeck-TeaTime auf den Sonntag einzustimmen. Zu einem Thema, das seit Menschengedenken eines ist, das es immer geben wird, auch wenn im Grunde mehr als "unverständlich". Es geht um den Brudermord von Kain an Abel, wie die Bibel berichtet. Ein Mord, der dann schon unfassbar ist, geschah dieser in der eigenen Familie. Was also dann darüber hinaus in der ganzen Welt und aus Gründen, die über die genannten noch weit hinaus gehen. So etwa aus Gründen so genannter „Ehre“, die es selbst in der heutigen Moderne und damit über Steinzeit bis Mittelalter hinaus immer noch gibt. Dazu aktuell das Zusammenkommen verschiedener Kulturen im Zusammenleben dieses Gefahr läuft, ggf. ein gewisses „Verständnis“ im Begriff Mord dafür in rechtsstaatlicher Rechtsprechung abzuverlangen. Ein weiteres Thema zum Brudermord zwar an dieser Stelle, aber aus dieser Sicht hier Platz finden muss. Wenn es auch müßig bleibt die Frage zu stellen, welches der "entschuldbarere" Mord ist.

Im gegenseitigen Einvernehmen mit Pastor Heinz Rußmann – und mit herzlichem Dank dafür – nunmehr jedoch zu dessen Ausführungen:
„Eifersucht und Neid fördern Morde.
Über den Brudermord von Kain an Abel wird heute in evangelischen Kirchen gepredigt. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende auf die Bedeutung der biblischen Geschichte ein.
Kein einfaches Thema. Am Mittwoch saßen wieder acht Pastorinnen und Pastoren wie seit Jahrzehnten in jeder Woche im Lübecker Exegese–Kreis zur Predigtvorbereitung zusammen und diskutierten über den Text.
Auch Pastor Rudolf Albrecht war wie immer dabei. Das Besondere war, dass er gerade eine Predigt für die größte deutschen Internet-Predigtagentur in Heidelberg verfasst hatte. Etwa zwanzigtausend Leser werden sie sich ansehen. Unter www.predigtforum.de können auch Sie seine sehr interessante Predigt kostenlos lesen, übrigens mit einem Kommentar von mir als Kommentator im Redaktionsteam.

Was will uns der Bibeltext sagen? Warum Gott das Opfer von Abel annimmt und das Opfer von Kain nicht, darauf fanden wir keine Antwort. Ebenso wenig wie über die Frage, warum Gott immer wieder soviel Böses zulässt, trotz seiner vieln erfreulich tollen, göttlichen Fügungen. Pastor Albrecht stellt heraus, dass Kain nicht von Gott gerecht bestraft wird, sondern mit dem Leben davon kommt. Das wichtigste ist für Gott, dass die Heilsgeschichte von Adam und Eva über Seth, Noah und Abraham über die Propheten bis Jesus und zum Weltende und ewigem Gottesreich für uns Menschen weitergeht. Gottes Gnade hat kein Ende für uns, auch wenn jeder von uns nicht ohne Sünde ist. Weil aber gewöhnlich unsere Fehlverhalten in die Einsamkeit führen, muss Kain seine Familie und Gemeinschaft verlassen und auswandern. Später findet er seinen Weg. Er findet eine Frau, gründet sogar eine Stadt. Gott verzeiht ihm so, wie Jesus verzeiht. Jesus ist hier in der Heilsgeschichte der Bibel schon dabei.

Ein anderer studierter Schriftgelehrter aus dem Exegese Kreis zeigte einen anderen Schwerpunkt der Geschichte von Kain und Abel. Der moderne Theologe und Psychologe Eugen Drewermann erklärt und predigt den Bruder-Mord nämlich in seinem Buch "Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn" psychologisch durch Kains Neid und Eifersucht. Wir verheimlichen beide Gefühle gewöhnlich. Aber wer ist ganz frei von jedwedem Neid und Eifersüchteleien? Die anderen sind begabter und beliebter, reicher und schöner und werden zu oft vorgezogen. Unsere Eltern haben schon unsere Geschwister vorgezogen, nicht wahr? Der Chef oder der Ehepartner zieht manchal andere Menschen vor. Unerhört! Drewermann macht darauf aufmerksam, dass mehr Morde geschehen durch Eifersucht als durch Habgier. Ich kann einfach nicht mehr weiterleben, wenn dieser Mensch von meinen liebsten Menschen so vorgezogen wird! Er muss verschwinden! Und dann kommt es zum Mord oder Verbrechen. Übrigens gibt es auch Kriege zwischen Völkern, weil sie sich beneiden um ihres Reichtums und ihre Errungenschaften und ihre hohe Kultur.

Die Geschichte vonn Kain und Abel will uns auffordern, angemessen bescheiden und demütig zu sein und dankbar für alles das, was wir haben. Vielleicht sind ja auch andere neidisch auf uns! Es ist eine ständige humane und christliche Aufgabe. Ebenso, den Mitmenschen ihr Glück und ihren Erfolg zu gönnen.

Jesus hilft uns, dass wir uns von Gott geliebt und anerkannt fühlen, auch wenn wir manches an Schicksalssschlägen und Ungerechtigkeiten nicht verstehen. Er hilft uns durch unseren göttlichen Bruder Jesus gegen Neid und Eifersucht. Er ist liebevoll bei uns alle Tage bis an der Welt Ende (Mt 28,18).

Gute Wünsche für Sie

von Ihrem HL-live.de Pastor Heinz Rußmann."

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