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Besser recherchiert, kompetenter informiert - und zu "Luther"?

31. Oktober 2017 (HL-Red-RB) Meinung: So sollte es eigentlich sein. Aber in diesen Tagen war in den Medien wiederholt zu hören, dass der Reformator Dr. Martin Luther selbst nie im Norden war, dennoch aber die Reformation hier Einzug fand. Das mag sein oder ist ggf. nicht überliefert. Wo aber hätte er in deutschen Landen überall „auftreten“ müssen?! Ohnehin waren die Zeiten zumindest und in diesen Zeiten bis zum Augsburger Religionsfrieden 1555 durchaus nicht „sicher“ zwischen den – ich möchte es so nennen – konkurrierenden Konfessionen. Luther war im übrigen 1546 verstorben. So mag es sein, dass aus diesem Grund beispielsweise von den ihn Adelsherren, die sich der Reformation angeschlossen hatten, empfohlen wurde, sich vorzugsweise in deren Bereichen aufzuhalten. Diese, nicht nur weltlichen, sondern auch kirchlichen Würdenträger, oblag es offenkundig, sich über die Unabhängigkeit von der katholischen Kirche die „römischen“ Besitztümer einzuverleiben zu können, wie es bekanntermaßen etwa auch mit dem Kloster Reinfeld und dessen bis ins Mecklenburgische befindlichen Ländereien geschah.
Die Verbreitung der Reformation war somit - und vor allem auf diesem „Wege“ - überaus erfolgreich und dies sogar innerhalb kurzer Zeiträume. Vom deutschen Kaiser offensichtlich toleriert oder akzeptiert.

Mag der Augsburger Reichs- und Religionsfrieden – wie in Wikipedia ausgeführt - als Reichsgesetz des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation auf dem Reichstag auf dem Reichstag zu Augsburg zwischen Ferdinand I., der seinen Bruder Kaiser Karl V. vertrat, und den Reichsständen geschlossen, auch solchen gebracht haben, indem den Anhängern der Confessio Augustana (eines grundlegenden Bekenntnisses der lutherischen Reichsstände) dauerhaft ihre Besitzstände und freie Religionsausübung zugestanden wurde. Wirklicher Friede auf Dauer jedenfalls war damit nicht gesichert, wie der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 zeigte: Ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Europa und zugleich ein Religionskrieg.

Aber zurück zu der Frage, wie die Reformation auch in Schleswig-Holstein Einzug fand. Dazu diese Ausführungen aus WIKIPEDIA und damit zum Reformator Johannes Bugenhagen, einem Weggefährten Dr. Martin Luthers:
"Johannes Bugenhagen (* 24. Juni 1485 in Wollin, Herzogtum Pommern; † 20. April 1558 in Wittenberg, Kurfürstentum Sachsen), auch Doctor Pomeranus genannt, war ein bedeutender deutscher Reformator und Weggefährte Martin Luthers.

Nach dem Studium in Greifswald und Wirken in Treptow an der Rega schloss sich Bugenhagen 1521 den Ideen Luthers an, wurde 1523 Pfarrer an der Stadtkirche Wittenberg, Lehrer an der Universität Wittenberg und Generalsuperintendent des sächsischen Kurkreises. Als Reformator entwickelte er neue Kirchenordnungen für Braunschweig, Braunschweig-Wolfenbüttel, Dänemark, Hamburg, Hildesheim, Holstein, Lübeck, Norwegen, Pommern und Schleswig. Bei der Entwicklung der Kirchenordnungen und bei der Übersetzung der Bibel hat er eine nachhaltige Bedeutung für die sich herausbildende Evangelisch-Lutherische Kirche erlangt. Als Freund Martin Luthers war er nicht nur dessen Vertrauter und Beichtvater, sondern schloss auch dessen Ehe mit Katharina von Bora, vollzog die Taufe von deren Kindern und hielt die Grabrede für Luther."

Damit dürfte der besagte Medien-Hinweis, Luther wäre nie im Norden gewesen, absolut keine Bedeutung haben. Allerdings in dieser – unvollständigen Form – völlig überflüssig. Fragt sich also, warum überhaupt diese "Feststellung"...

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