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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

EKZ/Teil-Umfeld „verwahrlosen – miese Visitenkarte für Buntekuh

19. Juli 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Was ist los in Buntekuhs grünem und schönen Herz im Umfeld wie auch um das EKZ herum? Die Grünanlagen verkommen, werden nicht geplegt, so dass Schlingpflanzen und Disteln anderes überwuchern. Die Abfallbehälter quellen über, und wenn der Müll herum liegt nicht immer nur deswegen, sondern auch, weil die Krähen wissen, wo es „Leckeres“, vor allem bis zum Behälterboden hin, gibt. Der vor allem von der nahen Schule her stammende "Verpackungsmüll" aus hier beschaffter oder mitgebrachter Versorung findet leider auch nicht immer den sinnvolleren Weg in die Sammelbehälter.








...dieser Schmuddel verführt sicher nicht zum Besuch


Immerhin lässt die Hansestadt im Umfeld der Stichwege durch eigene Trupps wöchentlich aufsammeln. Fehlen nur noch Bereich des Schulhofs und des EKZ.

Mehrere Treffs haben sich etabliert, Dosen sowie Schnaps- und Likörfläschen werden achtlos in den bequemsten Abfallbehälter, also auf den Boden, entsorgt.



Ebenso unerfreulich ein Fahrrad, das derzeit – angekettet – nach und nach für Ersatzteile wohl abgebaut wird und so als Restschrott vor sich hingammelt. Am Bolzplatz wurde gestern ein seit Tagen verlassenes Rad auf den besagt städtischen „Müllsammler“ geladen. Ziel Fundbüro? Nun, kein Kommentar...

Ganz abgesehen davon, dass das Einkaufszentrum selbst vor Leere gähnt und die treuen Geschäfte wenig „Zukunft“ sehen, dass sich dort etwas ändert. Gerüchte besagen, der Bezug eines der größeren Bereiche wird nun endlich von einer „Lebensmittel-Kette“ belegt, womit vielleicht wieder andere Unternehmen und Geschäfte Interesse zeigen. In Erinnerung der große Umbau des nahen „plaza“, der sich um viele Anbieter ergänzte. Die Frage, ob damit auch die Tage des sky-Markte im Einkaufszentrum Buntekuh gezählt waren, hat sich offenkundig erledigt, was allerdings auch im ausgelösten Echo der Kunden immer mehr „verloren“ hat. Der ALDI-Markt jedenfalls war nicht der Übeltäter – im Gegenteil. Verschiedene Anbieter auf „engem Raum“ locken in der Regel sogar mehr Kunden an. Vorbei sind die Zeiten, da das Einkaufszentrum vor Aktivität strotzte: Modenschauen und kleine Feste waren die Regel. Nun scheint es vor sich hin zu sterben, was durch die „Verwahrlosung“ im Außenbereich geradezu unterstützt wird. Wer mag noch in solches „Zentrum“ gehen, wenn es draußen schon keinen guten Eindruck (mehr) macht. Ob es stimmt, dass der nun seit kurzem wieder nationale Eigentümer durch angeblich relativ hohe Mieten abschreckt, mag sein. Abschreckend ebenso, wenn seit mehreren Wochen eine der hinteren Zugänge „defekt“ geschlossen ist und der Reparatur harrt. Nicht täuschen, die heute „geöffnete“ war wohl nur eine manuelle Selbsthilfe.






... Foto ergänzt nach Geschäftsschluss: Wer soll diese Tür wieder schließen? Der Sicherheitsdienst?


Wenn da jemand vor der Tür steht und zurück muss, kann auch woanders hingefahren werden. Der Spruch „früher war alles besser“ stimmt hier tatsächlich...

Gegenüber gab es einmal einen Marktplatz, ein grün umrahmter Stadtteil-Mittelpunkt, der von anderen Stadtteilen sicherlich beneidet wurde. Warum immer mehr Marktstände wegblieben – nun, auch eine Frage der Preisgestaltung. Eigentlich könnte erwartet werden, dass gerade ein Markt günstig ist, abgesehen davon, dass auch Frische ein wichtiger Besuchsgrund ist. Wenn der nahe Discounter günstiger ist, eine andere Sache. Aber die Feststellung „Handelsklasse 1“ ist leider insgesamt eine aus dieser Sicht „Farce“. Versuchen Sie mal, einen Pfirsich – auch anderes Kernobst – zu zerteilen, wobei der Kern sich von selbst lösen soll. Von der Süße-Reife dementsprechend zu schweigen. Da scheint mir der Besuch eines Marktes sinnvoll, weil gleich vor Ort dieses Problem auch ggf. praktisch geklärt werden kann.

In guter Erinnerung die gepflegte Umzäunung mit auch Apfel- und Kirschbäumchen rund um den Markt Buntekuh. Der Eingang EKZ seitig – wie insgesamt - von schönem grünen Rasen umsäumt. Heute ist dort eine „erdene“ Trampelfläche, wenig ansehnlich, dafür aber wohl „pflegeleicht(er)“...

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Noch schlimmer ein paar Schritte weiter die Überreste einer hölzernen Randung der Rasenfläche eines Wohnbereiches. Geblieben sind nur noch kleine Pfähle, in denen oben lange Nägel stecken. Wer da stolpert und darauf fällt, dürfte Gefahr laufen, seine Augen zu verletzen und sogar zu verlieren. Vor allem für Kinder besagte Gefahr, zumal diese nicht unbedingt ausreichend aufmerksam sind. Warum auch sollten sie mit so etwas rechnen? Oder die Eltern?







Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck

Alles dies kann tagtäglich gesehen werden. „Macht ja nichts, sieht ja keiner“ gilt hier nicht. Hier stehen einige Bereiche in der Verantwortung: die Stadtteil-Politik, die ihren Bereich kennen solltenund eben nicht wegsehen. Eigenturm verpflichtet – auch wenig bekannt offenkundig bei den Eigentümern der Immobilien. Sonst würden sich die „Hausmeister“ mehr kümmern. Oder auch Unternehmen, die Rasen mähen. Die könnten aufmerksam machen bei ihren Auftraggebern. Oder die Polizei, die auch Gefahrenstellen wie die der besagten Nägel bei ihren Rundgängen sehen dürften. Aber auch - „wir“. Wir alle, die in diesem Bereich wohnen. Kopf schütteln nützt gar nichts: aktiv werden, sich kümmern. Nerven Sie doch „ihre“ Vertreterinnen und Vertreter der Politik – denen bleibt im Grunde nichts übrig, als tätig zu werden. Denn die wollen wiedergewählt werden. Kennen Sie übrigens alle diejenigen der Parteien, die für den beschriebenen Bereich „zuständig“ sind? Zugegeben – ich auch nicht. Stände, an denen vor Wahlen Rosen verteilt werden, reichen jedenfalls nicht aus.

Lübeck-TeaTime kümmert sich. Auch wie zum nun in der Schonzeit geschnittenen Bäume und vor allem Büsche durch den „Grünen Trupp“ der Hansestadt. Drei Tage lang passierte dieser Verstoß gegen des Naturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) im Bereich der Stichwege Baltic-Schule bis Fregattenstraße - verhindert werden konnte das leider nicht mehr. Es wurde gleich zu Beginn meines Hinweises munter weiter geschnitten. Stadtseitig wurde nicht reagiert – immerhin wurde nun der Verstoß „zugegeben“. Nützt aber nichts mehr. Der Vogel- und Individuenwelt wurde großer Schaden zugefügt. Nahrung, aber auch Nistplätze wurden „vernichtet“, und auch die Versorgung im Herbst und Winter ist mangels Früchten, Beeren und Samen erheblich minimiert. Gewohnte Reviere sind zerstört, vorhandene verteidigt oder neue können nicht gefunden werden – vor Ort kommen einige oder viele um oder wandern ab. „Interessiert nicht“, hieß es durch die „SchnitterIn“: „Wir führen nur unseren Auftrag aus!“

Deren und überhaupt das Argument „ab Johann' und Juli“ darf geschnitten werden, ist ein für die Natur gefährlicher Irrtum. Erlaubt ist lediglich ein Schonschnitt (Schonzeit 1. März bis 30. September). Es gibt allerdings weitere, aber sehr strenge Ausnahmeregelungen, für die hier die Voraussetzungen nicht erfüllt waren. Das Bundesgesetz gilt selbstverständlich auch für den Bereich „Grün“ der Hansestadt. Muss ich hier nicht genauer wiederholen. Die Rubrik „Natur“ in Lübeck-TeaTime gibt dazu hinreichend Auskunft.

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