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8. Mai 1945: Dt. "Niederlage" im 2. Weltkrieg oder "Befreiung"?

08. Mai 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Kriegsende II. Weltkrieg am 8. Mai 1945: Ein Tag, der nach wie vor für die einen als Tag der "Niederlage" steht, für andere der der "Befreiung vom Nationalsozialismus". Darüber zu streiten dürfte aus deutscher Sicht kaum möglich. Denn geht man von dem Leid aus, das dieser Krieg - und nicht nur dieser - über die Welt gebracht hat, kann es nicht anders lauten, als dass Völker und ihre "Führung" in der Verantwortung stehen, sich anderen gegenüber nicht als "die Herren der Welt" zu versuchen. Kürzlich hieß es, "Befreiung, da Deutschland selbst dazu nicht in der Lage gewesen sei". Was, wenn das Stauffenbergsche Hitler-Attentat gelungen wäre. Wie und was hätte sich letztlich verändert? Der Krieg wohl zuende - doch unter welchen Bedingungen? Und wie wäre ein "neues Staatsgefüge" entstanden - demokratisch am Beispiel der "Weimarer Republik" oder unter einer "Militärregierung" - des eigenen oder der Hoheit der Allierten? Was wäre wenn? Müßig. Die Katastrophe jedenfalls nahm weiter ihren Lauf und war erst am besagten Mai-Tag 1945 beendet, wenn auch noch lange nicht überwunden. Weder in unserer nun freiheitlich demokratischen Repunblik - noch in vielen Staaten, die unter diesem Krieg haben leiden müssen.

An dieser Stelle aus "WIKIPEDIA" Information zum "Kriegesende 8. Mai 1945" - und wie man darüber denken kann:

"In der Bundesrepublik Deutschland ist der 8. Mai kein Feiertag, dennoch finden bis heute insbesondere zu „runden“ Jahrestagen des 8. Mai 1945 entsprechende Veranstaltungen statt. Große Beachtung fand 1985 die Rede des Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker vor dem Deutschen Bundestag zum 40. Jahrestag. 2005 fand in Berlin zum 60. Jahrestag ein „Tag der Demokratie“ statt.
Seit 1985 wurde in der Bundesrepublik verstärkt darüber diskutiert, wofür der 8. Mai 1945 steht: für die totale militärische Niederlage Deutschlands oder für seine Befreiung vom Nationalsozialismus. Während in der Nachkriegszeit der Aspekt der Niederlage im Vordergrund stand, hat der Aspekt der Befreiung zunehmend an Gewicht gewonnen. Historisch haben die Alliierten allerdings nicht gegen das Deutsche Reich Krieg geführt, um es zu befreien, sondern um es militärisch zu besiegen. Nach Einschätzung von Historikern wie Hubertus Knabe muss bei der Anwendung des Begriffs Tag der Befreiung zudem zwischen Ost- und Westdeutschland unterschieden werden, da die Ostdeutschen erst ab 1989 die Chance erhalten hätten, eine Demokratie aufzubauen. Josef Stalin habe zwar entscheidend dazu beigetragen, den Nationalsozialismus militärisch zu besiegen, den Sieg aber dazu benutzt, seine eigene Diktatur zu errichten.
Seit dem 8. März 2002 ist der 8. Mai im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern jedenfalls staatlicher Gedenktag als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und der Beendigung des 2. Weltkrieges.

Auch in anderen am Zweiten Weltkrieg beteiligten Staaten wird der Jahrestag des Kriegsendes in Europa als Feiertag begangen, so in Frankreich, Tschechien und der Slowakei. In der Sowjetunion wurde am 9. Mai der Tag des Sieges als gesetzlicher Feiertag begangen, da die Kapitulation gegenüber der Roten Armee erst nach Mitternacht MEZ erfolgte und zudem der Waffenstillstand nach Moskauer Ortszeit erst am 9. Mai in Kraft trat. Nach der Auflösung der Sowjetunion ist in den meisten ihrer Nachfolgestaaten der 9. Mai – als Tag des Sieges – ein gesetzlicher Feiertag.
In den Niederlanden wird der Befreiungstag schon am 5. Mai begangen, dem Tag, an dem der kanadische General Charles Foulkes und der deutsche Oberbefehlshaber Johannes Blaskowitz im Beisein des Prinzen Bernhard im Hotel De Wereld in Wageningen die Kapitulation der deutschen Truppen in den Niederlanden besiegelt haben."

Ob nun der 8. oder der 9. Mai 1945 für Deutschland als Ende des II. Weltkrieges gilt, folgende Stichworte:

"8. Mai:
Karl Dönitz verkündet zwischen 12:30 und 12:40 Uhr über den Flensburger Sender die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht

9. Mai:
Wiederholung der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation in Berlin-Karlshorst gegenüber der Sowjetunion, auf deutscher Seite unterschreibt Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel
die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht tritt an allen Fronten in Europa in Kraft."

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