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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Nun doch auch „andere“ Gedanken zum Sonntag...

07. Mai 2017 (HL-Red-RB) Eigentlich hatte ich heute nicht die „Absicht“, einen Text zu „Gedanken zum Sonntag“ über den Hinweis auf die „Weltausstellung Reformation“ in Wittenberg hinaus Nachdenkliches zu verfassen. Leider hat sich nach einem morgendlichen Spaziergang dann doch etwas ergeben, was mich darüber eben doch „nachdenken“ lassen muss, was zwar wahrlich keine neue Erkenntnis, zumal die Frage darauf wohl wir Menschen weder beantworten können, noch zu Lebzeiten beantwortet bekommen: Die Frage nach den auch unguten Geschehnissen, die auf Erden passieren, obwohl die Bibel doch aussagt, „die Schöpfung sei gut“, wenn auch so sehr pauschal formuliert. Kein „Paradies auf Erden“, auch klar. Nur nicht selten mögen wir dann doch bezweifeln, ob das, was an schlimmen Dingen passiert, dazu „passt“. Zweifel sind allemal erlaubt, bedürfte es nicht des „Glaubens“ und damit vor allem Vertrauens. Mir sollte auch niemand sagen wollen, frau/man hätte noch nie „ge- oder bezweifelt“. Aber auch dazu nicht weitere Gedanken, wenn nicht so ganz auszuschließen.

Vielmehr eben, in den vergangenen Tagen und durchaus auch vielen Wochen, die Natur beobachtet zu haben, die gerade im vergangenen Monat nicht einmal ein „April war, der macht, was er will“. Denn das hätte ständigen (Wetter-)Wechsel bedeutet. Wenn ich jedenfalls recht erinnere, hatten wir vielleicht zwei oder drei Tage Wetter -Ahnen auf Frühlings-Mai oder sogar Sommer ähnliche Tage. Dennoch immer wieder - durchaus optimistische – Freude auf „Besseres“, gerade dann, wenn die Natur zeigte, dass sie „reagiert“. Soll heißen, wenn es für sie „so weit“ ist, nach Überwindung des Winters in den Frühling einzusteigen.

So schmusten die Ringeltauben schon im zeitigen März, wenn sie auch noch nicht Nester besetzten oder mit Reparatur oder Neubau begannen. Aber noch nicht lange her, da bestand der Eindruck, entweder als Paare treulich zusammen zu bleiben oder „Saisonehen“ einzugehen. Und seit wenigen Tagen dann in der nahen Birke der Start mit Ausbau des Nestes bis hin zu offenkundigem Beginn des Brutgeschäftes, wie es so schön heißen mag.

Aber nicht nur da. Auch auf der Balkonseite der Redaktion verstärkt regelmäßiger Anflug der Meisenknödel, sondern auch „Kontrolle“ des Nistkastens mit nun sogar Belegung. Sogar zu beobachten, dass - in diesem Jahr Blaumeisen – bereits zu brüten scheinen, zumal „eine meist drinnen ist und von außen gelegentlich sogar gefüttert wird“. Auf jeden Fall sind wieder rundum Blaumeisten zu sehen, die über den Winter – im Gegensatz zu den Vorjahren - verschwunden waren.

Eine also gute Entwicklung, die schon sehr erfreuen konnte. Leider aber, und damit zurück zum morgendlichen Spaziergang, als ich auf dem Boden unterhalb des besagten Taubennestes in der Birke gelbe Flecken und ein paar Eierschalenrest entdeckte. Zwei Möglichkeiten also zunächst: Entweder ein Ei aus dem Nest gefallen oder geräubert. Dann jedoch ein trauriger Anblick oben von der Redaktion aus: Das Nest ist weg. Nicht nur leer – nein, die Astgabel/Stamm „blank“.



...als wäre hier nie "etwas" gewesen

Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Klar – das ist die Natur. Das ist nicht ungewöhnlich, dass Nester geplündert werden. Von Krähen oder Eichhörnchen. Die erst Amselbrut übrigens, so erschreckend das sein mag, dient – Krähen und Elstern als Futter für deren Junge. Von daher folgen weitere Brutversuche. Im vergangenen Jahr war beispielsweise bei „unseren“ Ringeltauben erst die August – Brut erfolgreich, wenn auch von zwei Jungen nur eines überlebt hat. Eines lag unterhalb des Baumes auf dem Boden, war verletzt, und hat wahrscheinlich trotz meiner Hilfe und Abgabe im Tierheim nicht überlebt.

Nun zurück zum „Vorspann“ und damit der Überlegung, ob Gottes Schöpfung doch nicht „so gut ist“, müßig. Ganz abgesehen davon, dass weltweit Grausamkeiten geschehen, die an besagt „guter Schöpfung“ eben doch zweifeln lassen könnte. Wie gesagt – eine Antwort gibt es und wird es auch nicht geben.

Zweifel also erlaubt, traurig sein auch. Aber – Gutes gibt es auch. Gerade wir sollten uns klar darüber sein, in welchem „Glück“ wir in unseren Breiten doch leben dürfen. Das sollten wir nie vergessen mit durchaus auch - Konsequenzen, ja sogar an diejenigen nicht nur zu denken, sondern dabei „aktiv“ sein.

Eine Gedankenbreite, zugegeben. Zum „Aber“ jedoch nun kein Kommentar...

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