Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

„Kreuzigung des Sohnes Gottes“ - einfach zu glauben?

14. ­April 2017 (HL-Red-RB) Nicht nur am heutigen Karfreitag – zugegeben, Gedanken um den Kreuzestod Jesus Christus, der sein Leben hingab, um mit seinem Sterben für uns Menschen die Gnade seines Vaters, also Gottes, dann, wenn wir unsere Sünden bekennen, bereuen und darum bitten, im Verzeihen nicht nach unserem Tode in Finsternis vergehen, sondern ein „ewiges Leben“ geschenkt zu bekommen. Im Hause Gottes, der viele Wohnungen, wie Jesus gesagt hat, bereit hat dafür. Das Alte Testament, das über seine Propheten auf das Kommen und dieses Sterben des Gottessohnes bereits vorbereitet und ausführt, wie dies geschehen wird, ist für mich etwas, was noch nicht mit bloßem Glauben zu tun hat. Menschen, die „in die Zukunft“ zu sehen vermögen, sind – Seher. Aber das Kommen Jesu und das, „wofür“, bei allen seinen Anfechtungen selbst; denn er betet im Garten Getsemani am Karfreitag: "Lass diesen Kelch an mir vorübergehen!" zeigt doch, dass er selbst Gedanken hatte, dem allen zu entgehen, was ihm vorbestimmt sein sollte. Eigentlich wie jeder andere Mensch im Wissen, was ihm – wahrscheinlich - bevorsteht.
Kreuzigung, Grablegung, Auferstehung – bis hin zu Himmelfahrt und Pfingsten, an dem die Jünger Jesu zu „Missionaren“ wurden auf das Geheiß „...gehet hinaus und lehret alle Völker“, ein Bogen, um den wir wissen. Käme ohnehin der Gedanke immer wieder dazu um die Schöpfung, die Gott - er war da und schuf die Welt und damit auch uns Menschen, die ich so unfassbar empfinde, wenn ich nur den klaren Sternenhimmel sehe und ich nicht nachvollziehen kann, wo das alles beginnt – und irgendwo nicht etwa ein „Ende“ ist oder sein kann. Wunderbar – ja. Aber dann auch Gedanken an das Weltgeschehen nicht nur wie in diesen Tagen um die Frage, wie Gott das alles „zulassen kann“.

Nein, ich halte mich nicht für „un“gläubig zu alledem. Aber, woran das auch liegen mag, denke ich immer mehr darüber nach. Wie kann das alles sein – und ich bin auch kein zumindest gelegentlich „ungläubiger Thomas“, wie die Bibel über den Jünger berichtet. Ich sagte es schon, das alles ist so gewaltig und unfassbar – und damit schon von daher einem „Glauben“ unterworfen.

„Glaube“ ich dann und bin im Herzen bei Jesus Christus, dem Heiland, wobei diese Bedeutung ein Heilen allen auch von uns selbst angerichteten Unheils allen verspricht, die eben an ihn glauben, ist das eine Botschaft, die vor allem Vertrauen schenkt. Jesus braucht kein sprichwörtliches Vertrauen uns gegenüber. Denn er schaut „in unser Herz“ - und wir können ihm nichts vormachen. Hat im Glauben also uns etwas angeboten, wie es „Phantastischer“ nicht sein könnte.

Waren wir, die Christen, alle „traurig“ heute zum mittäglichen Glockenschlag, da damals Christus starb? Oder haben wir nicht einmal daran im geringsten Gedanken dem gedacht? Es gibt so viele Dinge, die uns traurig machen – und wir sogar weinen. Aber weinen wir – wie heute – um Jesus Christus in seiner Todesstunde? Nur weil eine aktuelle Zeitnähe nicht gegeben ist?

Dr: Martin Luther sprach von der „Freiheit des Christenmenschen“. Irgendwie vermittelt mir dies, solche Gedanken wie jetzt – und auch sonst oftmals – zu haben. Vielleicht ist es sogar so, dass uns Gott „den Glauben zu schenken“ vermag. Aber so einfach kann es dann nicht sein, darauf nur zu warten. Ich denke, sich in Gedanken mit allem dem zu „beschäftigen“, gäbe Chance. Vielleicht begreifen wir, wenn nicht bereits, welches großartige „Angebot“ Gott uns macht. Irgendwie bei allem dem, was micht dazu bewegt, auch ein anderer Gedanke: Was, wenn ich sterbe und nicht „sicher bin, zu glauben“, selbst wenn ich dabei bedaure und bereue zu dem, was in meinen Leben dazu wahrlich Anlass böte. Gäbe es mir dennoch Zuversicht auf Gottes Gnade?

Nun mag mir die eine oder andere „Geschichte“ ganz gut gelungen sein. Aber heute - und ich bin kein „Theologe“ - möchte ich einfach das schreiben, was mich bewegt - und ich damit wahrscheinlich nicht alleine bin. Das eben sind mir meine Zeilen heute wert. Und wer weiß das schon – vielleicht sollte das sogar so sein.

Und für heute soll es das dann hier auch gewesen sein...

Impressum