Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Verwunderlicher 1. April endet hier nun "Linden lahm"

01. April 2017 (HL-Red-RB) Medienecho HL-live: Was ist heute eigentlich los? Da schreibt die eine "Seite", auf April-Scherz zu verzichten, um stattdessen Tatsächliches zu berichten, da kommt eine andere Meldung über eine überraschende Kündigung im "Wissenschaftsbereich" ggf. einen Tag zu früh, als dass frau/man das glauben könnte. Aber ob Ziel sein könnte, ein zweites Mal "Stadt der Wissenschaft" werden zu wollen, ein heres ist, wohl berechtigte Frage. Zumal dieser "Titel" auch beinhaltet, nicht nur Erreichtes zu sichern, sondern auch Nachhaltigkeit eine der Erwartungen als Selbstverständnis innerhalb der Entscheidung ist.

Wie auch immer, aber Folgendes möchte ich heute als "Medienecho" nicht vorenthalten, zumal offenkundig Lübecks Bürgermeister auch überrasche Zeichen setzt, die ihm im Ranking zwischen einem geköpften Vorgänger des Mittelalters, auf den er im Audienzsaal Gästen gegenüber gerne hinweist, bis zur Moderne ggf. ein paar Sonder-Punkte bringen könnten - oder sollen?

Wie im Beitrag zuvor nun auch in Verantwortung des Verfassers HL-live:

"Untertrave wird doch umgestaltet - mit Linden
Bürgermeister Bernd Saxe hat einen entscheidenden Schritt unternommen, den Dauerkonflikt um die Umgestaltung der Untertrave zu entschärfen. "Der Bürgerentscheid enthält zwar keinen Planungsauftrag", betonte er noch einmal nachdrücklich, aber die Bürger können sich trotzdem freuen. Die Untertrave soll baulich umgestaltet werden, unter der Erhaltung des vorhandenen Baumbestandes.

Ausdrücklich hob Bürgermeister Saxe in diesem Zusammenhang die Mitwirkung des ehemaligen Bausenators Franz Peter Boden hervor. Seiner Initiative, so Bürgermeister Saxe, sei es maßgeblich zu verdanken, dass es doch noch zu einer gütlichen Lösung mit all denen kommt, die sich für den Erhalt des Lindenbestandes eingesetzt haben. Auch die Fördermittel bleiben der Stadt aller Wahrscheinlichkeit nach erhalten.

Die Lösung, die jetzt gefunden wurde sieht vor, dass die Linden für die Zeit des Bauvorhabens umgesetzt werden, um anschließend wieder zu ihren alten Standorten zurückzukehren. Eine ähnlich geartete Variante war im Spätsommer des vergangenen Jahres bereits einmal im Gespräch, als ein Privatmann der Stadt sein Gelände als neuen Standort für die Linden anbot. Auf dieses Angebot ist man allerdings bei der jetzt angedachten Lösung nicht zurückgekommen, da Franz Peter Boden eine langwierige Diskussion um die Eignung der Ausweichfläche fürchtete. In aller Stille hat er daher Kontakt mit der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft und dem Landesverband Schleswig Holsteinischer und Hamburger Imker aufgenommen, um die Perspektivflächen vorher einer gründlichen fachlichen Begutachtung zu unterziehen. Dem Vernehmen nach gaben die Experten kürzlich grünes Licht für das Vorhaben, unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass Fachleute beider Verbände die konkrete Durchführung der zeitweiligen Umsiedlung begleiten. "Selbstverständlich ist eine solche Lösung kostenintensiv und äußerst komplex in der Umsetzung", hieß es dazu. Die Experten konnten aber die ebenfalls hinzugezogenen Fachleute aus dem Kieler Ministerium davon überzeugen, dass die Herstellung eines nachhaltigen und tragfähigen Baugrundes für die Umgestaltung der Untertrave erheblich günstiger ausfallen wird, da die Bagger ohne den vorhandenen Baumbestand erheblich zügiger arbeiten können.

Boden fühlt sich von diesem Ergebnis der Untersuchungen bestätigt. "Ich habe immer gesagt, dass die Linden weg müssen, damit vernünftig gebaut werden kann", bekräftigte er gegenüber HL-live.de. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf das Baudesaster an der MuK, die bereits bei der Schlüsselübergabe baufällig abgeliefert wurde. Derartige Fehler in der Bauausführung können jetzt vermieden werden.

Seit Samstagmorgen sind Mitarbeiter der Entsorgungsbetriebe, des Bereichs Stadtwald und der beteiligten Transportfirmen daher bereits dabei, die Bäume zu vermessen und für den sicheren Transport auf die Zwischenfläche vorzubereiten. Nach Informationen von HL-Live.de soll es sich dabei um ein größeres Gelände auf der Ostseite des Ratzeburger Sees handeln. Die Imker prüfen zurzeit, ob die Bienenvölker, die die Untertrave zurzeit befliegen, mit den Linden umgesetzt werden, oder ob der befreundete Verband aus Mecklenburg die Betreuung des Baumbestandes für die Zeit der Baumaßnahmen übernimmt.

Große Probleme hat hingegen der Bereich Stadtverkehr. Mit der Sperrung der Hubbrücke und der Einbahnstraßenregelung in der unteren Beckergrube kommt es bereits jetzt zu regelmäßigen Staus im Bereich Schüsselbuden, besonders zu den Hauptverkehrszeiten. Man versucht, die Beeinträchtigungen des fließenden Verkehrs so gering wie möglich zu halten. Durch Verlagerung vieler Transportarbeiten in die Nachtstunden und geschickte Verkehrsregelung wird es aber aller Voraussicht nach möglich sein, wenigstens die Buslininien weiter auf dem gewohnten Weg fahren zu lassen.

"Nach Fertigstellung der Bauarbeiten können die Linden sich dann, bildlich gesprochen, in ein gut gemachtes Bett legen", kommentierte der Bürgermeister abschließend launig. Alle Arbeiten sollten im Spätsommer abgeschlossen sein, so dass bereits zur Zeit des Duckstein Festivals die zahlreichen Gäste auf eine neue Promenade im Glanz des alten Baumbestandes blicken können."

Impressum