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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Zukunft Umfeld EKZBuntekuh:Wahrheit statt "April-Scherz"-Niveau

29. März 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Nein, wir haben den 1. April noch nicht. So dennoch nicht vergessen, mein solcher einmal als "Scherz", das Einkaufzentrum Buntekuh(EKZ) würde "als Freifläche" so entkernt, dass dort zwar die ALDI-Filiale, zuvor auch klug so gebaut, dass selbst bei Abriss der übrigen Baulichkeiten, diese davon unabhängig ist. Vorausschauend - oder besser informiert? Aus dem einst blühenden Einkaufsrechteck ist längst eine vor sich hin darbende Halle geworden, in der weiter mutige Geschäfte von Konditorei/Bäcker bis zur Apotheke treu bleiben, wobei Letztere zudem eine ganz besondere Versorgungswertigkeit im "Herzen" des Stadtteils inne hat, was ggf. erst dann bemerkt wird, wenn diese - trotz nachbarlichen "Ärztehauses", sich der Abwanderung anschließen würde, was längst durch Umbau und Erweiterung von „plaza“ in der nahen Ziegelstraße eingeleitet wurde. Ein"Eigentor" - vielleicht dort verwundert letztlich, dass eine noch größere Erweiterung des Einkaufbereichs im Herrenholz, das sich gerne wie auch ein gewisses Verlagshaus mit Lage „Buntekuh“ schmücken sollte wie auch die Autobahnab- wie zufahrt mit wirklicher Geographie nicht nur abfinden, sondern damit die Entwicklung des Stadtteils nicht gerade fördern. Nein, diese unterlaufen diese geradezu in einer Weise, als wollten sie einen neuen Stadtteil "Herrenholz".

Wo ist denn Moisling? Genau so weit weit oder noch mehr weg als St. Lorenz & Co. Ich jedenfalls gehe davon aus, dass sich Unternehmen in Buntekuh, dort „sehr preisgünstig“ etabliert, früheren sozialen Problembereichs „schämt". Natürlich kann frau/man nicht alles haben. Aber der Stadtteil Buntekuh ist zwischenzeitlich einer der Stadteile Lübecks, der in Wirklichkeit absoluter Toplage und damit eine Zukunft bietet, an der andere Neid haben könnten oder schon haben.

Genau das könnte dem entsprechen, was eben nicht einem April-Scherz entspricht: Da wurde vor einiger Zeit ein Wohnbereich neu vermessen, um einzelne „Wohnblocks“ voneinander unabhängig zu machen. Bestätigt wurde mir in den Zusammenhang einfach, dass damit die „Unternehmens-Entwicklung“ einfacher sei. Also der eine oder andere „Randbereich“ auch abgetrennt – also in anderem Zusammenhang anders entwickelt oder auch, wenn selbstverständlich dabei nicht bestätigt, sogar verkauft werden könnte.

Aber dann doch auffällig, als ich einen der Vorstandsherren eines Wohnbauunternehens traf, als er gerade aus Kiel mit der Zusage des „Landes“ zurückkehrte, ein großer Abschnitt könne nun über eine Förderung, und nicht über Kredite, renoviert werden. Letztlich fehlten dann aber für zwei "Blocks" die Mittel, um auch dort zu renovieren. Aus welchen Gründen auch immer..

Nun Auffälligkeiten, die zwar ggf. damals noch nicht vorhersehbar, die jedoch nun „Wirklichkeit“ werden könnten – oder sogar dürften: Am Wochenende 19./20. März verlautbarten in der Tagespresse nach langer “Wartezeit“ Ortspolitiker zu Buntekuh und „schwebender“ Planungen zu Geländen wie Pinassenweg (ehem. Hochhaus) und Sellschopp-Haus, dass man dort „Wohnquartiere“ bauen wolle. Nannte diese „Problemstandorte“, zu denen nur noch der Begriff „soziale“ fehlten. Buntekuh „mausert sich und verzeichnet eine Zuwachs an Einwohnern – so viel wie kein anderer Stadtteil“, so die Stadtplanerin. Das ist im Grunde „Unsinn“; denn das liegt keinesfalls an „mehr Wohnraum“, sondern längst entgegen der durchaus noch aus jüngerer Vergangenheit stammenden Aussage des Bürgermeisters, „Buntekuh sei ein sozialer Brennpunkt“. Das ist längst völlig überholt, was aber nicht an einem Verdienst der Politik liegt, sondern – einfach weil erkannt wurde, dass dies nicht stimmt. Freie Wohnungen, zuvor "lieber verlassen", konnten eben problemlos und endlich wieder besetzt werden. Problem-Bereiche wie Hudekamp (lediglich im Hochhausbereich und nicht auf anderer Straßenseite mit wunderhübschen Einfamilienhäuschen) mögen durchaus auch heute noch – trotz „Besserung“ in Teilbereichen liegen. Früher der „Kutterweg“ oder gewisse andere Bereiche der Korvettenstraße, obwohl viele Wohnungen im sogar Besetzungsrecht dss Bundes, über deren Adresse kaum Chance auf Lehrstellen bestanden. Ganz gelöst auch heute vielleicht noch nicht alles, aber auf dem besten Weg. Das Sprungtuch- Familienzentrum inkl. KiTa, auch, um das klar zustellen, keine „sozialpolitsche“ Förderung des Stadtteils, sondern in der Innenstadt an fehlenden Räumlichkeiten gescheitert, hat den grün umsäumten Marktplatz überbaut, für den es – von anderen Stadtteilen beneidet, eine andere Lösung verdient hätte, zumal im Umfeld ausreichend KiTas vorhanden waren und sind. Dazu bilingual dt./türkisch, aus meiner Sicht nach nun vier Generationen einer anderen Löung besser nachgekommen wäre: Die AWO Schleswig-Holstein betreibt ihre bilingualen KiTas längst mit – deutsch-englisch oder deutsch-französisch. Das sind die Sprachen europäischer Zukunft. Heimatsprachen-Pflege ist eine andere, aber auch Polen, Russen und andere Zuwanderer machen das über ihre Heimat-Vereine. Eine Arbeit, die es aber "über warme Worte hinaus" nötig hätte, politisch unterstützt zu werden.

Zurück zum Umfeld Buntekuh: Im Einkaufszentrum sind die Plakake zur Mietung leer stehender Flächen seit einiger Zeit verschwunden. Die Eigentümer haben gewechselt. Kein Interesse - oder nun nicht gewollt. Aber aus einem viele, viele Jahre blühenden Einkaufszentrum hat sich ein Niedergang entwickelt, den auch die Anwohner nicht verdienen – und auch nicht verursacht haben. Wenn nun heute „durchgesickert“, dass die in unmittelbare Nachbarschaft belegenen und – wie dargestellt – bisher nicht renovierten „Wohnblocks“ nun wohl „außen“ – ohne Fahrstühle und Wintergärten - revoviert werden sollen, also nicht oder nicht im Umfang wie die in der Nachbarschaft bis zum „Fregattenhochhaus“, scheint mir das dem zuzuspielen, dass nicht ohne Grund neue Grenzsteine verlegt wurden. Passt zum „Gerücht“, das Einkaufszentrum solle in der Fläche vergrößert werden. Beide Bereiche ergäben – eine Gesamtfläche, die sicherlich ganz andere Plaungsmöglicheiten ergäben...

Selbstverständlich unterliegt alles Veränderungen und Wechsel. Was allerdings unverzichtbar ist: Information der betroffeneMieterInnen so zeitgerecht, dass Maßnahmen – so etwa auf eigene Kosten in der angemieteten Wohnung – durchaus kurzfristig wenig Sinn machen würden, also unnötig „waren“ - weil nicht Renovierung, sondern die Abriss-Birne zur Ernte eingesetzt wird. Das wäre nicht nur unfair, sondern – beschämend. Vor allem Hochglanz-Broschüren der „Gemeinschaft von Unternehmen und MieterInnen" widersprechen würden.

Nein – der 1. April ist erst am kommenden Sonnabend. Nein - Samstag. Zu hoffen, dass über dem ggf betroffenen Bereich Buntekuhs weiter die „(MieterInnen-)Sonne“ seheint. Sicherlich gibt es einen wirklichen „April- Scherz“ in Lübeck-TeaTime geben – versprochen. Aber einen, über den auch später gelacht werden kann.

Nun stelle ich den tatsächlichen Anlass dieses Beitrags statt an den Anfang an das Ende - nämlich als besondere Betonung: Die Auffassung des SPD-OV Buntekuh, hier wären Einkaufszentren genug mit der Forderung nach mehr Wohnraum grenzt m. E. an Peinlichkeit. Denn damit wird bestätigt, dass poitsch gar kein Interesse bestanden hat, das vorhandene Einkaufszentrum "wiederzubeleben" und damit das Herz des Stadtteils, sondern geduldig den Niedergang abzuwarten und mehr Wohnraum zu fordern. Die Ü-Striche zur Forderung zeigt klar - die Förderung der Wohnbauunternehmen. Eine leider falsche Reihenfolge. Denn ein florierendes Einkaufszentrum Buntekuh würde erst ein Mehr an Wohnraum rechtfertigen. Ein solches Zentrum direkt vor der Tür - wer hätte das nicht gerne? Denn die Straße Herrenholz ist absolut keine "Stadttel-Mitte". Nur im besagtem Pressebericht wird auf das EKZ Buntekuh nicht eingegangen - es scheint damit für die Politik - auch (längst) nicht mehr vorhanden...

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