Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Die "eigene" Ehre - über die anderer?

26. März 2017 (HL-Red-RB) Zum heutigen Sonntag hatte ich mir das Stichwort "osmanische Ehre" notiert, nachdem in den vergangenen Woche mehr hinreichend Anlass bestand, darüber nachzudenken. Eigentlich schwebte dieser Begriff schon länger durch meine Gedanken, nachdem mir ein Bekannter aus der Türkei, der mit seinem Bruder einen Kebab-Imbiss betrieb, wir diesen gerne aufgesucht haben und eigentlich über die Speisekarte dort mehr als "nur" besagte Spezialität kennen gelernt haben. Irgendwann ergab sich dessen Aussage aus irgend einer Situation, die allerdings mit uns nichts zu tun hatte. Jedenfalls schien mir damals schon, besagte Ehre sei eine besondere. Aus Historie und nun weiter "geltend" bis zur Nachfolge-Gegenwart.

Eine besondere Ehre, die wohl dementsprechend auch aus Sicht meines Bekannten ebenso besonders "verteidigt" wird - und wie auch immer. Nun scheint sich in dessen Heimatland zu zeigen, dass diese Ehre offenkundig für "andere" nicht gilt. Eine "normale" Ehre vielleicht, wobei sogar der Eindruck bestehen kann, dass im Gegenteil sogar persönlich, darüber hinaus ein ganzes Land fortgesetzt beleidigt werden kann - wird offenkundig so gedacht, wie ich meine. Von der Bundeskanzlerin bis gesamten Bundesrepublik jedenfalls - und wie eben zu hören, unseren freiheitlich demokratische Republik erneut mit "Nationalsozialismus" zu vergleichen - im Grunde unfassbar und unverschämt.

Festzustellen ist also, dass für uns eine Ehre für den gewissen Politiker am Bospurus nicht besteht, sonst würde er sich das nicht erlauben. Nun stelle frau/man sich vor, wir würden aus "deutscher Ehre" heraus reagieren - wohl geradezu ein "Fressen" für jemanden dort "unten".

Weiter möchte ich nicht darauf eingehen. Denn das ist nicht einmal der eigentliche Grund für diese meine "Gedanken zum Sonntag". Vielmehr hatte ich bei einem Spaziergang eben mit unserem kleinen Hund ein Erlebnis, das mich persönlich fragen lässt, wo dabei für mich die Ehre war. So bestieg ein junger Mann nach einem Apothekenbesuch auf einem großen Parkplatz sein - ihm sei gegönnt nicht "kleines" Fahrzeug, setzte zurück. Und obwohl ihm eine große Bandbreite dafür zur Verfügung stand und wir ohnehin ganz am Rand dieser Fläche gingen, zog der ziemlich flott auf uns zu. Ich blieb sicherheitshalber stehen, um diesem Manöver auszuweichen, da stoppte dieser "Mensch", um dann noch flotter zurück zu setzen. Immerhin blieben dann gut zwei Meter zwischen uns. Dann bremste er, kurbelte das Fenster herunter und meinte, "...dies sei ein Parkplatz". Auf meinen Hinweis, dieser gelte nicht nur für Autos, war ich dann ein "Nazi" und mein Hund eine "Dreckschleuder". Die aus meiner Sicht passende Antwort bekam er selbstverständlich, worauf er dann mit "full speed" zur Straße abfuhr und ähnlich "am Horizont" verschwand.

Es waren offensichtlich sogar zwei beteiligte Fahrzeuge; denn ein weiteres aus dem Hintergrund zuvor fuhr hinterher.

Auch so weit, so gut. Was das also mit "meiner Ehre" zu tun hatte, bekommt dann berechtigte Sinn, wenn ich - wie ich "ermitteln" konnte - ein Lübecker und ein Leipziger beteiligt waren. Nun mich etwa von Leipzig her mit "Nazi" benannt zu werden, scheint mir, dass jemand die ausgeprägte Szene dort nicht nur kennt, sondern m. E. selbst wahrscheinlich der anderen Extremseite "links" zuzuordnen ist.

Nun habe ich abschließend zum Gedanken um unterschiedliche Wertung eigener und fremder Ehre genug der "Ehre" getan. In beiden, oder sind es sogar drei Fälle, jedoch eine, die auch alles andere als eine wirkliche Ehre sein soll. Ich nenne einen anderen Begriff: unterstes Niveau. Darauf "über den Dingen" zu stehen - dafür große Anerkennung nach Berlin. Leider - oder Gott sei Dank - gibt es nach einer gelben nur noch die rote Karte. Worin die auch immer bestehen mag...

Impressum