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Agentur für Arbeit Lübeck

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Herrenholz n u r eine Straße im Stadtteil "Buntekuh"!

03. März 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Offenkundig "schämen" sich weiterhin gewisse "Kreise", ihren Standort Buntekuh zu verschleiern, indem beispielsweise die Straße "Herrenholz" verwendet wird. Warum? Nun, es mag Zeiten gegeben haben, als "Buntekuh" einen nicht so guten Ruf hatte - dabei nicht verdient. Typisch eben, was Medien auslösen können. Als Wohnbereich beispielsweise mit sozialen Problem dargestellt, die leider sogar bis heute noch als "sozialer Brennpunkt" benannt wird. Vielleicht erinnert sich sogar Bürgermeister Bernd Saxe von vor noch nicht langer Zeit an seine Aussage.

Da müssen frau/man sich schon recht lange zurück erinnern, um dafür zutreffende Beispiele nennen zu können.
Ausgelöst durch "konzentrierte" Wohnquartiere wie in Teilbereichen der Korvettenstraße/Kutterweg oder Hudekamp. Das mag damals an "international" unzuträglicher Vermischung" von Landsmannschaften und auch sozial Benachteiligten gelegen haben. Dazu das inzwischen abgerissene "Pinassenhochhochhaus - übrigens mit sehr guten Raumzuschnitt. Pauschal eben der Hudekamp sowie die Korvettenstraße oder der Kutterweg, die damals als nicht "günstige" Adresse galten, obwohl schon "die andere Straßenseite" solchen Ruf überhaupt nicht verdienten - etwa mit Reihen- oder auch Einzelhäuschen. Überhaupt zeichnete sich die Wohnbebauung Buntekuhs sogar durch große Vielfalt aus. Wie gesagt - nur Beispiele und aus meiner eigenen Erfahrung, selbst dort seit einigen Jahrzehnte zu wohnen. In einem Abschnitt jedenfalls, der unter anderem sogar zu einem Wohnungskontingent der Bundeswehr gehörten.

Längst ist festzustellen, dass Buntekuh einer der schönsten – auch „grünsten“ Stadtteile zählt, der in der Kriminalstatistik absolut keine Rolle - auch gerne „nicht mehr“ - spielt. Auf andere Stadtteile möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, weil das den pauschalen Unsinn fortsetzen würde.

Das Polizeirevier in der Karavellenstraße jedenfalls wurde bereits in Zeiten ersonnen und eingerichtet, als es sm. E. klar war, dies nur über Tag besetzen zu müssen. So erklärte der Innenminister bei der Eröffnung, es handle sich hier um ein „Kommunikationsrevier“, in dem beispielsweise auch ein türkisch-stämmiger Beamter für Sprechstunden zur Verfügung stehe. Eine andere Notwendigkeit, und die vor allem als Ausgangsrevier für Nachteinsätze, wäre eine taktische Überlegung.

Eine durchweg positive Entwicklung als von Problemen vor allem „konzentrierter“ Wohnbereiche in beispielhafte Normalität ist längst zu verzeichnen Die Entwicklung von einer „Siedlung“ zum Stadtteil, wurde allerdings verschlafen: Die Autobahnzu- und abfahrt endlich in „Buntekuh“ umzubenennen. Denn „Moisling“ ist völlig irreführend, wenn auf Moisling in großen und Buntekuh darunter in kleinen Buchstaben hingewiesen wird. Nach Moisling muss zudem erst einmal die Trave überquert werden. Dann hätte man die Abfahrt vor allem beispielsweise St. Lorenz nennen können. Zwischenzeitliche Baumaßnahmen an der Autobahn wären Gelegenhei gewesen, auf den zutreffenden Namen zu korrigieren.

Zurück zur „Überlegung“ - warum manche Unternehmen als Adresse „Herrenholz“ verwenden, anstatt sich zum Buntekuh zu bekennen, ist absolut unverständlich. Ein Verlagshaus und ein Baumarkt sind da leider keine vorbildlichen Beispiele. Der Baumarkt adressiert sich sogar unter Lübeck-Moisling mit Lohgerberstraße. Und die ist nicht in Moisling, sondern – in Buntekuh.

Dieser Hinweis in der Pressemeldung zum verkaufsoffenen Sonntag hat mich übrigens veranlasst, eine "Meinung" vor allem abzufassen, weil der Eindruck bestehen kann, die Straße Herrenholz stünde in der "Wertigkeit" über der eines Stadtteils - also Buntekuh. Hätte "man" dort wohl gerne. Und dies ist der Textteil der Pressemeldung: "Die Einkaufsstandorte Bei der Lohmühle, Im Gleisdreieck, Herrenholz und Buntekuh beteiligen sich ebenfalls mit Aktionen und einmaligen Angeboten."

Das bedeutet also im Klartext, dass es sich um zwei verschiedene „(Stadtteil-)Bereiche“ handelt. Eigentlich könnte erwartet werden, dass das Lübeck-Management, das die Pressemitteilung zum verkaufsoffenen Sonntag herausgegeben hat, wissen müsste, dass Herrenholz lediglich eine Straße ist.

In „guter Gesellschaft“ google-maps: Dort ist auf der Karte Buntekuh zwar eingezeichnet – nur leider nicht wie die anderen Stadtteile „fettgeruckt“. Ich habe google selbstverständlich darauf hingewiesen.

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