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Agentur für Arbeit Lübeck

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Hier die "angedrohte" Abhandlung zur Weiberfastnacht

23. Feb. 2017 (HL-Red-RB) Nein - diese "ganztägige Nacht" zählt nicht zur Rubrik "Ab...", wie beispielsweise zur Variation von Alaaf, wie die ich hinreichend zu "Jeder Jeck is anders" jongliert habe. Der Karneval ist für jede und jeden da. Aber jede "Art" muss wissen, wo sie hingehört: "op de Stroß" bis unter sich, wenn der Geschmack streitig bis zur Peinlichkeit geraten könnte. Weiberfastnacht zählt dagegen absolut zu den Höhepunkten des Karnevals. Regional vielleicht ein wenig "konzentrierter", breitet sich seit 1824 jedoch immer mehr aus. Nein, kein Schreibfehler, wie gleich nachzulesen.

In Beuel bei Bonn hieß es zwar nicht "...geht hinaus in alle Lande" dazu, aber vermeiden. So weit ist es wohl noch nicht ganz gekommen, aber wer weiß...
Was also um die "Weiber", auch Möhnen genannt, die damals als Wäscherinnen den Gedanken um die - für alle - befristeten Freiheiten von, ich nenne es mal - an Karneval straffreihem Herziehen über Kirche und Obrikeiten auch und speziell für sich in Anspruch zu nehmen.

Das nun führt WIKIPEDIA dazu aus:
"Im Bonner Stadtteil Beuel feiern traditionell die Frauen die Beueler Weiberfastnacht. Einen Tag im Jahr ruhte die Arbeit in den Beueler Wäschereien, und zwar am Donnerstag vor Karneval. 1824 schlossen sich die Beueler Wäscherinnen zum Alten Damenkomitee von 1824 e. V. zusammen, um eine Teilnahme am bislang rein männlichen Karneval zu erfechten. Während anderswo die Weiberfastnacht nur eine Vorfeier ist, wurde und blieb sie in Beuel die Hauptsache. Auch heute noch stürmt nach einem großen Weiberfastnachtsumzug die Beueler Wäscheprinzessin mit ihrem Damenkomitee das Beueler Rathaus und übernimmt symbolisch die Macht. Der Sturm auf das Rathaus wird vom WDR Fernsehen live übertragen. Die Erstürmung der Rathäuser durch die Frauen ist in vielen Städten und Gemeinden im Rheinland und in Westfalen Tradition geworden.

Im gesamten Rheinland gilt Weiberfastnacht als inoffizieller Feiertag, an den meisten Arbeitsplätzen wird ab mittags nicht mehr gearbeitet. Die Feiern beginnen meist um 11:11 Uhr. Im Unterschied zum Rosenmontag und den anderen Tagen gibt es in der Regel an Weiberfastnacht keine Umzüge, es wird kostümiert in den Kneipen und auf den Straßen gefeiert.

Es ist an diesem Tag Brauch, dass Frauen den Männern die Krawatte als Symbol der männlichen Macht abschneiden. So laufen die Männer nur noch mit einem Krawattenstumpf herum, wofür sie mit einem Bützchen (Küsschen) entschädigt werden.

Sofern der Träger der Krawatte dem Abschneiden nicht zuvor zugestimmt hat, kann eine Eigentumsverletzung vorliegen, wie das Amtsgericht Essen zugunsten eines Klägers entschied, dem als Kunde eines Reisebüros in Essen die Krawatte abgeschnitten wurde. Das Einverständnis könne allerdings unterstellt werden, wenn er sich im Karnevalstreiben befände und mitfeiere – und wissen müsste, dass dieser Brauch an Weiberfastnacht verbreitet ist."

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