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"Tempelaustreibung" zu Osterhasen im Februar?

12. Feb. 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Heute, nach "unendlichen" wie allseitigen Themen um Islam und Flüchtlinge, Rechtsgefahr bis hin zur Frage, warum Gott "schlimme" Dinge in unserer Welt zulässt, sind sicherlich diese Themen berechtigt und sollen gerne abgehandelt werden, wenn auch keine Chance auf wirkliches Einwirken wie Lösung zu erwarten ist. Nein, heute bewegt mich etwas, was mich an das biblische Vertreiben der Händler und Geldwechsler aus dem Tempel Jerusalems erinnert. So schlage ich einen Bogen vom Tempel zu christlich geprägtem Land sowie Händler und Geldwechsler zur Wirtschaft und damit Gewinnstreben (um jeden Preis).

Warum dies gerade jetzt – im Februar? Was der Anlass? Nun, der Blick in den Handel macht dies mehr als deutlich: Osterhasen und -artikel, als stünde das christliche Fest unmittelbar vor der Tür. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ - gerade das haben wir hinter uns mit dem Weihnachtsfest. Genau auf dieses bezogen hätte schon Gelegenheit bestanden, bereits im September zuvor genau auf besagte Bibelstelle hinzuweisen.




Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Zur „Klarheit“, was dort geschrieben steht der Blick in den Fundus (Synonym auch "Schatz"

"Alle Evangelien vermitteln dem Leser das Bild eines in dieser Situation zornigen und aggressiven Jesus; allerdings ist die Szene im Johannesevangelium deutlich turbulenter und rauer geschildert als in der synoptischen Überlieferung. Anders als im Markusevangelium (Mk 11,15 EU) richtet sich die Aktion Jesu nach Johannes ausschließlich gegen Tempelbedienstete (Verkäufer und Wechsler), nicht aber gegen die Käufer der angebotenen Opferware.

„13[…] weil das Osterfest der Juden nahe bevorstand, zog Jesus nach Jerusalem hinauf. 14Er fand dort im Tempel die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler sitzen. 15Da flocht er sich eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle samt ihren Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus, verschüttete den Wechslern das Geld und stieß ihre Tische um 16und rief den Taubenhändlern zu: ‚Schafft das weg von hier! Macht das Haus meines Vaters nicht zu einem Kaufhause!‘“

Nun wird sich niemand finden, der in der Lage wäre, den im Grunde viel zu frühen Saisonverkauf um „Osterhasen im Februar“ oder „Weihnachtsmänner im September“ soweit anzupasse. dass seriöse Zeitnähe zu den Festen erfüllt wäre. Ein Argument, das läge an der früh notwendigen Produktion, wenig verständlich. Denn gerade in den warmen Sommermonaten etwa spricht alles gegen die Herstellung von Schokoladenartikeln samt folgender Lagerung. Jedenfalls spricht noch eines absolut gegen das verfrühte Angebot: Der Sinn der beiden christlichen Hochfest wird völlig verzerrt. Wenn so früh wirtschaftlich Weihnachten und Ostern „gefeiert“ wird – wen schert da noch „Süßes“ zu den Festen direkt und diese überhaupt noch? Vor allem hat das mit Vorfreude kaum etwas zu tun.

Gewinnstreben um jeden Preis – was sonst? Eines allerdings kann nicht verschwiegen werden: Im Sepember und Februar sind die Waren wirklich „frisch“. Und Weihnachten und Ostern selbst? Wann also schmeckt beispielsweise der sommerliche Weihnachtsstollen wirklich? Zugegeben – in frühherbstlicher Zeit sicher. Aber im Dezember - müsste eher mit "noch" beantwortet werden? Ähnlich was den Januar und die Schokoladen-Osterhasen angeht.
Fazit für mich jedenfalls: Da „schweigt des Sängers Höflichkeit“!

Zu diesem Beitrag der schließende Gedanke: Unter "Meinung" oder "Verbraucher-Tipp" zu führen? Ich denke Erstere dürfte vorrangig sein...

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