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Agentur für Arbeit Lübeck

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Hochwasser:Trotz Warnung vernachlässigen Anwohner Eigenschutz

04. Jan. 2017 (HL-Red-RB) Meinung: Tagsüber hieß es in einer Pressemeldung der Hansestadt Lübeck "Sturmflutwarnung: Lübeck ist auf Hochwasser vorbereitet". Das ist löblich. Aber eine andere Frage stellt sich zu den BewohnerInnen: Haben sich diese auch im notwendigen Umfang darauf vorbereitet und rechtzeitig ihnen mögliche Schutz-Maßnahmen getroffen, die in deren Verantwortung stehen (müssten). Oder gibt es ZeitgenossInnen, die denken, sie könnten im Notfall immer noch die Feuerwehr rufen? Nun kann die nicht überall und gleichzeitig sein. Bedenklicher noch, wenn gemeint wird, man sei "gut versichert". Das wäre beschämend verantwortungslos, zumal es sein könnte, dass stattdessen dort Hilfe erst so spät kommen kann, dass diese keine oder kaum noch Wirkung zeigen kann.

Leider hat jetzt schon die Feuerwehr bestätigt, dass sich betroffene Anwohner, die längst wissen, dass es so ist, trotz rechtzeitiger Warnung oft nicht hinreichend darauf vorbereitet haben.

Vor allem sollte nicht nur langsam bedacht werden, dass wir zwar nicht auf einer Hallig leben, wo die Menschen in solchen Lagen auch ohne "Feuerwehr" auskommen müssen, aber wissen, und dies seit langem, was zu tun ist an Vorbereitung. Und auch wir wissen schon lange, dass Notsituationen auch bei uns häufiger auftreten werden - und eben sich dabei sogar verschlimmern.

So solllten Versäumnisse kein "Kavaliersdelikt" sein und für Einsätze etwa der Feuerwehr dementsprechend kräftig zur Kasse gebeten werden. Auch sollten Begehungen dort stattfinden, wo regelmäßig Feuerwehreinsätze bei Hochwasser zu erwarten sind, um über fachkundige Beratung vorbeugende Maßnahmen veranlasst werden. Erfolgen diese Maßnahmen nicht, sollten Versicherungen Schadensregulierung darauf abstimmen und ggf. sogar bei grober Fahrlässigkeit auschließen.

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