Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Lisa Dräger - Stefan Müller: Wirkliche Eltern "Lisa von Lübeck"

31. August 2016 (HL-Red-RB) Meinung: Lisa Dräger geb. Jansen (* 20. August 1920 in Hamburg-Rissen; † 18. Februar 2015 in Lübeck, war eine deutsche Unternehmerehefrau und Mäzenin in Lübeck. So steht es in WIKIPEDIA. Selbstverständlich wissen "wir" Lübecker, dass damit als Unternehmen die Drägerwerke Lübeck gemeint sind. Was dann dort weiter mit "Sie initiierte die 1991 gegründete gemeinnützige Gesellschaft Weltkulturgut Hansestadt Lübeck, die sie zu später zu ihrer Ehrenvorsitzenden ernannte".

Was dahinter steckte, war eine ganz einfache, dafür aber "geniale" Idee für die Hansestadt Lübeck, nachdem sie gesehen und erlebt hatte, dass andere Hansestädte - zumindest auf den letzten Metern einer Anreise zu Hansetagen - mit historischen Nachbauten wie die einer Hanse-Kogge anlegten. Mit dem Gedanken, warum die Hansestadt Lübeck als früheres Haupt der Hanse, nicht verfügte, fand sie in Stefan Müller, einem "echten lübschen Jung", tätig bei der - wie es heute heißt - Agentur für Arbeit Lübeck, jemanden, der diese Idee teiltte. Nicht nur auf das Schiff bezogen, sondern auch an historischer Stelle auf der Stadtinsel Vitrinen verwirklichen wollte, in denen Nachbauten von mittelalterlichen Gebäuden, Türmen und Toren anschaulich informieren sollten.

Knapp formuliert, wurde vielleicht die Idee Lisa Drägers zumindest Auge-in-Auge ob der Mäzenin „ernst“ genommen, zumal solche Vorhaben nicht einfach zu verwirklichen sind, da Gelder nicht „vom Himmel fallen“. Aber mit der Gründung der später auch als „gemeinnützig“ anerkannten „Gesellschaft Weltkulturgut Hansestadt Lübeck“ fanden sich rasch Mitstreiterinnen und Mitstreiter, deren Namen selbstverständlich nicht in einer „Mitgliederliste“ heute genannt werden müssen, aber die – und nun komme ich zum eigentlichen Thema meiner „Meinung“ zur Bucherscheinung „Lisa von Lübeck“, wie es im heutigen Presseartikel der Lübecker Nachrichten soweit „...und ihre Unterstützer“ heißt. Nun lautet der Titel des Buches ohnehin genauer „LISA von LÜBECK“ - Ein Schiff für die Königin der Hanse". Es sollte oder dürfte nicht darum gehen, wer da „Unterstützer“ besagter Idee zum Nachbau des Hanseschiffes, das um 1470 aus dem Mittelmeer kommend, die die Hanse mit an der Ostsee „lütten“ (Wikinger)Koggen geradezu erschreckte, wenn auch die Seeleute diese viel größeren Schiffe aus dem Süden bereits kannten, letztlich auf Grund der Konstruktion statt Klinker-Bauweise“ „Stoß auf Stoß“ größere Länge und Breite entsprechend größere Ladekapazittät und damit größere Wirtschaftlichkeit ermöglichte. Nicht nur das alles – auch die Manövrierfähigkeit verbesserte sich über die neue Bautechnik - und erste Schiffsgeschütze ersetzten die - nicht nur auf der Schulter - aufgesetzten „Kanonen“.

Unterstützer oder Ideengeber – sicherlich nicht zu trennen das eine oder das andere. Nur sollte, und das ist im LN-Bericht völlig „vergessen“ worden, dass es gemeinsam mit Lisa Dräger in erster Linie Stefan Müller war, der mit unglaublichem Engagement zwar die ersten Getreuen um sich scharen konnte – aber ob dem mit Namen wie „Knabe, Schmarje und Bange“ angemessen dargestellt ist, wer da zu erwähnen wäre, scheint mir – nicht angemessen. Und der Name „Lehmann“ dürfte da einbezogen lediglich nur folgen können. Nein – es sind zwei Namen: Lisa Dräger und Stefan Müller.

Ob das Projekt wirklich allseits – auch von der Presseszene Lübeck – sogleich ernst genommen wurde, mag ich bezweifeln. „Spinnkram“ wäre wohl ein norddeutscher Begriff, der zumindest bis zum Zeitpunkt eines Symposiums im Großen Börsensaal des Lübecker Rathauses, zu dem nach sorgfältiger Vorarbeit des Vereins und unter Unterstützung bereits von dafür kompetenten Wissenschaftlern auch die Öffentlichkeit eingeladen war, sich darüber zu informieren sollte auch Fragen stellen dürfen. Das Hauptproblem: Waren „Baupläne“ früherer auch alt-historischer Schiffe bekannt, galt und gilt das nicht für – das Hanseschiff. Eine Kraweel, wie es fachlich heißt. Darstellungen in Kirchen gaben vielleicht Hinweise darauf oder ein Ziegelstein in schwedischem Klosters, als bei dessen Formung für einen Bruder darauf das Bild eines Hanseschiffes „eingeritzt“ hat. Aber Baupläne gab es nicht. Die skizzierte der Schiffbauer wahrscheinlich nur per Fuß in den Strandsand...


Genau wurden die ersten gezeichneten Pläne – mit Hilfe einer ersten „Spende“ Lisa Drägers zu Abschluss eines Interviews im OK Radio Lübeck in Höhe von 20.000 DM von dieser erklärt, beispielsweise für die Strömungsrisse über die TU Berlin – die auch anwesend war beim Symposium – anschließend erarbeitet.

Der „Vorstandstisch“ im Großen Börsensaaal von Verein und geladenen Wissenschaftlern zeigte sich jedoch sehr enttäuscht. Gut 100 Stühle für interessierte Besucherinenn und Besucher waren aufgestellt. Nur niemand kam: Die u. a. informierte Tagespresse hatte es offenkundig versäumt, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen. Da nützte auch der große Bericht auf Seite 1 und Lokalem Seite 1 nichts mehr am Tag darauf. Klar gesagt – mehr als peinlich. Ob da wirklich ein späteres „Gespräch“ im Verlagshaus der Tagespresse viel geholfen hat – wie auch immer...

Ich war übrigens dabei. Beim Symposium und Weiterem. Gerne – vor allem im guten Willen der Marianne Dräger, dieses neue Buch heraus zu geben, irgendwie auch – „von wem denn sonst“, wie ich meine. Dies vor allem so kompakt, große Anerkennung. Dabei angewiesen auf Zuarbeit selbstverständlich. So gerade das eine oder andere gerade von der Idee bis dann erst genommener Verwirklichung bei Unterstützung notwendiger Bereiche welcher Seite auch immer. Nur eines verkneife ich mir an dieser Stelle nicht: Eine Förderung sogar durch die EU wäre möglich gewesen, wie Stefan Müller mir einmal erklärt hat. Es hätte nur eines Stückes „Holz“ des Hanseschiffs als Beweisstück bedurft. Gab es nicht? Selbstverständlich – nur „verschwiegen“. Denn vom Schiffbau an der Untertrave her oder einer Abwrackung wurden Materialien beim Bau der Wohnhäuser auf der Stadtinsel verwendet. Nie bei Grabùngen gefunden? Doch, aber ich verrate denjenigen nicht, der sich mir gegenüber einmal „verplaudert“ hat. Solche Hölzer lagen längst in einer Zuckerlösung in einem Museum an der Nordseeküste, um dort für die Zukunft „präpariert zu werden“. Auf die Frage, warum dieser Fachbereichsleiter dies Stefan Müller oder Lisa Dräger vorenthalten hat, dessen Antwort: „Wenn Sie Stefan Müller das berichten, werde ich das abstreiten – hätte ich nie gesagt!“. Darüber habe ich Stefan Müller informiert. Nun – wahrscheinlich war das dann alles zu spät. Denn solche Förderungsanträge müssen vor Projektbeginn gestellt werden. Verstehen kann und will ich das allerdings nicht. Denn das kommentiert sich selbst.

Nur noch einmal soviel: Ich habe Marianne Dräger gegenüber bestätigt, dass besagt kompakte Vier-Jahres-Arbeit ausgezeichnet ist. Selbstverständlich weiß sie, dass es eben viel, viel mehr „Stoff“ für weitere und ergänzende Bände gäbe. Aber einen Pressebericht wie heute ohne Nennung des Namens Stefan Müller – geht gar nicht. Jedenfalls habe ich den nicht gesehen und ist mir auch nicht bei mehrfachem Nachlesen aufgefallen.

Aber diese Buchvorstellung sollte Ihnen, verehrte Gäste in Lübeck-TeaTime nicht nur auffallen, sondern nehmen Sie diese doch gerne wahr:


Dazu habe ich bereits in Lübeck-TeaTime einen Veranstaltungshinweis gegeben:

Präsentation Neuerscheinung Marianne Dräger "LISA von LÜBECK"
Die Lübecker Buchhandlung Hugendubel in der Königstraße 67a übermittelte zu Hugendubel live Herbst u. a. die Buch-Präsentation der Neuerscheinung von
Marianne Dräger (Hrsg.)
Lisa von Lübeck. Ein Schiff für
die Königin der Hanse
256 Seiten, 19,90 €, Wachholtz Verlag .
Von der Idee bis zur Jungfernfahrt: erzählt wird über das spannende Projekt, ein Hanseschiff aus dem späten 15. Jahrhundert nachzubauen und somit Geschichte lebendig werden zu lassen. Berichtet wird über den Bau der Kraweel, den Stapelhub, ebenso aber auch über Ereignisse während der vergangenen zehn Jahre Fahr-Saison. Marianne Dräger wird begleitet von: Heike und Heino Schmarje.

Die Präsentation findet statt am
Donnerstag, 15.09.2016, 20.00 Uhr, Einlass 19.45 Uhr
Eintritt: 8,– € / 6,– €* (Karten-VVK: 04 51 - 16 00 650)
Buchhandlung Hugendubel, Königstr. 67a, Lübeck.


Der für die Gesamtherstellung zeichnende Wachholtz-Verlag führt dazu u. a. aus:

„Marianne Dräger (Hrsg.)
Lisa von Lübeck
Ein Schiff für die Königin der Hanse





19,90 €
erschienen im August 2016, 256 Seiten, mit zahlreichen Illustr. und Abb., 21 x 28 cm, gebunden
ISBN: 9783529063596

Zum Inhalt
„Der junge Lübecker Verein Gesellschaft Weltkulturgut Hansestadt Lübeck (gemeinnützig) e.V. traute sich an ein großes Bauprojekt: Den Nachbau eines Hanseschiffes aus dem späten 15. Jahrhundert. Es gab keine Vorlagen. Noch nie hatte man ein entsprechendes Wrack im Schlick oder im Sand gefunden. Nur Abbildungen auf alten Münzen, Stadtsiegeln und Kirchenbildern konnten für den Bau als Vorlage dienen. Mit viel Optimismus und Ausdauer fügte sich eins an das andere: Die Stadt Lübeck stellte den Bauplatz und eine große Halle zur Verfügung, ein wissenschaftlich-technischer Fachrat unterstütze den Verein beratend und ein mutiger Bootsbaumeister übernahm die Bauleitung. Mit Hilfe des Lübecker Arbeitsamtes, der zahlreichen, überaus engagierten und emsigen Vereinsmitglieder, vieler Visionäre, Optimisten, Freunde, Förderer, sowie großzügiger Sponsoren, konnte diese mutige Unternehmung ein erfolgreiches, soziales Projekt werden. Im Jahr 2005 fand die Jungfernfahrt der Kraweel statt. Die »Lisa von Lübeck« ist seitdem eine repräsentative Attraktion für die Hansestadt Lübeck.“

Impressum