Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Jetzt statt hansisches Holstentor ein"Welterbezentrum "?

19. Mai 2015 (HL-Red-RB) Meinung: Wer hier wen vor "seinen Karren" spannen will, dürfte unerheblich sein. Völkerkunde ins Holstentor oder nun ein "Welterbezentrum" in Lübecks Wahrzeichen, zumal eine andere Welterbe-Stadt in den neuen Bundesländern nach Anerkennung auch ein solches Zentrum eingerichtet hat. Immerhin - vom "Soli" soll hier gar nicht erst gesprochen werden.
Nur würde sich ein normaler Mensch darüber klar sein, dass jede "Neuerung auch eine Verteuerung" ist - also Geld kostet. Soll heißen - jede Veränderung auch des Holstentores, das erst kürzlich über 1.000.000 Euro "hergerichtet und in der Ausstellung modernisiert" wurde, bedarf erneut vieler Tausend Euro. Das neue Hansemuseum daraus zu vervollständigen, dürfte Kopfschütteln auslösen, zumal zum Konzept Hansemuseum auch eine Planung vorgenommen worden sein dürfte, wie die Räumlichkeiten dort zu "füllen".

Der wie besagt "einfache Mensch" dürfte - zumal das kulturelle Getöse um den Fortbestand sprich eine Wiedereröffnung der Völkerkundesammlung, meinetwegen auch des Völkerkundemuseum, eine ebenso einfache Lösung parat haben: Es bleibt alles wie es ist. Das Hansemuseum macht "sein Ding", das Holstentor in nun überaus ansprechender Weise der touristische Anlaufpunkt Nr. 1 ist - und bleiben würde. Es sei, es wird eben geschlossen. Pardon - "umgewidmet". Ob da dann noch jemand - wie bisher - überhaupt noch hinein geht, eine vordringliche Frage. Ein Welterbezentrum? Möglichst mit Eintrittsgebühr, von Personalkosten zu schweigen.

Wirrwar weiter im CDU-Gedanken um den Verlust der "Heimat" der Archäologie. Zur Sammlung ins Zeughaus. Klar - die "braune" Vergangenheit muss dort auch berücksichtigt werden. Dann kann ja nur auch vor allem das Rathaus aufgelöst und zum Kloster werden, wenn auch die dort entsprechende Vergangenheit in Vergessenheit geraten soll.

Wirrwarr hatte ich eben geschrieben. Stimmt: Im Gewusel nun der Politik von Zeughaus bis Holstentor (LZB-Gebäude erledigt?) bleibt einem selbst kaum noch ein Überblick, was die will - oder nicht weiß, was. Was jedoch wieder einmal zu erwarten sein dürfte: Hier in Lübeck wird Politik oftmals mit vertrauensseligem Blick auf das über ihren Köpfen schwebende Füllhorn der Großstiftungen getrieben. Daraus rieseln zuverlässig Euros wie die "Sterntaler" nur so heraus. Gestern, heute - und morgen. Hoffentlich täuschen sich diejenigen, die immer neue Ideen spinnen, anstatt beispielsweise mit Blick auf die Völkerkunde zu erkennen: Das Geld, was Neues erfordern würde, lieber für die Wiedereröffnung verwenden. Das wäre ein Bruchteil von dem, was diese "neuen Ideen" an Kosten verursachen. Auch für andere "Kulturhäuser" fließen regelmäßig Stiftungsgelder, wenn der Weg dazu geebnet wird. Aber das ist eben in erster Linie Sache - der Stiftungen selbst.

Noch einmal die Grundschul-mathematische Regel: Minus mal Minus ergibt Plus. Und nicht Minus plus Minus...

Impressum