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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Schulschließung/Neubau wegen u.a."WC-Not" erfordert faire Lösung

26. Januar 2015 (HL-Red-RB) Meinung: Nach den letzten drei Beiträgen hier nun zu einigen Gedanken, die ich bereits zuvor im "Brainstorming" vorbereitet hatte. Soviel davon ist übrig geblieen - auch in der "Gefahr" gewisser Wiederholung. Aber dafür ist das Thema einfach für diese Stadt - und vor allem deswegen zu wichtig - um von einer modernen Fäkalentsorgung zurück in mittelalterliche G(l)ossen zurück zu fallen.
Und das waren/sind meine besagten Gedanken:
Verfolgt man die vor allem Neubautätigkeit der Hansestadt Lübeck im Zusammenhang von Schulen und deren Teilbereichen, nicht zu vergessen die Querelen um die erfolgte Renovierung der Grundschule Moisling/August-Bebel-Straße unter "Verzicht" auf die im dortigen Mühlenweg, um dann plötzlich politisch nachträglich Letzerer den Vorzug zu geben und dort zusätzlich zu investieren, kann gefragt werden, ob denn "Neu- oder Erweiterungsbau" vor regelmäßiger Bauunterhaltung vorhandener Einrichtungen steht. Die Otto-Passarge-Schule "glänzt" schon längere Zeit mit von außen angebrachter und damit offenkundig provisorischer Holzverbretterung unter undichten Fensterbereichen. Was aus dieser Schule einmal werden soll - solche Notmaßnahmen sprechen eine eigener Sprache. Nun plötzlich ist die Niendorfer Schule abgängig. Unter anderem soll es dort schimmeln und stinken. Oder auch ebenso andernorts die Toiletten. Solche "Bestandsübersicht und -entwicklung" spricht nicht gerade für eine kompetente Bau(unterhaltungs-)tätigkeit. Dagegen glänzen tatsächlich Neubauten in Großzügigkeit von Optik bis beispielsweise technischer Ausstattung. Noch einmal: Steht die Bauunterhaltung hinter politischer Protzschau?

Dass lübsche Backsteinkirchen eingerüstet und renoviert werden, gehört zum Stadtbild. Nur wundert man sich da, dass nach nur kurzer Zeit ebenso plötzlich - wie nun bei den Schulen - Mängel erkannt werden, die zuvor hätten (mit)beseitigt werden können. Woher "immer wieder das Geld" dafür? Kein "öffentliches Geheimnis" - aber vieles spricht dafür, dass hier trotz leeren Stadtsäckels "Sorglos-Pakete" vorgeschnürt in den Schubladen liegen, um im Notschrei sich - auf ein Erbarmen der - auch kurzfristigen - Förderung der großen wie ggf. in der Summe "kleinerer" Stiftungen zu verlassen.

Schon mehr als merkwürdig eben die nun als "überraschend" verkaufte Not-Schließung der Schule in Niendorf. Merkwürdig - nein: absolut unverständlich eine solche Entwicklung in der Lübecker Schullandschaft. Des einen (Neubau-)Freud des anderen Leid in maroden und stinkenden Alt-Räumlichkeiten - eine ganz üble, weil gerade letztere ein absolut vorhersehbare, damit vermeidbare Sache...

Und wenn in Niendorf keine Container am Standort, wie Antje Jansen von den LINKEN fordert, dann zumindest ein Fahrdienst spezieller Schulbusse mit - Abhol- und Zubring-Haustürservice für die Schülerinnen und Schüler. Dabei auf den Linienverkehr verweisen zu wollen, wäre nicht mehr wert, als am "1. April" bekannt zu geben.

Für die Kosten also eines Schüler-Shuttles müssten eigentlich diejenigen aufkommen, die in fachlicher wie politischer Hinsicht für diese Entwicklung verantwortlich sind. Wäre man bösartig, könnte der Begriff „Wildwuchs an baufachlicher wie politischer Inkompetenz“ aufkommen. Vielleicht jedoch hilft nun - wenn auch späte - Selbstkritik weiter und damit zu wirklich vernünftiger und fairer Lösung für Niendorf - im Interesse der Kinder.

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