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Agentur für Arbeit Lübeck

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Integration vor Wirtschaftsanliegen? Letztere fordert Englisch

11. März 2014 (HL-Red-RB) Medienecho/Meinung: In den Lübecker Nachrichten von heute spricht sich die Industrie- und Handelskammer zu Lübeck für eine "bilinguale (deutsch/englische) Lehreinrichtuzng (Grundschule) mit vorgeschalteter KiTa" aus. "Absender" ist damit die "Wirtschaft", die damit unmissverständlich klar stellt, welche Sprache über Deutsch hinaus die Nr. 1 ist - und ium Grunde bleibt. Während ein übriges Ziel, die "Internationale Schule" zumindest derzeit vor allem aus finanziellen Gründen (vor allem für die Eltern) auf "Eis" gelegt werden muss, wird der Weg der bilingualen deutsch/englischen KiTa/Grundschule - wie ausgeführt wird - weiter verfolgt.
Im Zusammenhang mit dem derzeit in Bau befindlichem Familienzentrum mit bilingualer KiTa in Buntekuh stellt sich daher und erneut wie immer noch die Frage, ob Gründe einer Integration wie dort dem entspricht, was letztlich vorrangig sein sollte: Nämlich Kinder sprachlich genau auf das vorzubreiten, was sie "später" fordert - und wie auch auf der dementsprechenden AWO-Internetseite als Ziel dargestellt "durch das Erlebnis authentischer Mehrsprachigkeit die Kinder zusätzlich auf ihr Europa von morgen vorzubereiten und die Grundlage für Toleranz für anderssprachige Menschen und ihre Kultur zu legen und weiter "Die bilingual geführten Kitas der AWO unterscheiden sich von monolingual geführten nur darin, dass zwei Sprachen als Umgangssprachen verwendet werden. D.h., die bilingualen AWO-Kitas absolvieren das gleiche Programm wie die monolingualen Kindergärten der AWO, nur geschieht dies auf deutsch und auf Englisch oder Französisch".

Also erneut die Frage, warum in Buntekuh stattdessen und allenfalls Gründe einer Integration immer noch als so aktuell gewichtet wurden, bilingual auf die Schiene "deutsch/türkisch" zu setzen. Auch der Begriff "weiteres Kulturzentrum" wird für Buntekuh in diesem Zusammenhang als wohl "Gewinn" für diesen Stadtteil, der aus der Sicht zumindest weiter Kreise der Anwohnerinnen und Anwohner hier durchaus bezweifelt wird. Müßig, darauf weiter einzugehen. Denn außer den Bürgern für Lübeck war sie die Lübecker Politik einig, den grünen Mittelpunkt des Stadtteils für einen im Gesamtzusammenhang dieses Beitrags per Bebauungsplan zu opfern, anstatt andere - auch räumliche - Möglichkeiten für solches "vorübergehendes Probelm" zu finden. Die Forderung der IHK und damit der Wirtschaft auf bilinguale Ausrichtung auf Englisch beantwortet dazu klar, dass in Buntekuh allenfalls ausklingende Umstände statt Weitsicht, was tatsächlich in Zukunft - eigentlich längst oder immer schon - "gepflegt" werden soll. Welche Amtssprachen im Europa von heute und morgen angesagt sind, ist hinreichend bekannt. Also auch Französisch. Türkisch jedenfalls eher nicht. Was immer auch sonst zu Buntekuhs neuer Einrichtung geführt hat – mehr als gewisse „integrierende Freundlichkeit“ kann es jedenfalls nicht gewesen sein. Was eigentlich also mit übrigen „Sprachen“ -sollen für diese „eigene Heimatvereine“ für die Bewahrung deren Kultur herhalten?

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