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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Nun a u c h städt. Altkleider-Container - oder bald nur noch?

09. Oktober 2013 (HL-Red-RB) Meinung: Da scheint ein "Zickenkrieg" auf Altkleider-Ebene ausgebrochen zu sein. Nichts dagegen, wenn zum lübschen Schild(a)erwald nun auch noch Altkleider-Container der städtischen Entsorgungsbetriebe die Straßen verschönen. Aber soll wirklich glaubhaft gemacht werden, dass die Altkleider-Sammlungen unter dem Summenstrich so lukrativ sind, dass nun materiell wie personell investiert wird, um an solchem "Reibach" teilzunehmen. Bisher heißt es zwar, "...stellen a u c h die Entsorgungsbetriebe Container auf". Aber ob der Weg lt. "...alte Kleidungsstücke gehen zu einem Verwerter aus der Nähe von Hamburg, der auch für die gemeinnützigen Organisationen tätig ist", dieser uneigennützig macht, eher unwahrscheinlich.Das kürzt damit den Reinerlös.

Was bleibt beispielsweise der Brockensammlung, als die Betonung "...dass der beste Weg die direkte Abgabe bei der Brockensammlung, Steinrader Weg 7, oder bei der Vorwerker Diakonie ist", entbehrt der Klarstellung Letzterer. Vor allem die, ob denn die Container der Vorwerker Diakonie bleiben.
Immerhin gibt es auch beispielsweise andere soziale oder kirchliche Altkleider und - geräte Sammlungen zugunsten partnerschaftlicher Bereiche oder Bezugsberechtigter.

Fehlt nur noch die Androhung von Bußgeld, wenn nun nicht mehr nach städtischer Vorgabe Altkleider entsorgt werden dürfen. Wenn bisher genehmigte Sammelcontainer abgezogen werden müssen, wird so manches Stück an Altkleidung im "normalen" Müll landen. Und wirklich noch "gute" zur Abholung dort telefonisch angemeldet, wo es Abgebenden genehm ist.

Im Grunde ist dieses "Mitmach-Bemühen" ähnlich fragwürdig wie einmal die Regelung, auch E- Klein-Geräte müssten zu den Sammelstellen gebracht werden. Wie damals der zuständige Senator nachträglich zugeben musste, kann von beispielsweise älteren Menschen, die zudem nicht mehr über ein Auto verfügen, deswegen ein Taxi nehmen. Ob diese dann einfach ihren "durchgebrannten" Haarfön dann doch einfach in den Hausmüll werfen, eher unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher aber, dass Leute, die solche Vorgabe erfüllen könnten, das einfach "auch" nicht tun. Selbst Fernsehgeräte stehen nach wie vor beim Straßen-Sperrmüll.

Alles das steht eben zwischen "Theorie und Praxis". Zu befürchten allerdings, dass nun die aktuellen Vorhaben um Altkleider - zur "Klamotte" werden könnten. Wobei das alles nun noch nicht einmal im Zusammenhang mit sorgsam aufgebauten Textil-Manufakturen der Drittländer gesehen wird, die über den Altkleider-Import-Handel aufgeben müssen. Aber wohin oder wie werden "unsere" Altkleider ansonsten vermarktet?

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