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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

"Abschiedsspiel" Marienpastorin:Unerwartetes Elfmeter-Schießen?

12. Januar 2011 (HL-Red-RB) Meinung: „Große Resonanz auf Marienpastorin-Abschied - also weiter aktuell?“ - so hatte Lübeck-TeaTime eigentlich „nur“ noch eine Frage stellen wollen – nein andeuten, um dazu beizutragen, dass endlich die Fakten auf den Tisch kommen. Auf den Tisch der Wahrheit, in diesem Falle ein - Altar. Ein Altar unter den Augen Gottes auch in Nächstenliebe. So, wie unser christlicher Glaube es vermittelt. Eine Kanzel, von der Gottes Wort gepredigt wird. Eine Predigt nun eben der – kann man wirklich bereits ehemaligen sagen? - ehemaligen Marienpastorin, die ihren Abschied von ihrem Lübecker Amt nahm. Einem Amt in einer Stadt, die bis vor kurzer Zeit Bedeutung als Bischofsstadt hatte. Dies jahrhundertelang. Mit „Armheben“ diese historische Wertigkeit verlor und zur Predigtstelle wurde. Erneut also das Wort „Predigt“.




Foto (© Reinhard Bartsch Luebeck): Ina von Kortzfleisch


Ja, dies war ein Vorspann – durchaus und gerne im "Wortspiel". Kein Spiel allerdings innerhalb besagter Mariengemeinde, sprich zwischen dem Kirchenvorstand, seiner Pastorin und zwischenzeitlich der Subordination. Ein Spiel, das sich zu seinem „Ende“ hin unter Ausschluss der Öffentlichkeit wohl in weiser Voraussicht mit wahrlich selbst gewählter Kündigung der Seelsorgerin endete. Ein Spiel fast unter Ausschluss der Medienszene, dafür – wie sich erwiesen hat – im Zusammenspiel von Orts-Institution Kirche und der Tagespresse. Aber auch ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit findet nicht auf dem Mond statt – dafür gibt es zuviele persönliche Interessen, die je nach „Ergebnis und Folgen“ aus – was sagte doch die Tagespresse: „Pastorin schmiss das Handtuch“, um im Tagesrhytmus immer mehr erkennen zu lassen, dass das Blatt längst informiert war – aber still gehalten hat. Erst in letzten Augenblicken die Mosaik-Steinchen zeigte bis zum „Geheimnisverrat“ - sie geht nach Meldorf. Auf die Verfahrens-Farce soll hier gar nicht eingegangen werden.

Lübeck-TeaTime lagen und liegen ebenfalls Informationen vor, zu denen im Interesse einer vernüftigen Regelung zwischen „Amtsaufsicht, Kirchenvorstand und der Pastorin“ Zurückhaltung geübt wurde. Wäre wahrscheinlich ein gefundenes „Fressen“ für die Straßenjournaille geworden. Nun – Lübeck-TeaTime pflegt da ein anderes Niveau. Heute allerdings geht es nicht anders, als gewisse Dinge zurechtzurücken und richtig zu stellen, die einfach unzutreffend publiziert wurden:
Kleinigkeiten nur, könnte man meinen. Aber nun doch die Frage „Wer schützt nun wen vor wem“? Der Gottesdienst wurde nicht als „Abschiedsgottesdienst angekündigt“ - auch nicht in der Presse zunächst. Erst auf dn „letztebn“ Drücker. Planung Briefkapelle – aus Heizkostengründen verworfen, weil dann doch „Bammel“, es könnten doch mehr Gottesdienstbesucherinnen und -besucher kommen. Wozu also mehr Stühle in die Kapelle stellen – dann gleich in die große Kirchenhalle.

Ca. 180 an der Zahl waren gekommen? Nein, Insider sprechen von über 300. Glückwünsche und Blumen, Geschenke nach dem Gottesdienst „ohne Ende“ für die von der Kanzel herabgestiegenen Kanzel. Nach einer Predigt, die stilvoll Dinge anriss, aber wohl nicht die „Wahrheit“ vermitteln durfte. Immer noch nicht. „Sie öffnete ihr Herz“ - so jemand dazu, wie zu lesen war. Irrtum – oder Vorsatz: Die Pastorin hatte – ihren Verstand nicht nur geöffnet, sondern klug genutzt. Aber Klugheit richtet sich vor allem an diejenigen, die klug zu verstehen wissen. Ob es aber klug war zu schreiben, die Pastorin hätte den Kirchenvorstand mit der Lesung betrauen sollen – falsch: Die Lesung liegt in anderer – zumindest geübter – Zuständigkeit. Diese Lesung war vergeben, wie aus gut unterrichtetem Kreis bestätigt wurde. Nur war dieses Kirchenvorstandsmitglied ohne Hinweis zuvor – dem Gottesdienst ferngeblieben. Ein Problem, das jedoch kurzfristig – und wie zu hören war – glücklich, weil mittels kompetentem „Mit-Verkünder“ gelöst wurde. Unerwartet gar? Nun, hier kein Anlass zu fragen.

Etwas anderes jedoch m u s s hinterfragt werden: Nach einer Predigt wird die Kanzel verlassen, das Redemanuscript bleibt liegen. Wie anders auch. Die peinliche Frage jedoch: Nach Verabschiedung der Gemeinde war das Manuscript – verschwunden. Frage also: Wer hatte ein Interesse daran – und dies an einer Stelle, wo sonst niemand – an diesem Tage die Pastorin – etwas zu suchen hatte? Das Manuscript der Predigt, die alle gehört hatten. Ebenso merkwürdig: so präziese eine Predigt – auch auszugsweise – auf Papier darzustellen, lässt darüber im Grunde lächeln weil zu vermuten, dass dieses „interne Kirchenpapier“ ebenso zugespielt wurde, wie ein gewissens zuvor.

Gesten haben interen auch Routinegespräche der Lübecker Kirchenkreises stattgefunden. Auch dabei dürfte das verschwundene Predigtpapier Thema gewesen sein. Komplett war die Runde übrigens nicht. Auch Lübeck-TeaTime hört aus „Lecks“ auferlegter Verschwiegenheit. Nicht erst seit heute, wie aus den zuvor vorgestellten „Meinungen“ zu schließen war. Der „Verrat wird geliebt – nicht der Verräter“ heißt es. Erinnert an Judas, der im Grunde andere Motive hatte, wie Bibelkundige wissen. Aber da weiß man auch, dass Judas das tat, was im „vorhergesehen“ war,.

Die Propheten haben zu Lübecks Marien-Kirch(en)spiel nichts hinterlassen. Dafür ist St. Marien - und „St.“ zeigt, dass hier die Reformation Luthers noch nicht abgeschlossen wurde – nicht so wichtig. Sonst hieße diese Kirche – Marienkirche. Aber der Mensch und Christin Ina von Kortzfleisch hat ihre „Freiheit des Christenmenschen“ wahrgenommen. Auch diese Freiheit scheint über „Marien“ hinaus ebenfalls weder begriffen – noch erwünscht,

vermutet
Reinhard Bartsch
Chefredakteur Lübeck-TeaTime.

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