Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Rettet „Onkel aus Amerika“ die Eutiner „Festspiele“?

20. Dezember 2010 (HL-Red-RB) Meinung: Der gestern Nachmittag übermittelte Beitrag von HS-Kulturkorrespondenz zur Rettung der Eutiner Sommeroper (so heißt die einst legendäre Veranstaltung heute wohl), kaum zu glauben. Eine Art Weihnachtsbotschaft, zu der hoffentlich ein guter Stern gehört. Denn das jahrelange Hickhack um „mal Geld da, dann – wo ist es geblieben“ bis hin zur angeblich endgültigen Rettung nach der Saison 2010, die nach Aufziehen der dann doch leeren Kassenschublade wie eine Seifenblase zerplatzte. Da scheint man wohl zu lange und weiter an ein "Füllhorn" geglaubt zu haben.

Nun kommt künstlerische Hilfe durch einen "Onkel" aus Amerika, Professor David Neeley von der Universität Kansas, der Orchester und junge Künstler – gegen Selbstkosten – mitbringen will. Schluss also mit Gagenzahlung, an deren Stelle „Aufwandsvergütung“ treten soll? Stammkapital kein Problem? Derzeit noch so geheimnisvoll – wie einst im filmischen Immenhof. Aber da jedenfalls hat es „geklappt“.
Auch wollen nachbarliche Bühnen (wieder) unterstützen. Das sollte in diesem Jahr bereits funktionieren. Was auch immer daran wahr: Einem schon bekannt gegebenen Dirigent reichte seine Gage dann doch nicht.

Man kann nur hoffen, dass aufkeimender Optimismus nicht am "auf und über der Freilichtbühne“ wachsenden Gras zugrunde geht. Eines jedenfalls steht fest – was bliebe vom kulturellen Ruf Eutins, wenn es dieses Mal - statt nur in einen Rettungsring zu greifen - nicht endlich nachhaltig gelingt, ein Rettungsboot so zu besteigen, dem ein Schiff folgt, das mit kompetentem Kapitän nebst Crew auf Dauer allen künftigen Stürmen gewappnet ist.

Reinhard Bartsch
Chefredakteur

Impressum