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Agentur für Arbeit Lübeck

LüTeaTime bis Gästeforum

Deutsche Bahn - arrogant? Nein, wie könnte man darauf kommen?

18. Dezember 2010 (HL-Red-RB) Meinung: Die Mondlandung war wohl einfacher, als endlich bei der „Eisenbahn“ zumindest wieder die Zuverlässigkeiten einer Dampflok-Zeit zurück zu bescheren. Ich erinnere mich noch an solche um 1964 der Strecke Eckernförde – Kiel. Da konnte zwar keine Oberleitung „kurzschließen“, aber zumindest gefrorene, verschneite Weichen wurden per Hand freigelegt und funktionierten. Dampf oder Diesel – was da gestern auf der Strecke HH-HL passiert ist, dass die DB in ihrer „Unerfahrenheit“ nichts in der Schublade bereit hält, um unverzüglich (heißt: ohne schuldhaftes Verhalten) darauf regieren zu können, ist absolute Inkompetenz.

Selbst ein kleiner "Verein" wie der Lübecker Stadtverkehr hält Bus/FahrerIn bereit, um kurzfristig auf Unvorhersehbares reagieren zu können. Die „große“ DB zeigt immer wieder technische, aber auch kompetente (menschliche) Mängel, die nicht zu glauben sind. Lübeck-TeaTime ist aus dem Presse-Verteiler „herausgeflogen“, weil Kritik nicht genehm war. Und warum sollte ich Fahrkosten tragen sollen, wenn Bahn/Bus Platz ohne Ende haben – und ich zum Null-.Tarif berichten sollte, wenn andere Medien über Werbeanzeigen dafür bezahlt wurden. "Gibt der Etat nicht her", so die Erklärung mir gegenüber.
Nachfragen endeten im „Nebel“ offenkundig unguten Willens. Eine Nachfrage/Beschwerde beim DB-Vorstand – mir zu „blöd“, mache ich aber vielleicht doch einmal. Also – keine Meldungen mehr in Lübeck-TeaTime. Schade, zumal jede Störung der Verbindungen auch beispielsweise Husum - Flensburg oftmals Sekunden später hier zu lesen waren. Auch "Lübecker" fahren mal nach Husum, oder?





Foto (RB): Erinnerung an die "Freigabe" des frisch renovierten Bahnhofs Bad Schwartau. So "ganz nebenher" überreichte die damalige Staatssekretärin Karin Wiedemann eine zusätzliche "Millionen-Zuwendung" des Landes SH an Ute Plambeck, DB - Konzernbevollmächtigte für die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein zur Finanzierung unerwarteter Mehrkosten bei der Renovierung des Lübecker -Bahnhofs im Zusammenhang mit der Grundwasser-Absenkung. Wer berichtete dies? Die Tagespresse jedenfalls nicht. Und Konsequenzen in der Zusammenarbeit? Eine "Millionen" - Peanuts natürlich...


Nun die Merkwürdigkeiten, nein Hilflosigkeit einer „modernen“ Bahn, die anscheinend nicht in der Lage war, eine Diesellok von HH oder HL loszuschicken, um die Probleme zu lösen. Ich selbst habe es erlebt, dass nach einer Verspätung aus Richtung Köln lieber zunächst Taxen nach Lübeck geordert wurden, als gleich einen „Bummel-Zug“, der regelmäßig „als letzter“ ohne Fahrgäste und damit „dunkel“ nach Lübeck fuhr, dafür einzusetzen. Stimmt nicht, Frau Plambeck (Danke übrigens für die halbherzige Anfrage – Sie wissen schon, was ich meine)?

Unflexibel nennt man das – und das ist wohl bis heute so. Nun 250 Euro (die Höhe ist „Quatsch“) Entschädigung für die im Stich gelassenen Fahrgäste – meinetwegen auch noch Kosten selbst gerufene für Taxen pp.? Guten Ruf kann man sich nicht kaufen, dafür muss man Leistung und Zuverlässigkeit erbringen. DB? Leider gestern wieder einmal eine „Lachnummer“, wenn es nicht so traurig wäre...

Der Blick in HL-live.de und die „Leserbriefe“ zeigt, was da wohl wirklich passiert ist. Lesen Sie, verehrte Gäste in Lübeck-TeaTime, einen Auszug daraus (mit Dank an HL-live):

Text 1:
Das war ja mal wieder eine Granatenaktion von der Bahn. Stillstand ca. 16.25 Uhr, ca. 19.00 Uhr wurden erstmals die Zugtüren geöffnet, keine Spur von irgendwelchen Bussen, um 19.30 Uhr ging es dann zu Fuß quer durch die Wallachei zum örtlichen Feuerwehrhaus, wo es dann was zum trinken gab. Hier natürlich kein Mensch von der Bahn anwesend!

Text 2:
Das war ja mal wieder eine Granatenaktion von der Bahn. Stillstand ca. 16.25 Uhr, ca. 19.00 Uhr wurden erstmals die Zugtüren geöffnet, keine Spur von irgendwelchen Bussen, um 19.30 Uhr ging es dann zu Fuß quer durch die Wallachei zum örtlichen Feuerwehrhaus, wo es dann was zum trinken gab. Hier natürlich kein Mensch von der Bahn anwesend!

Text 3:
Klasse Leistung der Bahn. Wenn die Zentrale schon weiß, dass da ein Zug auf der Strecke steht, warum lassen sie dann noch Züge Richtung Lübeck losfahren?
Die Fahrgäste der RE um 18.36 hat man mit 45min. Verspätung in Ahrensburg rausgesezt. Für die Fahrgäste der RE davor soll in Bargteheide Endstation gewesen sein. Und auch kein weiter kommen ohne Busse.
Ich kann nur hoffen das die Bahn das in Zukunft besser hinbekommt. Denn die meisten der Fahgäste sind Pendler die auf diese verbindung angewiesen sind.

Um es vorweg zu sagen: Als Pendlerin bin ich einiges von der Bahn gewohnt. Shit happens, erst recht bei diesem Wetter. Aber das Chaos gestern spottet jeder Beschreibung. Ich saß in dem Zug, der in Bargteheide gestrandet ist. Er fuhr um 17.45 Uhr in Hamburg los. Dieser Zug hätte gar nicht erst losfahren dürfen, denn die Strecke war zu diesem Zeitpunkt schon gesperrt. Der Zug hielt dann plötzlich. Ansage des Zugführers: Wir fahren jetzt nach Bargteheide, dort wird unsere Lok abgekoppelt, schleppt einen Zug ab, der auf der Strecke liegen geblieben ist. Wir wissen nicht, wie schnell das geht. Aber wir beeilen uns, damit sie schnell in ihren verdienten Feierabend kommen. Zwei Stunden stand der Zug dann in Bargeheide. Die Notbeleuchtung sprang an, es wurde immer kälter. Dann, nach zwei Stunden, die Ansage: Bitte steigen Sie aus, die Deutsche Bahn hat Busse bestellt. Von wegen. Hunderte von Pendlern harrten in der Kälte aus - ohne das irgendwas geschah. Und das bei Minus 5 Grad. Schon klar, dass es dauert Ersatzverkehr organisieren. Aber doch nicht vier Stunden. Und ich verstehe auch nicht, warum wir nicht im Zug sitzenbleiben durften, bis die Busse tatsächlich vor dem Bahnhofsvorplatz standen. Ich habe das übrigens nicht mehr mitbekommen. Ich habe mir mit ein paar Leuten ein Taxi nach Lübeck geteilt. Und die Fahrerin war so nett, nur den regulären Preis zu verlangen. Sie hat unsere Notsituation nicht ausgenutzt. Dafür an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank. Und von der Deutschen Bahn erwarte ich auch in Zukunft nicht, dass immer alles jeden Tag perfekt läuft. Aber dass das Krisenmanagement in solchen Fällen funktioniert. Vor allem im Winter, wenn man sich draußen den A ... abfriert.“

Abschließender Hinweis:
Lübeck-TeaTime braucht die Presse-Meldungen der DB nicht. Schade nur, dass dieser Service nicht mehr geboten werden „kann“. „Liebe DB, erinnern Sie, wer Ihre Termine in Lübeck presseseitig überhaupt wahrgenommen hat? Etwa zur Freigabe des Lübecker Bahnhofs morgens vor 5 Uhr morgens zur ersten Zugabfahrt (nach Kiel)? Es gab weitere Termine, da war „ich“ nur da (für unterschiedliche Abnehmer) – wo die Medien, deren „Kunde“ Sie waren und sind?

Mein Bruder war "Reichseisenbahner pp.". Der erklärte mir einmal, die Eisenbahn hätte sich auch aus "Blut und Tränen" entwickelt. "Blut" gab es gestern nicht; denn der nachfolgende Zug wurde dann doch noch gestoppt...

Fazit Pressearbeit: Was nichts kostet – ist nichts wert?

Reinhard Bartsch
Chefredakteur
Nach wie vor Fan der Bahn. Aber nicht dieser „Monopol-Institution“.

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