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Agentur für Arbeit Lübeck

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GEM-Dienstagsvortrag u.a.: Würzburg nach der Bombardierung 1945

25. Dezember 2008 (Lübeck). Die "Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit" Lübeck teilt die Termine der "Dienstagsvorträge" Januar 2009" mit. Herausragend dabei der Vortrag von Dr. Jörg Paczkowski, Museumsleiter in Wertheim, mit "
Der Wiederaufbau der Stadt Würzburg nach 1945" gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Palmarum 1942 fiel Lübeck in Schutt und Asche. Aber welchen "Sinn" machte die 80prozentige Zerstörung Würzburgs noch am 16. März 1945, als das Kriegsende längst "eingeläutet" war. Wird in diesem Vortrag "hintergründige Wahrheit" vermittelt?

06.01.
Michael P. Schulz, Lübeck
„Wären meine Lieder Perlen“
Das Lübecker Geibel-Projekt zum 125. Todestag des Lübecker Ehrenbürgers
gemeinsam mit den Lübecker Ballettfreunden e.V.

13.01.
Dr. Michael Sabottka, Lübeck
Heiligtümer und Nekropolen im alten Alexandrien.
– Topographie und Stadtentwicklung einer antiken Großstadt – gemeinsam mit der Archäologische Gesellschaft der Hansestadt Lübeck e.V.

20.01.
Peter Brandewiede, Leiter der Justizvollzugsanstalt Lübeck
100 Jahre Justizvollzugsanstalt Lübeck
gemeinsam mit der Rechtsfürsorge e. V. „Resohilfe“

27.01.
Dr. Jörg Paczkowski, Museumsleiter in Wertheim.
Der Wiederaufbau der Stadt Würzburg nach 1945
gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.



Foto: Eigentlich unglaublich - aber die Treppenhaus-Decke in der Würzburger Residenz blieb im wütenden Bombardement des 2. Weltkrieges 1945 überraschend unzerstört wie manches zuvor 1942 in Lübeck.

Dazu
Inhaltsangaben Dienstagsvorträge Januar 2009

06.01.
Michael P. Schulz, der Initiator des "Lübecker Geibel-Projektes" wird anlässlich des 125. Todestages des Lübecker Ehrenbürgers Emanuel Geibel über Leben und Werk des einst berühmten Lyrikers referieren. Informationen zur Biographie werden ergänzt durch Lesungen aus dem reichen Gedichtschaffen. Dazu erklingen Tonbeispiele aus der umfangreichen CD-Edition, die begleitend zum "Geibel-Gedenkjahr" erschienen ist.

13.01.
Heute reisen Touristen nach Ägypten, um am Roten Meer zu baden oder auf einer Nilkreuzfahrt das pharaonische Ägypten kennen zu lernen. Es gibt aber auch andere aus archäologischer Sicht interessante und wichtige Orte in Ägypten. Dabei ist insbesondere Alexandria zu nennen, die Residenz der Ptolemäer, eine der Nachfolgerdynastien Alexanders des Großen. Von Alexander selbst gegründet, entwickelte sich die Stadt am Westrand des Nildeltas zu der größten und wichtigsten Stadt im Mittelmeerraum, neben Rom.
Auch wenn die Stadt zur Ptolemäerzeit und danach auch in der römischen Kaiserzeit die Hauptstadt Ägyptens war, war Alexandria nie eine rein ägyptische Stadt. „Alexandria ad Aegyptum“ (also „Alexandria bei Ägypten“) war ein Schmelztiegel für die Assimilation und Integration verschiedener Kulturen (Makedonier, Griechen, Römer, Juden, Ägypter, Vorderasiaten). Herrscher, Bürger und Einwanderer aus verschiedenen Gegenden schufen eine neue Kultur, die Teil des griechisch-römischen Hellenismus war, aber auch starke ägyptische Einflüsse enthielt.
Neben einer Darstellung der Stadtentwicklung Alexandriens, seiner Topographie und der dazu gehörenden Forschungsgeschichte wird an Beispielen wichtiger Heiligtümer und ande-rer Bauten innerhalb der Stadt sowie der bedeutsamen Totenstädte (Nekropolen außerhalb der Stadtmauern), die Teil langjähriger Forschungen des Vortragenden waren, ein Einblick in diese bedeutende antike Metropole gegeben.

20.01.
Der Vortrag wird sich vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung der Anstalt mit den gegenwärtigen Organisationsgrundsätzen im Justizvollzug befassen. Daraus leitet sich das aktuelle Anstaltskonzept ab, das vorgestellt werden soll. Anschließend werden die künftigen Bauplanungen erläutert, die auf der so genannten Zielplanung beruhen und Maßnahmen im Zeitraum von 2008 bis voraussichtlich 2015 vorsehen.

27.01.
Würzburg wurde am 16. März 1945 bis zu 80 % zerstört, dennoch war das Stadtbild wegen der Dominanz der historischen Großbauten - auch wenn diese fast alle stark in Mitleidenschaft gezogen waren - und der Ablesbarkeit der Straßenzüge - zumindest standen noch die Fassaden zahlreicher Häuser - weitgehend erhalten geblieben. Schon 1945 entwickelte man Gedanken zum Wiederaufbau. Der Vortrag untersucht, nach welchen städtebaulichen Kriterien Würzburg aufgebaut wurde, inwieweit man Rücksicht auf die historische Substanz genommen hat und wie zeitgenössische städtebauliche Theorien angewandt wurden. Auffallend ist, dass man in Würzburg die historischen Großbauten wieder herstellte, die erhalten gebliebenen Fassaden in den Straßen aber weitgehend beseitigte. Interessant ist nun, dass die Bauten der fünfziger Jahre, die damals als vorbildlich bezeichnet wurden, heute weitgehend beseitigt werden. Der Vortrag will nicht nur ein Vorher und Nachher zeigen, sondern städtebauliche Theorien aufzeigen.Der Wiederaufbau Würzburg schwankt im Laufe der Zeit zwischen Rekonstruktion, Heimatschutzgedanken, Neudeutung des Stadtensembles und Ignorierung historisch gewachsener Strukturen.


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