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Ehemalige Bergkameraden kritisieren Kinofilm „Nanga Parbat“

10. Januar 2010 (HL-Red.) NDR „Kulturjournal“ Exklusiv: Ehemalige Bergkameraden kritisieren Kinofilm „Nanga Parbat“ Sendetermin: Montag, 11. Januar, 22.30 Uhr, NDR Fernsehen: Kurz vor dem Kinostart von „Nanga Parbat“ haben die Expeditionsteilnehmer Max von Kienlin und Gerhard Baur deutliche Kritik an dem Film geübt. Joseph Vilsmaier erzählt darin die Tragödie im Himalaya-Gebirge, bei der 1970 Reinhold Messners Bruder Günther ums Leben kam. Im NDR „Kulturjournal“ (Sendung: Montag, 11. Januar, 22.30 Uhr, NDR Fernsehen) bemängeln von Kienlin und Baur, wie die Messner-Gefährten in dem Film charakterisiert werden. „Dass sich irgendjemand von den Expeditionsteilnehmern darüber gefreut hätte, dass beide Messners hätten umkommen können, das ist infam“, so Gerhard Baur.

Für Max von Kienlin ist besonders die Darstellung des Expeditionsführers Karl Herrligkoffer problematisch: „Wir haben ja alle unsere Probleme mit Herrligkoffer gehabt. Aber so krass, ein ‚Berghitler‘ möchte man fast sagen, wie er dargestellt wird, so war er nicht. Und es ist erstaunlich, dass gerade die Toten im Film besonders schlecht wegkommen."

Die beiden Expeditionsteilnehmer kritisieren zudem, dass sie zu keinem Zeitpunkt von Joseph Vilsmaier zu ihrer Sicht über die Geschehnisse am Nanga Parbat befragt wurden. Konfrontiert mit den Vorwürfen, entgegnete der Regisseur dem „Kulturjournal“: „Da muss man die ganzen Bücher zitieren, da muss man die gegenüber stellen und so, aber die Arbeit mache ich mir nicht, also, da habe ich kein Bock nicht, damit da irgendwelche Kamellen ausgepackt werden von 18 egoistischen Männern.“

Quelle: NDR Presse und Information


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