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Lübeck, Wismar und Rostock: 750 Jahre Schutzbündnis

12. Oktober 2009 (HL-red.) Das Kulturhistorische Museum Rostock präsentiert von Mittwoch, 14. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober 2009, in der Kleinen Börse des Lübecker Rathauses die Ausstellung „Netzwerk Hanse. Handel, Handelswege und kultureller Austausch im Ostseeraum in der Hansezeit“. Die Ausstellung dokumentiert anhand der Handelswege der Hanse den kulturellen Austausch im Ostseeraum. So erschließen sich dem Besucher nicht nur die reichen kulturellen Traditionen der Hanse sondern auch die Bedeutung des Städtebundes für die mittelalterliche Kultur im baltischen Gebiet. Die Ausstellung kann von montags bis freitags jeweils von 8 bis 18.30 Uhr, sonnabends und sonntags von 8 bis 16 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos.

Der Wirtschaftsraum Ostsee, das Baltische Meer, war bereits im Mittelalter einmal nahezu verwirklicht: Im internationalen Rahmen des Wirtschaftsverbandes der Hanse. Seine Geschichte und Bedeutung für Handel, Kultur und Gesellschaft steht im Mittelpunkt der Ausstellung, deren zeitlicher und räumlicher Rahmen die Entwicklung der Hanse aus dem engeren Hanseraum (Wendisches Quartier) bis hin zur größten Ausdehnung des Hansebundes über weite Bereiche des Ostsee- und Nordseeraumes bildet. Über Generationen zogen sich die Handelsbeziehungen wie auch die Heiratsverbindungen der Kaufmannsgeschlechter zwischen den Städten des Bundes. Die Kaufleute wurden zu Trägern der Kultur auch über weite Entfernungen. Dabei fehlte es nicht am Bewusstsein der Zusammengehörigkeit. Gleichzeitig basiert die Ausstellung auf dem Gedanken, dass die gemeinsamen Traditionen im Ostseeraum heute wieder stärker an Bedeutung gewinnen und zunehmend als Teil der gemeinsamen europäischen Identität begriffen werden. Mit der stärkeren Annäherung der Mitglieder der Europäischen Union und insbesondere mit der Aufnahme der östlichen Nachbarn Deutschlands, der Republiken Polen, Litauen, Lettland und Estland nähern sich Regionen einander an, die bereits im Mittelalter zu einem großen gemeinsamen Raum gehörten.
Die Ausstellung findet anlässlich des 750jährigen Jubiläums des Schutzbündnisses der drei Städte Lübeck, Wismar und Rostock statt. Am 6. September 1259 unterzeichneten Vertreter der drei Städte einen Beistandspakt zum Schutz ihrer Kauf- und Seeleute vor See- und Straßenräubern. Dieses historische Datum kann als Beginn des Prozesses der Formierung des „Wendischen Quartiers“ als Kerngruppe der Städtehanse gewertet werden. Die Originalurkunde ist noch heute in Lübeck zu bestaunen. 750 Jahre danach feiern und würdigen die drei Hansestädte das Jubiläum dieses Schutzbündnisses mit eigenen und gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen.

Quelle: LÜBECK Pressedienst

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