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Kulturtipp: 7. Sinfoniekonzert "Honegger- Castérède-Strauss"

04. Mai 2009 (HL-red.) Mit dem 7. Sinfoniekonzert am 10. Mai um 11 Uhr und am 11. Mai um 20 Uhr in der Lübecker MuK setzt das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck unter Leitung von GMD Roman Brogli-Sacher seine Beschäftigung mit Werken, die auf Anregung des Mäzens Paul Sacher entstanden sind, fort. Der Schweizer Musikkenner Sacher verfügte über einen außerordentlich treffsicheren Instinkt für vielversprechende Talente. So förderte er mit gezielten Kompositionsaufträgen die Musik des 20. Jahrhundert entscheidend, und die von ihm angeregten Werke bilden eine wahre Fundgrube an hervorragender Musik.




Foto (Holger Braack): GMD Roman Brogli-Sacher

Ein CD-Mitschnitt wird das
Konzert dokumentieren und die Gesamtaufnahme der Sinfonien Arthur Honeggers, die das
Orchester begonnen hat, weiterführen, steht doch gleich am Anfang des Programms Honeggers
1941 geschriebene 2. Sinfonie, deren Entstehung auf Paul Sacher zurückgeht. Die
Grundstimmung dieser Streichersinfonie ist düster und schwer, bevor die im dritten Satz mit
einer choralartigen Melodie einsetzende Trompete befreit aufatmen lässt und dem persönlich
bekenntnishaften Zug, der Honeggers oft Werken eigen ist, zum Durchbruch verhilft. Der
Messiaen-Schüler Jacques Castérède, dessen Concertino an zweiter Stelle im Konzert folgt, ist in
Deutschland nahezu unbekannt. Dies ist gerade deshalb bedauerlich, weil sein Schaffen eine
Vielfalt an Stilen beinhaltet und auch Ausflüge in den Jazz nicht scheut. Zudem bereichert er mit
seinem Concertino für Trompete, Posaune, Streichorchester und Klavier die eher übersichtliche
Konzertliteratur für Posaune und Orchester um ein spannendes Werk. Als Solisten gastieren der
Schweizer Posaunist Dany Bonvin und der belgische Trompeter Guido Segers, die beide neben
ihren Solopositionen in Orchestern von Weltrang eine herausragende Solistenkarriere aufgebaut
haben.
Mit einer der bekanntesten Sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss schließt das Konzert:
»Also sprach Zarathustra«. Das Werk ist keine musikalische Nachdichtung oder musikalisierte
Philosophie des Nietzsche-Klassikers, sondern stellt Zarathustra als Symbolfigur für die neu
errungene Freiheit des Individuums in den Mittelpunkt. Dabei ist das Orchester in seiner
Besetzung und klanglichen Ausdifferenzierung schon klar erkennbar auf dem Weg zur »Salome«.
Dass Strauss selbst die Komposition nicht nur bierernst verstanden haben wollte, zeigt u. a. sein
ironischer Kommentar zu dem verklärenden Schluss mit der Auflösungstendenz: »Der Mensch
(H-Dur) fragt: Wann? – Wann? - und die Natur antwortet tief unten in ihrem C-Dur: Nie – Nie –
wird’s schönes Wetter!«
Dany Bonvin wurde 1964 in Crans-Montana (Schweiz) geboren und studierte in Bern bei Prof.
Branimir Slokar, wo er 1988 sein Solistendiplom erhielt (Tschummipreis). Er ist Preisträger
verschiedener internationaler Wettbewerbe. Mit 17 Jahren wurde er als Soloposaunist bei den
Münchner Philharmonikern engagiert, wo er bis heute tätig ist. In diesen Jahren sammelte er
wichtige künstlerische Erfahrungen im symphonischen Bereich in der ganzen Welt bei ca.1500
Konzerten. Als Solist gastierte er mit bedeutenden Orchestern wie dem Orchestre de la Suisse
Romande, OCL Lausanne, Berner Symphonie Orchester oder dem Theater Magdeburg. Er ist
Gründungsmitglied des Münchner Posaunenquartetts und Mitglied des Ensembles
»Blechschaden« (Echo Preis 1999 und 2002). Seit 1999 ist Dany Bonvin Professor an der
Universität »Mozarteum« Salzburg.
Guido Segers wurde in Bree (Belgien) geboren und studierte am Königlichen
Musikkonservatorium in Brüssel und bei Prof. Pierre Thibauld am »Conservatoire Superieur
National de Musique« in Paris. Er ist Gewinner zahlreicher Wettbewerbe. Von 1985 bis 1994 war
er Solotrompeter im Nationalorchester von Belgien und zugleich Dozent für Trompete an den
Musikkonservatorien von Brüssel und Maastricht. Seit 1994 ist er Solotrompeter bei den
Münchner Philharmoniker. Guido Segers ist Mitglied des Ensembles »Blechschaden«,
Mitbegründer des Blechbläserquintetts der Münchner Philharmoniker und des »Trio Con Brio«
und Initiator der Internationalen Probespielakademie. Als Solist konzertiert er mit renommierten
Orchestern und gibt Recitals. Guido Segers hat eine Professur an der Musikhochschule Tiflis
(Georgien) inne.
Dirigent Roman Brogli-Sacher
Trompete Guido Segers
Posaune Dany Bonvin
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck
Einführung jeweils 1 Stunde vor Konzertbeginn
Termine Sonntag, 10. Mai 2009, 11.00 Uhr und Montag, 11. Mai 2009, 20.00 Uhr
Veranstaltungsort Musik- und Kongreßhalle

7. Sinfoniekonzert Honegger.Castérède.Strauss.
Werke von Arthur Honegger, Jacques Castérède und Richard Strauss
Sonntag, 10. Mai, 11.00 Uhr, und Montag, 11. Mai 2009, 20.00 Uhr, MuK
Arthur Honegger (1891 - 1955) Sinfonie Nr. 2 für Streichorchester und
Trompete ad libitum
Jacques Castérède (*1926) Concertino für Trompete, Posaune,
Streichorchester und Klavier
Richard Strauss (1864 – 1949) »Also sprach Zarathustra« op. 30

Quelle: Theater Lübeck

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