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So.: Emil Nolde – Film mit neu entdeckten Dokumenten

05. August 2017 (HH/HL-Red-RB) „Emil Nolde – Maler und Mythos“: Film mit neu entdeckten Dokumenten - Sendetermin: Sonntag, 6. August, 11.30 Uhr, NDR Fernsehen: Der Geburtstag von Emil Nolde jährt sich am 7. August zum 150. Mal. In der Dokumentation „Emil Nolde - Maler und Mythos“ wirft Wilfried Hauke einen neuen Blick auf den wohl bekanntesten und beliebtesten norddeutschen Maler. Der Autor zeigt die Einbindung des Künstlers in „seine“ Landschaft – und einen durch und durch widersprüchlichen Menschen, der keineswegs nur das „Opfer“ der NS-Zeit war, als den ihn die junge Bundesrepublik nur allzu gern sehen wollte. Im NDR Fernsehen läuft der Film einen Tag vor Noldes Geburtstag am Sonntag, 6. August, um 11.30 Uhr. Auf 3sat ist die Dokumentation am selben Tag ab 10.00 Uhr zu sehen.

Für seinen Film besuchte Wilfried Hauke Zeitzeugen, die den Maler in ihrer Kindheit erlebt haben; er sprach mit einer Grundschullehrerin, die aus Begeisterung für Noldes Bilder aus Berlin nach Seebüll gezogen ist, um Kindern die großartige Farbenwelt dieses Werks nahezubringen; mit einem Landschaftsmaler, der sich bis heute von Nolde inspirieren lässt; und dem Gärtner, der Noldes berühmte Blumenwelt hegt und pflegt. Sie alle stehen dafür, dass Emil Nolde bis heute seine Anziehungskraft nicht verloren hat.

Daneben spürt der Film den Widersprüchen und vor allem Selbststilisierungen des Künstlers nach, der alles andere war als nur der unpolitische Naturmaler. In neu entdeckten Briefen und Dokumenten, die erstmals im Fernsehen zu sehen sind, werden Noldes Nähe zum Nationalsozialismus und sein Antisemitismus überdeutlich. Dass Nolde dennoch Berufsverbot bekam, lag nicht daran, dass er gegen Hitler opponiert hatte, sondern vor allem daran, dass sein Werk schlicht nicht dem Kunstgeschmack des Führers entsprach. Nach dem Krieg stilisierte sich Emil Nolde als Opfer der Nazis. Besuche von bundesrepublikanischer Politprominenz, die Sehnsucht der Nachkriegsgesellschaft nach „sauberen“ Bildern und nicht zuletzt auch Siegfried Lenz' „Deutschstunde“ haben einen Nolde-Mythos entstehen lassen, der wenig mit den Widersprüchen und Abgründen dieses Malers zu tun hat.

Sprecher des Films ist der Schauspieler Axel Milberg. Über sein Verhältnis zu Nolde sagt er:

„Als alter Kieler kenne ich Nolde natürlich.
Aber nix weiß man. Sein Leben war auch unglücklich.
Missverstanden, keine Freunde, dann die falschen, wortkarg, weit ab vom Schuss.

Meine Schwiegermutter meinte, und die versteht was davon, Menschen konnte er nicht gut malen. Blumen ja. Untergänge, also Sonnenuntergänge auch. Das Meer. Die Brände im Himmel. ‚Nolde‘ – ein Wort aus Norden und Dolde.“

Der Film steht bereits im digitalen Vorführraum des NDR Presseportals zur Verfügung (www.NDR.de/presse).

Quelle:
NDR Presse und Information
www.ndr.de

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