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Ausstellung:Lübecker Marionettentheater Fritz Fey sen. 1977-2006

25. Feb. 2017 (HL-Red-RB) Morgen Ausstellungseröffnung mit "Das Lübecker Marionettentheater von 1977 bis 2006 - Laufzeit: 26. Februar bis 23. April 2017
TheaterFigurenMuseum, Lübeck: Am 1. April 1977 - vor genau 40 Jahren - eröffnete Fritz Fey sen. das Lübecker Marionettentheater im Kolk. In ihren Inszenierungen für Kinder und Erwachsene brachten er und seine Frau Ingeborg nordische Sagen, Märchen, Singspiele und Inszenierungen in Mundart auf die Bühne und prägten so das Marionettentheater in Lübeck bis zum Jahre 2006. Diese Arbeit würdigt das TheaterFigurenMuseum in der Ausstellung „Vorhang auf für Fiete! – Das Lübecker Marionettentheater Fritz Fey sen. 1977-2006“ vom 26. Februar bis 23. April. Im Rahmen eines Pressetermins wurde die Ausstellung gestern der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dr. Antonia Napp erklärte: „Seit Sommer 2016 befindet sich der Fundus des Lübecker Marionettentheaters Fritz Fey sen. als Dauerleihgabe in der Sammlung des TheaterFigurenMuseums und wir freuen uns, diese - vielen Lübeckern noch präsenten - Inszenierungen nun erstmals bei uns ausstellen und historisch einordnen zu können.“
Fritz Fey sen. gehörte zu einer Generation von Puppenspielern, die nach dem Krieg zum Figurentheater fanden: Er hatte 1944 im Lazarett begonnen, Handpuppenköpfe zu schnitzen, und zog danach mit Pferd und Wagen und seiner mobilen Handpuppenbühne über Land, um Theater zu spielen. 1947 stellte er sein Spiel auf Marionetten um. Fritz Fey sen. begriff das Puppentheater als Kunst und als wertvollen Beitrag zu einer vielfältigen Kulturlandschaft. Zugleich hatte er die Tradition im Blick und begann früh, die Handpuppen alter Jahrmarktkasperspieler zu sammeln, um sie für die Nachwelt zu bewahren.
Feys erklärtes Ziel war es über Jahre, seiner „Niederdeutschen Puppenspielkunst“ ein festes Haus zu geben. Im Jahr 1977 kam er mit seiner Marionettenbühne nach Lübeck. Hier wurde mit Hilfe der Possehl-Stiftung ein denkmalgeschütztes Haus saniert und spielfertig gemacht. 1986 verstarb Fritz Fey sen. Seine Frau Ingeborg führte das Theater bis zu ihrem 82. Lebensjahr im Jahr 2007 weiter, ehe sie sich zur Ruhe setzte.


Fritz Fey sen.
Foto: © Archiv TheaterFigurenMuseum


Ingeborg Fey
Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck

Lübeck-TeaTime ergänzt die Pressemeldung der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
die LÜBECKER MUSEEN um Nachfolgendes, auch wenn die Sonderausstellung „Vorhang auf für Fiete! – Das Lübecker Marionettentheater Fritz Fey sen. 1977-2006“ lautet. Es ist aus dieser Sicht davon auszugehen, dass es ohne die Initiative von Fitz Fey jun. wahrscheinlich weder das eine ohne das andere, nämlich Firgurentheater und Figurenmuseum, heute noch geben würde. Denn ihm dürfte es letztlich zu verdanken sein, dass der vorhandene Fundus des Theaters nicht „verloren“ ging. Im Gegenteil: Geboren im Krieg 1940, machte er nach einer Gärtnerlehre eine weitere als Kameramann beim Norddeutschen Rundfunk. Auf seinen Dienstreisen sammelte er weitere rund 25.000 Exponate, unter anderem Marionetten, Stockpuppen, Postkarten, Bühnenbilder, Schattenspielfiguren, Spieldosen, Drehorgeln, sogar ganze Theaterbühnen und Schaustellerwagen.
1982 bekam er die Chance, zunächst einen kleinen Teil seiner Sammlung auszustellen. Die Stadt Lübeck und eine Reihe von Förderern ermöglichten die Gründung eines Museums in einem alten Kaufmannshaus im Kolk in der Altstadt. Wichtigste Mitgründerin und Mitarbeiterin war die ehemalige klassische indische Tänzerin Saraswathi, die Fritz Fey auf ihrer Europareise kennengelernt hatte und die bald seine Leidenschaft für Theaterfiguren teilte. Sie heirateten 1991.
Das Theaterfigurenmuseum zog in fünf Altstadthäuser in der Nähe des Holstentores und stand bald als Attraktion in jedem Lübecker Reiseführer. Aber steigende Mieten und schwindende Besucherzahlen machten es im Jahr 2006 erforderlich, das Museum in eine GmbH umzuwandeln. Es wird heute von der Possehl-Stiftung fortgeführt. Fritz und Saraswathi Fey haben sich in Papenhusen offiziell zur Ruhe gesetzt.



Auch Schleswig-Holsteins früherer Ministerpräsident Peter_Harry_Carstensen nahm Gelegenheit, Fritz Fey jun. Und seine Frau Saraswathi im Theaterfigurenmuseum zu besuchen.

Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck


Wie in der Pressemeldung Kulturstiftung Hansestadt Lübeck die LÜBECKER MUSEEN zu der morgen eröffnenden Ausstellung weiter ausgeführt wird, würdigt die neue Ausstellung des TheaterFigurenMuseums Fritz Fey sen. für seine Theaterarbeit und Sammeltätigkeit, jedoch auch für sein langjähriges Engagement in der Lübecker Kulturlandschaft und seinen nachhaltigen Einsatz, das Figurentheater als bedeutsame Kunstform zu etablieren.
Die Ausstellung zeigt Figurensätze, Requisiten und Bühnenbilder zu so unterschiedlichen Inszenierungen wie dem Historienspiel Störtebeker, der Oper Die Entführung aus dem Serail, Oscar Wildes Satire Das Gespenst von Canterville und dem Kinderstück Urmel aus dem Eis. Auch Filmausschnitte mit Aufzeichnungen der letzten Inszenierungen am Lübecker Marionettentheater sind zu sehen. Erstmalig werden so die Figuren und Bühnenbilder dieser Inszenierungen als Exponate einer Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und laden interessierte Besucher zu ihrer (Wieder-)Entdeckung ein. Die Ausstellung wurde von Dr. Antonia Napp kuratiert und ist vom 26. Februar bis zum 23. April im TheaterFigurenMuseum zu sehen. Sie ist Auftakt des Jubiläumsjahres 2017, „40 Jahre Theaterfiguren im Kolk", welches vom TheaterFigurenMuseum und dem Figurentheater Lübeck gemeinsam begangen wird und Lübeck als den Schauplatz langjähriger Tradition des Puppenspiels und des Figurentheaters feiert.


Rahmenprogramm:
Freitag, 31. März 2017, 15:00 Uhr
Öffentliche Führung
Pro Person 3,00€ zzgl. Eintritt

Adresse
TheaterFigurenMuseum
Kolk 14
23552 Lübeck

Öffnungszeiten
Bis 31. März: Di bis So, 11 bis 17 Uhr
Ab 1. April: Mo bis So, 10 bis 18 Uhr

Preise
Erwachsene: 7€
SchülerInnen, Studierende: 3,50€
Kinder von 6 bis 12: 2,50€

Quelle:
Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
die LÜBECKER MUSEEN
/WIKIPEDIA

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