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Weitere Stolpersteine zum Gedenken der Opfer der NS-Diktatur

17. April 2009 (HL-red.) Künstler Gunter Demnin verlegt elf Stolpersteine -Dokumentarfilm im KoKi - Seit 1993 gibt es das Projekt „Stolpersteine“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Sinti und Roma, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas sowie an Opfer der Euthanasie während der Zeit des Nationalsozialismus lebendig erhält.
Foto(RB): Diese Stolpersteine erinnern an die Familie Prenski
Im August 2007 erhielt Lübeck die ersten Stolpersteine. Weitere 11 Stolpersteine wird der Künstler am Sonnabend, 25. April 2009, in Lübeck verlegen.
Vor folgenden Häusern wird Gunter Demnig die Stolpersteine verlegen:
10 Uhr, Pleskowstraße 1, für Johanna Broell, geb. Bendix
ca. 10.30 Uhr, Mühlenstraße 21, für Repi Betty Redner, geb. Rosenheck und Sali Selma Redner
ca. 11 Uhr, Morkerkestraße 17, für Heinrich van Loo
ca. 11.30 Uhr, Weiter Lohberg 18, für Hans Jürs
ca. 12 Uhr Breite Straße 41, für Frieda Alexander, geb. Segal und Herta Alexander
(mit Redebeitrag der Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer)
ca. 12.30 Uhr, Krausestraße 1, für Martha Bertha Hindel
ca. 13 Uhr Altengammer Straße 13, für James Lissauer
ca.14.30 Uhr, Neuer Faulenhoop 22 und 23, für Heinrich Maaß und Johannes Grube.
Begleitet wird jede Verlegung mit Informationen über das Schicksal der einzelnen Menschen und der Lesung eines Gedichts sowie Redebeiträgen und Musik. Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer wird anlässlich der Verlegung in der Breiten Straße 41, um 12 Uhr, das Wort ergreifen.
Am Abend des 25. April um 18 Uhr zeigt das Kommunale Kino, Mengstraße 35, den Kinofilm "STOLPERSTEIN". Der Dokumentarfilm von Dörte Franke thematisiert das Projekt. Der Künstler Gunter Demnig wird anwesend sein.
„Stolpersteine“ sind Betonwürfel mit zehn Zentimeter Kantenlänge, abgedeckt mit einer verankerten Messingplatte, auf der der Name sowie die Lebensdaten und das Schicksal des Opfers mit Schlagbuchstaben eingeprägt sind. Die Steine werden vor den ehemaligen Wohnhäusern der Deportierten und Ermordeten im öffentlichen Straßenraum dauerhaft vom Künstler selbst fachgerecht verlegt. Sie liegen plan im Boden, ein tatsächliches Stolpern ist nicht möglich, so dass keinerlei Gefährdung besteht.
Die Stolpersteine werden über Patenschaften finanziert. Für jeden Stein betragen die Kosten 95 Euro. Das Spendenkonto wird vom Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein (AKENS www.akens.org) verwaltet. Patenschaften können auch von mehreren Personen getragen werden. Darüber hinaus ist die Initiative auf Spenden für beispielsweise Öffentlichkeitsarbeit oder Recherchen angewiesen.
Das Spendenkonto lautet: AKENS Hartmut Kunkel, Postbank Dortmund, BLZ 440 100 46, Kontonummer: 975 136 460. Auf den Überweisungen muss unbedingt Name und Adresse des Spenders oder der Spenderin sowie der Verwendungszweck für einen Stolperstein oder das Projekt Stolpersteine in Lübeck erscheinen, damit der AKENS die Spendenbescheinigungen zuschicken kann.

Quelle: LÜBECK Pressedienst

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