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Karl May Spiele: Sander, Kiefer und Semmelrogge spielen Wildwest

26. März 2009 (HL-red.) Karl-May-Spiele: Erol Sander, Dorka Kiefer und Martin Semmelrogge spielen Wildwest - Von Klaus Mittelstädt und Horst Schinzel:Vom 27. Juni bis 6. September läuft im Kalkberg-Stadion im holsteinischen Bad Segeberg das Wildwest-Schauerstück „Der Schatz am Silbersee“. Ziemlich frei Karl May. Erol Sander – der einst im Fernsehen als Schah Reza Pahlevi debütierte, ist wieder als „Winnetou“ zu erleben. Wie schon seit langem sind neben ihm Altstars und solche, die es erst werden wollen, verpflichtet worden.

Bei den Karl-May-Spielen übernimmt Dorkas Kiefer die Rolle der "Jolene Blenter". Die junge Frau zieht als schießerprobte Revolverheldin durch den Wilden Westen und schließt sich Brinkleys Bande an. Lange Zeit werden weder Winnetou noch die Zuschauer wissen, ob sie zu den Bösen oder doch zu den Guten gehört.



Foto ü/Veranstalter: Dorkas Kiefer als "Jolene Blenter"

Ihre leidenschaftliche Liebe zur Musik, zum Gesang und Tanz führen Dorkas Kiefer nach dem Abitur 1992 zum Musical. Noch im gleichen Jahr folgte ein erstes Engagement am Gießener Stadttheater in "The Wizard of Oz". Danach spielte sie in Münster in der Jovel Music Hall in der Rock Oper "JFK" die Rolle des "Mainsupporters". Parallel dazu nahm Dorkas Kiefer mit der von Ralph Siegel produzierten Gruppe "Mekado" 1994 in Dublin am Grand Prix Eurovision de la Chanson teil und holte den 3. Platz für Deutschland. Sie gehörte zur Besetzung der Comedyshow "Happiness" und spielte in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, unter anderem in dem von Sönke Wortmann inszenierten Spielfilm "Charly’s Tante". Außerdem war sie als Hauptdarstellerin im Film "Die Babysitterin" zu sehen. Auch im Kinoerfolg "Aimee und Jaguar" wurde Dorkas Kiefer besetzt. 1999 spielte sie eine der Hauptrollen in der Krankenhausserie "Klinikum Berlin Mitte". 2004 übernahm Dorkas Kiefer die Hauptrolle der Kriemhild in der Comedy-Version von "Siegfried" mit Tom Gerhardt. Das Theater am Dom in Köln engagierte Dorkas Kiefer 2008 neben André Eisermann für Alfred Hitchcocks "Die 39 Stufen".

Martin Semmelrogge: Cornel Brinkley

Seit er vor 38 Jahren zum ersten Mal im Fernsehen zu sehen war und in der Kult-Krimiserie "Der Kommissar" als jugendlicher Mörder die Zuschauer erschütterte, spielte er in über zweihundert Rollen. So war er mit Gustav Knuth in der heute legendären "Powenzbande" zu sehen und wurde in der Literaturverfilmung "Tadellöser und Wolff" von Walter Kempowski schon 1975 als die große deutsche Schauspielentdeckung gefeiert. Es folgte 1977 der Jugendfilm "Die Vorstadtkrokodile", dessen Neuauflage am 26. März Kino-Premiere feiert. Auch in der aktuellen Verfilmung wirkt Martin Semmelrogge mit - in der Rolle des Minigolfplatzbesitzers, die vor 32 Jahren sein Vater Auch im Theater hat Martin Semmelrogge große Erfolge gefeiert und sich den Ruf eines exzellenten Charakterdarstellers erworben - zum Beispiel im Zwei-Personen-Stück "Ein Haus voll Zeit" mit Constanze Engelbrecht und zuletzt in der Komödie "Das Geld anderer Leute" und als Erzähler in der kultigen "Rocky Horror Show". Im Sommer 2007 sowie 2008 stand er in der Hauptrolle des "Lagerkommandanten Schöpperle" in dem Stück "Z!PF oder Die dunkle Seite des Mondes" am Theater Hausruck in Wolfsegg (Oberösterreich) auf der Freilichtbühne.

Für die Krimiregisseure war Martin Semmelrogge mit seiner schnarrenden Stimme und dem spitzbübischen Grinsen immer wieder die Idealbesetzung, wenn es um schlitzohrige Gauner ging. Er spielte in jeder Krimiserie mit Rang und Namen – sei es "Derrick", "Der Alte", "Tatort" oder "Ein Fall für Zwei". International bekannt wurde der heute 53-Jährige durch den Kinoklassiker "Das Boot" unter der Regie von Wolfgang Petersen. In dem oscarnominierten Streifen spielte Martin Semmelrogge den verschmitzten Wachoffizier, den die Zuschauer sofort ins Herz schlossen. Hollywood-Regisseur Steven Spielberg holte Martin Semmelrogge für seinen preisgekrönten Film "Schindlers Liste". Es folgten die Pro7-Krimireihe "Die Straßen von Berlin" und Diether Krebs letzter Film "Bang Boom Bang", in dem Martin Semmelrogge als "Schlucke" einen Gabelstaplerfahrer mit Gehbehinderung und dicker Hornbrille spielte. Im Kino war er im Jahr 2007 in der Edgar-Wallace-Parodie "Neues vom Wixxer" neben Bastian Pastewka und Joachim Fuchsberger zu sehen.

Gern liest er auch aus seiner Autobiografie "Das Leben ist eine Achterbahn" - und mit diesem Titel trifft Semmelrogge den Nagel auf den Kopf. Konventionen gelten für ihn insofern, dass er sich gerne einmal über sie hinwegsetzt. Doch er steht auch zu seinen Fehlern und hat es geschafft, dass – wie bei einer Achterbahn – nach einem Tief der nächste schauspielerische Berg erklommen wird. Nun ist der Kalkberg an der Reihe.


Quelle/© Horst Schinzel/HS-Kulturkorrespondenz
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