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Belaieff-Konzert S. Gubaidulina: 7 Präludien +"Galgenlieder à 3"

17. März 2009 (HH/HL-red.) Freitag, 27. März 2009, 20:00 Uhr: Belaieff-Konzert in der Alfred Schnittke Akademie International, Max-Brauer-Allee 24, Hamburg - Altona (nahe Königstrasse und Altonaer Rathaus):
Cover: Biografie S. Gubaidulina von Michael Kurtz im Verlag Urachhaus
Sofia Gubaidulina: 7 Präludien + "Galgenlieder à 3"
Die Ausführenden: Tatjana Bondarenko, Mezzosopran, Christian Roderburg, Schlagzeug und Alexander Suslin, Kontrabass.

Das Programm ist ganz der Musik von Sofia Gubaidulina gewidmet, die zweifellos zu den wichtigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen russischen Musik gehört.

Die Kontrabass-Präludien basieren auf Gubaidulinas Zyklus „Zehn Präludien für Violoncello solo“ (1974). Seit 1995 bearbeitete die Komponistin acht Präludien für Kontrabass, von denen Suslin sieben für dieses Konzert ausgewählt hat. In diesen Miniaturen wird der musikalische Ausdruck anhand von Gegensätzen erforscht: staccato/legato, arco/pizzicato etc. Diese Gegenüberstellungen durchziehen das ganze Werk. Dabei ging es Gubaidulina während des Komponierens jedoch mehr um Expressivität als um spieltechnische Aspekte, wie sie selber sagt.

Bei den „Galgenliedern á 3“ (1996) handelt es sich um 15 Vokal- und Instrumentalstücke auf Verse von Christian Morgenstern. Der Dichter selbst hat immer behauptet, dass die zwei Richtungen seiner Poesie (die anthroposophisch-mystische und die burlesk-humoristische) sich nicht widersprechen. „In dieser Poesie ist die Sympathie, die Liebe zur Welt der Geschöpfe – zu den Tieren und Dingen – besonders reizend. Großartig ist auch, dass diese von innen her leuchtende Ernsthaftigkeit nach außen hin nur zur Hälfte seriös ist. Sie bleibt immer Spiel – mit der Sprache, mit den Gesetzmäßigkeiten der Poesie – ein Spiel, wie man mit den Möglichkeiten der Phantastik die Grenzen der Alltäglichkeit und unserer technisierten und ideologisierten Welt überschreiten kann; wie man „aussteigen“ und eintreten kann in die Welt der herrlichen Illusion, Zärtlichkeit, Liebe, der lichten Momente und sehr häufig auch der Trauer. Und dennoch bleibt es immer ein Spiel…“ (Sofia Gubaidulina).

Eine solche Komposition verlangt von den Musikern, dass sie imstande sind, weit über klassische Vorstellungen hinauszugehen; vor allem die Vokalpartie verlangt zusätzlich schauspielerisch-sprachliches Können.Tatjana Bondarenko aus Moskau bringt diese Voraussetzung aufgrund ihrer umfangreichen Ausbildung (Moskauer Staatliche Theaterakademie) mit und hat dieses Werk (u.a. die russische Premiere) mehrfach mit großem Erfolg aufgeführt.

Auch der Schlagzeuger Christian Roderburg ist bereits seit der deutschen Uraufführung (Bochum, 25.01.1997) mit dabei. Mit seinem Spiel trägt er einen bedeutenden Teil der Partitur, die er mit Feingeist, Dynamik und Präzision interpretiert.

Alexander Suslin bestritt neben der Uraufführung fast alle Aufführungen der „Galgenlieder à 3“. Als Gubaidulinas ständiger Partner in der Improvisationsgruppe „ASTRAEA“ und Uraufführungsinterpret von 8 Werken Gubaidulinas ist Suslin sehr gut mit ihrer Musik vertraut. Der Kontrabass spielt in den „Galgenliedern“ eine exponierte und ungewöhnlich vielfältige Rolle. Das Werk verlangt vom Interpreten nicht nur die perfekte Beherrschung des Instruments, sondern auch improvisatorische und schauspielerische Fähigkeiten.

Eintritt: 15,00 EUR / ermässigt 10,00 EUR

Literatur zur Komponistin:
Michael Kurtz
Sofia Gubaidulina
Eine Biographie



Verlag Urachhaus (Cover)
29 Euro

Quelle: Alfred Schnittke Akademie International

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