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Gemeinsam lernen. Wie lange soll das gehen und was bringt das?

14. September 2012 (HL-Red-RB) Die GEMEINNÜTZIGE lädt ein zur mittwochsBILDUNG am Mittwoch, d. 26.09.2012 um 19.30 Uhr im Großen Saal, Königstraße 5, zu einem Vortrag zum Thema „Gemeinsam lernen. Wie lange soll das gehen und was bringt das?“. Referent ist Prof. Dr. Rainer Lehmann, Erziehungswissenschaftler, Berlin. Der Eintritt ist frei.

Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, den bekannten empirischen Bildungsforscher Prof. Dr. Rainer Lehmann nach Lübeck einzuladen. Er wird sich dem Thema widmen „Gemeinsam lernen. Wie lange soll das gehen und was bringt das?“.
Die Frage der Länge der Grundschulzeit birgt durchaus Zündstoff. Im Jahre 2010 äußerte sich z.B. Jürgen Baumert skeptisch und problembewusst zur Frage einer sechsjährigen Grundschulzeit, wie sie u.a. die Hamburger Schulpolitik vorgesehen hat

Baumert äußert sich am 14.6.2010 im Spiegel auf entsprechende Fragen folgendermaßen:
„… Belastbare empirische Evidenz für die Wirkungen einer zweijährigen Verlängerung der Grundschule kenne ich nicht.“.
Wie wir alle wissen, führt das Land Berlin seit Jahrzehnten die Kinder sechs Jahre lang gemeinsam durch die Grundschule.

Professor Lehmann ist ein Fachmann mit Schwerpunkt auf pädagogischer Diagnostik und Evaluation. Er war und ist an zahlreichen überregionalen Schulleistungsstudien beteiligt oder hat diese initiiert.
In der GEMEINNÜTZIGEN wird er sich insbesondere mit den Erwartungen von Eltern, Lehrern und Institutionen an eine längere gemeinsame Grundschulzeit in dem Sinne beschäftigen, ob sich so die Lernerfolge insgesamt steigern lassen. Die Idee, dass es seine Zeit braucht, alle Talente eines Schülers zu entwickeln und zu nutzen, steht gewissermaßen dahinter. Außerdem geht es zweitens um die Erwartung, dass sich durch längeres gemeinsames Lernen die Abhängigkeit der Lernerfolge des/der Einzelnen von ihrer sozialen Herkunft mindern ließen. Das bedeutet letztlich, dass sozialer Ungleichheit so der Kampf angesagt werden kann.

Rainer Lehmann geht also der Frage nach, ob die bildungspolitischen Reforminitiativen, die mit diesen Erwartungen eine Verlängerung der gemeinsamen Grundschulzeit vorsehen aus Sicht der empirischen Bildungsforschung wirklich gut begründet sind.
Freuen Sie sich auf ein fundiertes Feuerwerk aus Wissen, Wiedergabe von Erhebungen und wissenschaftlichen Zusammenhängen.

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Rainer Lehmann wurde 1944 geboren. Er besuchte von 1955-1964 ein altsprachliches Gymnasium in Hannover. 1966-1970 studierte Lehmann evangelische Theologie. Er schloss das Studium mit der Promotion ab. Der Bildungsforscher studierte von 1973-1977 Religion, Philosophie und Erziehungswissenschaft; am Ende stand die Promotion zum Dr. phil. In derselben Zeit arbeitete er in Hamburg als wissenschaftlicher Assistent im Fachbereich Erziehungswissenschaft. Als Prof. für Erziehungswissenschaft (AB empirische Bildungsforschung) wirkte er von 1980 bis 1995 an der Uni Hamburg. 1995 wurde er Prof. für Empirische Bildungsforschung und Methodenlehre an der Humboldt Universität Berlin, wo er 2011 emeritiert wurde.
Wie immer steht der Referent im Anschluss an seinen Vortrag zu einer Diskussion bereit.

Mittwoch, 31. Oktober 2012
„Wie wird man ein guter Lehrer?“
Vortrag und Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Helmke Erziehungswissenschaftler und Entwicklungspsychologe, Landau.

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