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"Vom schönen Schein" in der Stadtgalerie Kiel

08. Februar 2009 (Kiel/HL-Red.). Die Stadtgalerie Kiel präsentiert in der Ausstellung "Vom schönen Schein" seit gestern und bis 22. März) farbenfrohe Objekte und Bilder von Michael Dörner und Benjamin Mastaglio. Die beiden in Schleswig-Holstein lebenden Künstler sind den Stadtgalerie-Besuchern nicht unbekannt: Dörner gestaltete unter anderem die Leuchtinstallation "Versehen" vor dem Eingang an der Andreas-Gayk-Straße, Muthesius-Student Mastaglio hatte im "Prima Kunst"-Container eine Installation gezeigt.

Michael Dörner (Halstenbek bei Hamburg) hat von 1984 bis 1990 an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste bei Franz Erhard Walther studiert. 2001 gestaltete er im Rahmen der Ausstellung "Haus und Einbruch" die große, runde Wand des Foyers der Stadtgalerie Kiel, seit 2007 befindet sich seine große Lichtinstallation "Versehen" vor dem Eingang der Galerie.

In der Ausstellung "Vom schönen Schein" zeigt die Stadtgalerie erstmals Dörners seit 2005 entstandenen großen, objektartigen Bildtafeln, auf denen stark vergrößerte Motive aus Tapetenmusterbüchern der 1960er und 1970er Jahre zu sehen sind. Auf diese Tafeln hat er verschiedenste Objekte des alltäglichen Gebrauchs aufgebracht, darunter Vieles aus den Regalen der Baumärkte. So werden im veränderten Kontext die eigentlich banalen Objekte zu Bedeutungsträgern des "schönen Scheins". Die ironische Brechung, die dabei vollzogen wird, provoziert Fragen zum Verhältnis von Kunst und Ästhetik, die eine Kritik am derzeitigen Kunstbetrieb nicht ausschließen.

Benjamin Mastaglio studiert seit 2006 in der Klasse von Ludger Gerdes (? 2008) an der Kieler Muthesius Kunsthochschule. Er lotet mit den für seine großflächigen Gemälde entwickelten Kompositionsverfahren die Grenzen von strengen geometrischen Ordnungen und thematisiert damit die Multidimensionalität der Bildfläche. Er verwendet Gitterstrukturen, die - jeweils einem festgelegten Konzept folgend - so übereinandergelegt werden, dass die Bildtafeln eine von den Varianten der Strukturen abhängige, individuelle Charakteristik erhalten. Seine Methodik unternimmt den Versuch, erneut die unterschiedlichen Verfahren zur "Entindividualisierung" des Bildes zu analysieren, mit denen sich die Künstler insbesondere in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt haben.

Die Wahl von kontrastreichen Farben, die die unterschiedlichen Gitter auszeichnen, die aber auch bei den von diesen übrig gelassenen "Mikroflächen" Verwendung finden, führen beim Betrachter zu ganz überraschender Suggestion. Er wird dazu verleitet, Mastaglios Bildtafeln gleichsam zu lesen, um sie entschlüsseln zu können. Dem Betrachter erschließt sich ein System scheinbar einfacher und klarer Strukturen, deren "schöner Schein" Seherfahrungen hervorruft, die erst die Voraussetzung zum Verständnis von Kunst bilden.

www.kiel.de/kultur/stadtgalerie
Öffnungszeiten: Dienstag 10-17 Uhr, Mittwoch 10-17 Uhr, Donnerstag 10-19 Uhr, Freitag 10-17 Uhr, Sonnabend 11-17 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr.

Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro (Zu Bonus-, Kombi- und Familienkarten siehe Website).
Öffentliche Führungen: donnerstags 17 Uhr
Führungen für Grwww.stadtgalerie-kiel.deuppen und Schulklassen nach Anmeldung unter Telefon 0431/901-3483.


Quelle: Stadtgalerie Kiel

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