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Blockflöte als Star: "Concerti di Flauti" bei NDR Das Alte Werk

29. November 2011 (HL-Red-RB) Vier prominente Blockflötistinnen und Blockflötisten der jüngeren Generation, Dorothee Oberlinger, Andrea Ritter, Maurice Steger und Daniel Koschitzki, vier fulminante Solisten auf ihrem weithin unterschätzten Instrument, spielen zusammen im Ensemble "Concerti di Flauti". In Hamburg bieten sie am Mittwoch, 30. November, ab 20.00 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle ein Programm mit deutscher, englischer und italienischer Barockmusik. Ab 19.00 Uhr gibt es im Kleinen Saal der Laeiszhalle eine Einführungsveranstaltung. NDR Kultur sendet eine Aufzeichnung des Konzerts am Freitag, 16. Dezember, ab 20.00 Uhr.

Wie zartfühlend und poetisch klingen doch ihre französischen Namen: Flûte douce, Flûte pastourelle, Flûte d´Angleterre, ungleich sympathischer jedenfalls als die technisch korrekten deutschen Termini Blockflöte oder Kernspaltflöte. Nicht wenige Musikfreunde werden das Instrument mit Erinnerungen an die Kindheit, zweistimmiges Spiel mit den Geschwistern oder die Hausmusik unterm Weihnachtsbaum assoziieren. Kein Wunder - jedes Kind weiß ihr Töne zu entlocken, denn die Kernspaltflöte verlangt bloß geringste Windenergie. Aber nur wahre Meister und Meisterinnen, wie sie Ende November in Hamburg das Spiel der sanften, süßen Flöte in Perfektion vorstellen, verstehen sich darauf, die virtuosen Capricen, ausdrucksstarken Kantilenen und eleganten Tanzschritte zu bewältigen, die im Barockzeitalter von den vorzüglichsten Komponisten für die einstmals so geschätzte und geliebte Schnabelflöte erdacht wurden.

Im Holzbläsersatz des Orchesters, dessen Standardformation sich nach 1750 etablierte, war es allerdings nicht die Block-, sondern die Querflöte, die sich durchsetzte. Und mit dem weiteren Verlauf der Geschichte, mit den ins Gigantische wachsenden Orchesterbesetzungen, der zunehmenden Größe der Konzertsäle, Theater und Auditorien, kam unausweichlich das Aus für die sanfte Flöte. Aber eben jene Eigenschaften, die das Instrument damals disqualifizierten, lassen es heute wieder so anziehend erscheinen. Zum einen hat die historische Aufführungspraxis unsere Hörgewohnheiten verändert und den Sinn gerade für die Schönheiten und Eigenarten der Alten Musik neu belebt; zum anderen gelten Lautstärke und Durchschlagskraft in einer akustisch extrem belasteten Umwelt keineswegs mehr unangefochten als erstrebenswerte Ziele.

Gleich vier Blockflötisten von Weltrang haben sich zusammengetan, um für NDR Das Alte Werk ein Konzert ganz im Zeichen der Flûte douce zu gestalten: die deutsche Starflötistin Dorothee Oberlinger und ihr nicht minder gefeierter Schweizer Kollege Maurice Steger, dazu Andrea Ritter und Daniel Koschitzki, die beide aus dem Amsterdamer Loeki Stardust Quartet hervorgingen und gemeinsam das Ensemble Spark gründeten, eine "Band", die Grenzen zwischen Alter Musik und Avantgarde, Klassik, Jazz und Pop überschreitet. Im Quartett spielen die vier Concerti, Suiten und Ouvertüren aus Deutschland, Italien und England - von Pachelbel über Vivaldi und Purcell bis zu Wilhelm Friedemann Bach.

Konzertprogramm:
Johann Christian Schickhardt: Concerti C-Dur & e-Moll
Pietro Antonio Locatelli: Concerto op. 1 Nr. 11 c-Moll
Johann Pachelbel: Suite Nr. 5 C-Dur
Antonio Vivaldi: Concerto op. 3 Nr. 8 a-Moll aus "L´estro armonico"
Henry Purcell: Ouverture in g-Moll; Chacony in g-Moll
Tomaso Albinoni: Concerto op. 2 Nr. 2 e-Moll
Wilhelm Friedemann Bach: Duo G-Dur

Karten gibt es für 9,- bis 35,- Euro (zuzüglich 10 Prozent Vorverkaufsgebühr) im NDR Ticketshop, Levantehaus, Mönckebergstraße 7, 20095 Hamburg, Tel.: 0180/178 79 80 (bundesweit zum Ortstarif aus dem deutschen Festnetz, maximal 42 Cent pro Minute aus dem Mobilfunknetz), online unter ndrticketshop.de, E-Mail: ticketshop@ndr.de, sowie an bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

Konzert: Mittwoch, 30. November 20.00 Uhr, Hamburg, Laeiszhalle
Sendung: Freitag, 16. Dezember, 20.00 Uhr, NDR Kultur

Quelle:
NDR Presse und Information
www.ndr.de


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