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NDR-Konzerte: Drei Meister zwischen Romantik und Moderne

02. Februar 2009 (Hamburg/red.). Presse aktuell: Ein halbes Jahrhundert voller Musik: Drei Meister zwischen Romantik und Moderne - Konzerte: Sonntag, 15. Februar, 11.00 Uhr, Großer Saal, Laeiszhalle Hamburg und Montag, 16. Februar, 20.00 Uhr, Großer Saal, Laeiszhalle Hamburg. Sendung: Sonntag, 15. Februar, 11.00 Uhr, live auf NDR Kultur.

Richard Strauss, Alban Berg und Antonín Dvoøák: Das NDR Sinfonieorchester durchwandert unter der Leitung seines Chefdirigenten Christoph von Dohnányi am Sonntag, 15. Februar, um 11.00 Uhr und am Montag, 16. Februar, um 20.00 Uhr in der Hamburger Laeiszhalle drei ganz unterschiedliche musikalische Welten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Eine Einführung mit Habakuk Traber gibt es am 16. Februar um 19.00 Uhr im Kleinen Saal der Laeiszhalle.

Eröffnet wird das Konzert mit Richard Strauss’ „Metamorphosen“. Das Werk ist ein erschüttertes und erschütterndes Requiem aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, eine Lamentatio für 23 Solostreicher, ursprünglich „Trauer um München“ benannt. Mit „seinen“ Opernhäusern in München und Wien sah der Komponist auch seine ästhetische Welt in Schutt und Asche sinken. Es ist ein Abgesang der Trauer auf eine in Trümmern liegende Kultur – am Ende zitiert Strauss, gleichsam als ein „Dennoch!“, den Trauermarsch aus Beethovens „Eroica“. Anschließend kommen die „Drei Bruchstücke“ aus „Wozzeck“ zur Aufführung. Alban Berg vertonte Georg Büchners Drama 1925 in freier Tonalität eindringlich. Die Solistin der Aufführung der „Bruchstücke“ ist die Mezzosopranistin Michaela Schuster, die heute als eine der wichtigsten Vertreterinnen ihres Fachs gilt. Als musikalisches Finale erklingt die achte Sinfonie von Antonín Dvoøák. Sie gehört zu den Höhepunkten seines Schaffens. Hier treten die strengen sinfonischen Formprinzipien zurück zugunsten eines freien, persönlichen Spiels der Themen und Motive. Dvoøáks Tonsprache erschafft gefühlsstarke Stimmungsbilder und rückt heimatlich-tschechische Klänge in den Vordergrund, die mit einer Vielzahl melodischer Einfälle dem Orchester eine besondere Leistung abverlangen.



Die Künstler:
Das NDR Sinfonieorchester, zukünftig „Orchestra in Residence“ der Elbphilharmonie, wurde 1945 als eines der ersten großen deutschen Rundfunkorchester gegründet. Mehr als ein Vierteljahrhundert lang prägte Hans Schmidt-Isserstedt, der erste Chefdirigent, das künstlerische Profil des Orchesters. Neben der Pflege des klassisch-romantischen Repertoires liegt ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit  auch auf der Präsentation zeitgenössischer Werke. Dirigenten wie Bruno Maderna, Pierre Boulez oder Krzysztof Penderecki leiteten wichtige Uraufführungen. Ab Anfang der 80er-Jahre erreichte die 20-jährige intensive Zusammenarbeit des Orchesters mit Günter Wand eine ähnliche Bedeutung wie die Ära Schmidt-Isserstedt. Wand hat bis zu seinem Tod im Jahr 2002 die künstlerische Arbeit des NDR Sinfonieorchesters besonders geprägt.
Die Reihe der Chefdirigenten wurde in den Neunzigern zunächst mit Sir John Eliot Gardiner und Herbert Blomstedt fortgesetzt. 1998 wurde Christoph Eschenbach in diese Position berufen. Seit Beginn der Saison 2004/05 setzt Christoph von Dohnányi die Tradition bedeutender Dirigentenpersönlichkeiten in der Chefposition des

Christoph von Dohnányi ist seit Beginn der Saison 2004/05 Chefdirigent beim NDR Sinfonieorchester. Geboren in Berlin, begann Dohnányi zunächst ein Jurastudium in München und wechselte nach zwei Jahren an die Münchner Musikhochschule. Bei seinem Großvater Ernst von Dohnányi setzte er sein Studium an der Florida State University fort. 1953 wurde er von Sir Georg Solti zum Dirigenten und Korrepetitor an die Oper Frankfurt berufen. Im Alter von 27 Jahren wurde er in Lübeck der jüngste Generalmusikdirektor Deutschlands, bevor er die Stelle des Chefdirigenten beim WDR Sinfonieorchester Köln antrat. Seine weitere Karriere führte ihn nach Frankfurt, wo er Generalmusikdirektor und später Operndirektor wurde, und 1978 nach Hamburg, wo er als Intendant und Chefdirigent die Oper leitete. 1981 dirigierte Dohnányi erstmals das Cleveland Orchestra, dem er 20 Jahre lang vorstehen sollte, zuerst als Music Director designate und dann von September 1984 bis August 2002 als Music Director. Ab 1997 war Christoph von Dohnányi zehn Jahre lang Principal Conductor beim Philharmonia Orchestra London, dessen Ehrendirigent auf Lebenszeit er heute ist. Gemeinsam mit dem Orchester folgt er zahlreichen Einladungen in die großen Musikmetropolen der Welt, u. a. nach Wien, Paris, Madrid, Tokyo und New York sowie zu den Festivals in Luzern und BBC Proms in London.

Michaela Schuster ist international auf allen großen Bühnen zu hören. Nach abgeschlossenem Oboe-Studium am Salzburger Mozarteum studierte die in Fürth/Bayern geborene Mezzosopranistin dort sowie an der Hochschule der Künste Berlin Gesang. 1996 schloss sie ihre Ausbildung mit Auszeichnung ab. Bei den internationalen Gesangswettbewerben für Wagnerstimmen in Bayreuth sowie beim „Debüt in Meran“ gewann sie jeweils Erste Preise und wurde beim Wettbewerb „Francisco Vinas“ mit dem Wagner-Sonderpreis ausgezeichnet. Von 1999 bis 2002 war Michaela Schuster Ensemblemitglied des Staatstheaters Darmstadt und sang dort die Charlotte in Massenets „Werther“, Giulietta in „Hoffmanns Erzählungen“, Carmen und andere. Zahlreiche Gastspiele führten sie mit Partien wie Sieglinde, Kundry, Amme („Die Frau ohne Schatten“), Marie („Wozzeck“), Amneris („Aida“) u. a. an die Berliner Staatsoper, die Semperoper Dresden, an das Teatro Real in Madrid, an die Wiener Staatsoper, die Hamburgische Staatsoper, die Deutsche Oper Berlin, das Festspielhaus Baden-Baden und die Bayerische Staatsoper München. Zudem war Michaela Schuster in Schönbergs „Erwartung“ und in der Rolle der Caesonia in der Welturaufführung von Detlef Glanerts „Caligula“ an der Oper Frankfurt und später an der Oper Köln zu erleben. Die Spielzeit 2007/2008 begann mit ihrem erfolgreichen Rollendebüt als Eboli („Don Carlos“) an der Oper Frankfurt, gefolgt von einem weiteren Rollendebüt als Fricka („Die Walküre“) an der Staatsoper Wien.

Karten zu 9 Euro bis 41 Euro (zzgl. 10 Prozent Vorverkaufsgebühr) gibt es im NDR Ticketshop im Levantehaus, Mönckebergstr. 7, 20095 Hamburg, Tel.: 0180/178 79 80 (bundesweit zum Ortstarif; Preise aus dem Mobilfunknetz können abweichen), E-Mail: ticketshop@ndr.de, www.ndrticketshop.de.

www.ndrsinfonieorchester.de

Quelle: NDR Presse und Information

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