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Kommunales Kino Bad Schwartau von Februar bis März

31. Januar 2009 (Lübeck). HS-Kulturkorrespondenz bereichert mit Beitrags-Ideen Lübeck-TeaTime: Hier erstmals Programmhinweise für das Kommunale Kino Bad Schwartau bis zum März:
12.02.2009 – Tage und Wolken
Elsa (Margherita Buy) und Michele (Antonio Albanese) - ein gutsituiertes Ehepaar mittleren Alters mit erwachsener Tochter – leben in einer schönen Altbauwohnung in Genua. Michele hat eine eigene Firma, das Paar lebt gut, wohnt schön und reist viel. Elsa hat soeben ihren Doktortitel in Kunstgeschichte gemacht.
Doch dann wird Michele von seinem Kompagnon aus der Firma gedrückt. Rasch geraten die finanziellen Grundlagen des Paars ins Wanken. Auf der Suche nach neuen Wegen den Alltag zu organisieren, steht bald das ganze bisherige Leben auf dem Prüfstand – auch die Beziehung zwischen Elsa und Michele.
Silvio Soldini, gefeierter Regisseur von „Brot & Tulpen“, drehte seinen neuen Film „Tage und Wolken“ in der Hafenstadt Genua. Die wunderschönen, unterkühlten Bilder der Stadt am Meer und die genau beobachteten Veränderungen zwischen den Menschen begeisterten in Italien über 1,3 Millionen Besucher und brachten dem Film zwei Auszeichnungen mit dem italienischen Filmpreis David di Donatello ein.
Italien/Schweiz 2007, Regie: Silvio Soldini, mit Margherita Buy, Antonio Albanese

26.02.2009 – Fitzcarraldo
Der exzentrische Abenteurer und Opernliebhaber Brian Sweeney Fitzgerald (Klaus Kinski) – von den spanischsprechenden Peruanern Fitzcarraldo genannt – träumt wie besessen davon, in Iquitos im peruanischen Dschungel ein Opernhaus nach dem Vorbild des brasilianischen Teatro Amazonas (Manaus) zu errichten und den Sänger Enrico Caruso zu engagieren. Um den Bau finanzieren zu können, kauft er einen alten Flussdampfer, mit dem er Kautschuk-Handel betreiben will. Der Fluss zwischen den gewinnbringenden Kautschuk-Feldern und dem Amazonas ist jedoch durch Stromschnellen unpassierbar, weshalb Fitzgerald auf die Idee kommt, über den benachbarten Fluss eine Stelle anzusteuern, an der nur ein kleiner, bewaldeter Bergrücken die Flüsse trennt. Hier will er das Schiff über den Berg ziehen, um es auf dem anderen Fluss oberhalb der Stromschnellen als Transportschiff zu benutzen.
Dabei helfen ihm unerwartet brasilianische Ureinwohner, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Die Absichten der Indios sind lange unklar und schließlich sabotieren sie nach gelungener Überquerung des Bergs das Projekt, weil sie das für sie heilige Boot zur Besänftigung der Flussgeister durch die Stromschnellen treiben lassen.
Bundesrepublik Deutschland 1981, Regie: Werner Herzog, mit Klaus Kinski, Claudia Cardinale

12.03.2009 – Sein oder Nichtsein
Ernst Lubitschs bitter-böse Abrechnung mit dem Nationalsozialismus ist immer noch eine der besten Satiren über die menschenverachtende Diktatur der Faschisten. Basierend auf dem Theaterstück „Noch ist Polen nicht verloren“ von Melchior Lengyel erzählt der Meister der Screwball-Comedy die Geschichte einer polnischen Theatertruppe, die mitten im Zweiten Weltkrieg eine Parodie auf Hitler und seine Gefolgsleute probt, die jedoch in letzter Minute von der polnischen Regierung verboten wird, weil diese eine Provokation Hitlers befürchtet. Stattdessen setzt die Theatermannschaft den „Hamlet“ auf den Spielplan, nicht ahnend, dass sie nur kurze Zeit später auf ihr altes Repertoire zurückgreifen muss, um ums Überleben zu spielen. Ein Klassiker unter den Anti-Nazi-Filmen, in dem es Lubitsch gelingt, auf dem schmalen Grat zwischen schwarzer Komödie und ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu wandern. Indem Lubitsch die Gesten des Führerkults mit der Mimik von Schmierenkomödianten gleichsetzt, gelingt es ihm, das Mitläufertum und die Dummheit der Nationalsozialisten zu entlarven und sie ohne Verharmlosung ins Lächerliche zu ziehen. Schnell, bissig und wortgewandt, mit dem viel zitierten und schwer definierbaren Lubitsch-Touch, den Regisseure wie Billy Wilder bewunderten und der über seiner Bürotür zum Andenken an das Komödiengenie ein Schild aufhängte, auf dem zu lesen war: „How Would Lubitsch Have Done it?”
USA 1942, Regie: Ernst Lubitsch

26.03.2009 – U-Carmen
„U-Carmen“, der Titel klingt vertraut und doch ganz fremd. Genau so ist dieser Film. Sie hören die Ihnen bekannte Opernmusik von Georges Bizet aus dem Jahr 1875, aber auch fremdartig aufregende afrikanische Rhythmen. Dieser Film des englischen Regisseurs Mark Dornford-May, gedreht in Südafrika 2005, erzählt die Geschichte der Arbeiterin Carmen, des Polizisten Jongikhaya und des Toreros, der hier ein Opernsänger ist, völlig neu. Vor der Kulisse des prächtigen Elends von Wellblechhütten im Südafrikanischen Township Khayelitsha bei Kapstadt entstehen unvergessliche Bilder überbordender Lebensfreude. Üppige Körperformen, sinnliche Tänze, knallbunte Gewänder, unbesiegbarer Freiheitsdrang. Der Film folgt dem klassischen Libretto, aber er benutzt neue Liedtexte in Xhosa, einer der 11 offiziellen Sprachen Südafrikas (untertitelt). Der Film selbst ist eine Naturgewalt. Er gewann den Goldenen Bären auf der 55. Berlinale 2005 – aber nicht nur deshalb will jeder Film- und Opernliebhaber diesen Film sehen.
Für das Kommunale Kino ist es ein ganz besonderes Anliegen, „U-Carmen“ nach Bad Schwartau zu holen und in sein erstes volles Quartalsprogramm als unverzichtbaren Bestandteil aufzunehmen.
Südafrika 2005, Regie: Mark Dornford-May, mit Pauline Malefane, Andile Tshoni

Alle Filme sehen Sie im Movie Star Kino Bad Schwartau, Eutiner Ring 14.
Die Anfangszeiten sind von der Länge der vorangehenden Filme abhängig und liegen zwischen 19.30 Uhr und 20.15 Uhr.

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