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Vortrag; „Entartete“ Musik in Zeiten des Nationalsozialismus

05. August 2011 (HL-Red-RB) Vortrag von Wolf-Rüdiger Ohlhoff mit Original-Schellackplatten -„Entartete“ Musik in der Zeit des Nationalsozialismus - Donnerstag, 11. August 2011, 20 Uhr - Kulturforum Burgkloster, Gerichtssaal, Lübeck: Nicht nur das Werk vieler bildender Künstler galt als „entartet“, auch Musiker waren betroffen.

Im Rahmen der Sonderausstellung „Verfolgt, verfemt, entartet“ hält der
Musikwissenschaftler Wolf-Rüdiger Ohlhoff am Donnerstag, 11. August, einen
zweistündigen Vortrag über „entartete“ Musiker und Sänger, wie den Comédian Harmonists,
Bert Brecht, Ernst Busch und Richard Tauber. Die Hörbeispiele werden von Original-
Schellackplatten abgespielt. Der Vortrag beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro,
2,50 ermäßigt.
Als musikalisches Pendant zur Ausstellung „Entartete Kunst“ wurde 1938 in Düsseldorf bei
den 1. Reichsmusiktagen – laut Goebbels „eine Heerschau des deutschen Musiklebens“ - die
Ausstellung „Entartete Musik“ gezeigt, in der musikalische Beispiele des „Undeutschen“ an
den Pranger gestellt wurden. Von Düsseldorf reiste diese gespenstische Schau nach
Weimar, München und Wien, bevor ihr der Krieg ein Ende setzte. Diese musikalische
Ausstellung war durch klingende Beispiele ergänzt worden. Durch Knopfdruck konnten die
Besucher an mehreren „Hörpunkten“ in der Ausstellung gleichzeitig Schellackplatten
abspielen, deren musikalisches Durcheinander den Eindruck eines „wahren Hexensabbaths“
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hervorrufen sollte. Sehr viele Besucher sollen allerdings die „verbotene
Musik“ mit wirklichem Interesse gehört haben, darunter die Songs aus Ernst Kreneks Oper
„Johnny spielt auf“, aus Kurt Weills und Bert Brechts „Dreigroschenoper“, aus Operetten- und
Schlagermusik von jüdischen Komponisten sowie Swingmusik von ausländischen
Interpreten und Bands.


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