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Beratungsangebot: Informationstage zu Stasi-Unterlagen in Lübeck

22. Januar 2009 (Lübeck). Die VHS, Hüxstraße 118-120, veranstaltet in Kooperation mit der Außenstelle Rostock der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BstU) Informationstage zu Stasi-Unterlagen. Fachkundige Mitarbeiter der BstU geben im Rahmen des Beratungsangebots am Mittwoch, 28. Januar 2009, von 14 bis 18 Uhr und am Donnerstag, 29. Januar, von 10 bis 18 Uhr Antworten auf Fragen zur Akteneinsicht und zur weiteren Nutzung der Stasi-Unterlagen.

Wie kann ich die Einsichtnahme beantragen? Brauche ich ein Formular? Wie lange dauert es, bis ich die Akte sehen kann? Kann ich Kopien erhalten? Wie erfahre ich den Klarnamen eines Inoffiziellen Mitarbeiters? Diese häufig gestellten Fragen lassen sich am besten im persönlichen Gespräch klären. Es besteht die Möglichkeit gleich vor Ort die private Akteneinsicht zu beantragen. Hierfür ist die Vorlage des Personalausweises für die Identitätsbestätigung notwendig.

Ergänzend zeigen einige Tafeln der Ausstellung „Stasi im Ostseeraum“, wie der DDR-Staatssicherheitsdienst arbeitete und welche Folgen sich daraus für die Betroffenen ergaben.
Mit einem Vortrag „Stasi und Terrorismus; Die RAF-Aussteiger in der DDR“ enden die Beratungstage in der VHS am Donnerstag, 29. Januar, um 18.30 Uhr. Dr. Tobias Wunschik, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der BstU, thematisiert die Verquickung von Stasi und Terrorismus in der deutschen Geschichte. Die Überraschung war groß, als im Sommer 1990 in der noch existierenden DDR zehn ehemalige RAF-Mitglieder fast auf einen Schlag verhaftet wurden. Die Ex-Terroristen hatten hier unter falschen Namen gelebt. Die Staatssicherheit überwachte sie und warb sie teilweise als Inoffizielle Mitarbeiter (IM) an. Welches Ziel verfolgten die SED-Führung und ihr Staatssicherheitsdienst eigentlich mit der Aufnahme der kampfesmüden RAF-Mitglieder? Ging es um „Solidarität“ mit „linksrevolutionären Kräften“? Oder handelte es sich um Täterschutz für Gewaltverbrecher? Zudem hatte die Staatssicherheit aktive Linksterroristen im Umgang mit Waffen trainiert. Erst ab 1984/85 agierte die ostdeutsche Geheimpolizei zurückhaltender – woher kam die späte Einsicht? Und wie reagierte die Staatssicherheit, als 1986 Hinweise auf die wahre Identität der RAF-Aussteiger in der DDR bekannt wurden? Der Eintritt beträgt fünf, ermäßigt vier Euro.

Quelle: LÜBECK Pressedienst

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